Samstag, 21. Juli 2018

Kursrally an der Börse Dax startet durch - höchster Stand seit Ende Februar

Der Dax legt am Dienstag deutlich zu und erreicht das höchste Niveau seit 7 Wochen. Die Aktie von Dax-Schwergewicht Bayer ist gefragt - Investor Temasek erhöht seinen Anteil. Tesla bleibt unter Druck, während Netflix starkes Wachstum meldet und für gute Stimmung an den US-Börsen sorgt.

Kursrally nach dem Rückschlag: Nach dem schwachen Wochenstart haben die Anleger am Dienstag am deutschen Aktienmarkt wieder zugegriffen. Der Dax Börsen-Chart zeigen kletterte auf den höchsten Stand seit sieben Wochen und lag am Nachmittag mit 1,6 Prozent im Plus bei 12.585 Punkten. Am New Yorker Aktienmarkt zeichnet sich eine Fortsetzung der zuletzt guten Entwicklung ab - unter anderem gestützt durch einen guten Jahresauftakt von Goldman Sachs.

Zudem stützte der schwächelnde Euro den Dax. Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen wurde vom Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen belastet wurde.

Auch der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax Börsen-Chart zeigen gewann 1,2 Prozent hinzu und der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,6 Prozent auf 2632 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel ebenfalls im Plus.

Covestro, Linde und Bayer gefragt

Bester Dax-Wert war die Aktie von Covestro Börsen-Chart zeigen mit einem Plus von 3 Prozent. Sie gilt bei Börsianern als Gradmesser für den längerfristigen Trend. Die im Zuge der Fusion mit Praxair zum Umtausch eingereichten Papiere von Linde Börsen-Chart zeigen gewannen ebenfalls kräftig hinz. Auch die Anteilsaufstockung an Bayer durch den Investor Temasek kam bei den Anlegern gut an - die Aktie gewann in der Dax-Spitzengruppe mehr als 2 Prozent hinzu.

TecDax: Kurssprung bei Medigene

Im TecDax Börsen-Chart zeigen sprangen Medigene-Aktien um über 8 Prozent an. Der Spezialist für Immuntherapien konnte im Kampf gegen Prostatakrebs in einer norwegischen Studie einen Forschungserfolg mit einem Impfstoff verzeichnen.

Netflix und Goldman Sachs sorgen für Kauflaune an der Wall Street

Die US-Börsen dürften am Dienstag erneut mit Gewinnen in den Handel starten. Die US-Futures sagten sowohl für den Dow Jones Börsen-Chart zeigen als auch für den Tech-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen Gewinne voraus.

Hintergrund für die Kauflaune sind überzeugende Zahlen von Netflix Börsen-Chart zeigen und Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen: Die US-Investmentbank hat dank der US-Steuerreform den Gewinn um 26 Prozent gesteigert, und Netflix meldete ein Kundenwachstum von 7,5 Millionen Kunden weltweit. Beide Titel zogen an, Netflix um mehr als 5 Prozent.

Bayer legt zu - Investor Temasek stockt Anteil auf

Die Anteilsaufstockung an Dax-Schwergewicht Bayer Börsen-Chart zeigen durch den Investor Temasek via einer Kapitalerhöhung kommt bei Anlegern gut an. Die Papiere gewannen am Dienstagmorgen mehr als 2 Prozent und näherten sich der Marke von 100 Euro. Der aus Singapur stammende Staatsfonds wird 31 Millionen neue Papiere zu einem Bruttoemissionspreis von insgesamt 3 Milliarden Euro kaufen. Der Anteil Temaseks am Pharma- und Agrarchemiekonzern soll dadurch auf 4 Prozent steigen.

Händler sehen in dem Schritt ein positives Signal dafür, dass der von Bayer Börsen-Chart zeigen angestrebte Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsantobald über die Bühne gehen dürfte. Der letzte große Stolperstein ist die Zustimmung der US-Wettbewerbsbehörden. Hier hatte es zuletzt positive Signale gegeben.

Derweil blickt der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk nach einem durchwachsenen Jahresstart etwas vorsichtiger auf 2018. Die Profitabilität werde nun "vermutlich im unteren Bereich der prognostizierten Bandbreite liegen", hieß es.


Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax, Dow Jones und Nasdaq in Echtzeit


Tesla bleibt unter Druck

In Tokio gab der Nikkei Börsen-Chart zeigen dagegen am Dienstag um 0,1 Prozent auf 21.814 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,6 Prozent auf 3093 Punkte.

Die Aktie von Tesla Börsen-Chart zeigen blieb unterdessen unter Druck. Obwohl Tesla Börsen-Chart zeigen bereits weit hinter dem eigenen Zeitplan liegt, werden bei dem Elektroautobauer nach einem Medienbericht für vier bis fünf Tage keine Model 3 vom Band rollen. Der vorübergehende Fertigungsstopp des Hoffnungsträgers der Firma von Tech-Milliardär Elon Musk sei der Belegschaft der Fabrik im kalifornischen Fremont ohne Vorwarnung mitgeteilt worden, berichtete die Newsseite "Buzzfeed" am Montagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Mitarbeiter.

Netflix gewinnt 7,5 Millionen neue Kunden hinzu

Der Online-Videodienst Netflix Börsen-Chart zeigen wächst unterdessen weiter rasant - zu Jahresbeginn kletterten Nutzerzahlen, Umsatz und Gewinn stärker s erwartet. Im ersten Quartal stieg der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 178 Millionen auf 290 Millionen Dollar (234 Mio Euro), wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse legten um gut 40 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu. Insgesamt gewann Netflix im Berichtszeitraum 7,4 Millionen Kunden dazu, davon 5,5 Millionen außerhalb des US-Heimatmarktes.

Damit brachte es der Video-Streaming-Marktführer Ende März insgesamt auf 125 Millionen Nutzer, davon knapp 119 Millionen zahlende Kunden. Die Quartalszahlen übertrafen die Prognosen der Analysten klar. Die Aktie schoss nachbörslich zunächst um über sieben Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn hat der Kurs schon um über 60 Prozent zugelegt. Auch der mit Spannung erwartete Geschäftsausblick kam am Markt gut an. Im laufenden Vierteljahr will Netflix den Umsatz um 41 Prozent und die Gesamtzahl seiner Nutzer auf über 131 Millionen ausbauen.

Euro kaum verändert

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag nach den Kursgewinnen vom Vortag vorerst unterhalb der Marke von 1,24 US-Dollar stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2385 Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,2370 Dollar festgesetzt.

Am Vortag hatte eine Nachricht von US-Präsident Donald Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter den Dollar zeitweise belastet und dem Euro Börsen-Chart zeigen im Gegenzug Auftrieb verliehen. Trump hatte Russland und China vorgeworfen, ihre Währungen gezielt abzuwerten, während die USA weiterhin ihre Zinsen erhöhen.

Am Morgen sprachen Marktbeobachter von einem eher impulsarmen Handel. Im Tagesverlauf dürften Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken. Am späten Vormittag wird mit den Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ein wichtiger Indikator für die weitere Entwicklung der deutschen Wirtschaft veröffentlicht. Am Nachmittag dürften die Anleger Daten zur Industrieproduktion in den USA im Blick haben.

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH