Freitag, 14. Dezember 2018

Börse Dow Jones und schwacher Euro stützen Dax

Dividenden-Könige: Die stärksten Dividenden-Aktien im Dax
Daimler

Der Dax startet nach dem Kursrutsch vom Vortag einen Erholungsversuch. Der Euro gibt zum Dollar nach, und in den USA startet der Dow Jones mit leichten Gewinnen. Zu den größten Gewinnern zählt Dax-Neuling Covestro.

Nach den Verlusten zum Wochenstart hat der Dax Börsen-Chart zeigen am Dienstag einen Erholungsversuch unternommen. Grund sind die leichten Gewinne an den US-Börsen zum Handelsstart sowie der wieder schwächere Euro Börsen-Chart zeigen.

Bis zum Nachmittag notierte der Dax 30 um 0,7 Prozent ins Plus und schloss auf Xetra wieder über der Marke von 12.300 Punkten. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Deutschen Börse Börsen-Chart zeigen, der Lufthansa und von Dax-Neuling Covestro Börsen-Chart zeigen , die jeweils zwischen 2 und 3 Prozent zulegten.

Auch MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax Börsen-Chart zeigen drehten bis zum Nachmittag wieder in den grünen Bereich. Zu den größten Gewinnern im TecDax gehörten RIB Software, Bechtle und Jenoptik Börsen-Chart zeigen.

Nach wie vor befindet sich der Dax jedoch auf Richtungssuche, bei zugleich starken und schnellen Schwankungen nach oben und unten. Portfoliomanager Thomas Altmann von CC Partners spricht daher aktuell von einer "nervösen Achterbahnfahrt".

Dow Jones mit Gewinnen, Oracle und Facebook bremsen Nasdaq

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen kletterte am Dienstag im frühen Handel um 0,3 Prozent, der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen gab dagegen weiter nach. Vor allem die weiteren Kursverluste bei Facebook Börsen-Chart zeigen, der Kurseinbruch bei Oracle Börsen-Chart zeigen sowie der tödliche Unfall mit einem Uber-Roboterauto sorgten für Zurückhaltung unter Tech-Investoren.

"Es herrscht unverändert Vorsicht vor der Fed-Sitzung am Mittwoch", schrieb Mike van Dulken von Accendo Markets. Bei der US-Notenbank gehe es nicht so sehr um die als ausgemacht geltende Zinserhöhung, sondern um den Ausblick der Fed zu Konjunktur und Inflation.

Für Aktien des SAP-Kontrahenten Oracle Börsen-Chart zeigen ging es im frühen US-Handel um fast 9 Prozent tief nach unten. Eine hohe Sonderlast wegen der US-Steuerreform hat Oracle für die Monate Dezember bis Februar ein Minus von vier Milliarden US-Dollar eingebrockt. Am Freitag waren Oracle Börsen-Chart zeigen noch auf ein Rekordhoch geklettert.

Zinsentscheidung der Federal Reserve am Mittwoch

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Federal Reserve) am Mittwoch wollten sich die meisten Anleger nicht in großem Stil positionieren. Zwar gilt als ausgemacht, dass am Mittwoch der Leitzins in den USA zum sechsten Mal in Folge erhöht wird, doch spannend bleiben die Signale, wie es mit der Geldpolitik weitergeht. Bislang gehen Beobachter von drei Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr aus - sollte eine vierte mögliche Zinserhöhung vom neuen Fed-Chef Jerome Powell avisiert werden, dürfte dies die Aktienmärkte belasten.

Adidas mit Gewinnen, Puma auf Rekordhoch

Im Dax Börsen-Chart zeigen zählten die Adidas-Papiere ebenfalls zu den Favoriten. Dies verdankten sie dem Rivalen Puma Börsen-Chart zeigen , dessen Aktien getrieben von der Aussicht auf höhere Profitabilität im SDax Börsen-Chart zeigen um 7,4 Prozent nach oben schossen und mit 421,50 Euro ein Rekordhoch markierten.

Ebenfalls gefragt waren am zweiten Tag ihres Einzugs in die erste Börsenliga die Aktien des Kunststoffherstellers Covestro Börsen-Chart zeigen , die um 2,8 Prozent zulegten. Die Titel profitierten laut Händlern von Hochstufungen durch verschiedene Analysehäuser.

Oracle-Kursrutsch belastet SAP

Bei den deutschen Aktienwerten stand SAP Börsen-Chart zeigen im Rampenlicht. Der Rivale Oracle Börsen-Chart zeigen verfehlte mit einem Wachstum von knapp 32 Prozent im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft die Erwartungen der Analysten. Die Titel des US-Konzerns rutschten daraufhin an der Wall Street um 9 Prozent ab. SAP büßten 1,3 Prozent ein.

Facebook-Aktie weiter unter Druck

Gesprächsthema war zudem die durch die Daten-Affäre bei Facebook Börsen-Chart zeigen ausgelöste Talfahrt der US-Technologiewerte. Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets mahnte allerdings zur Besonnenheit. Nach den jüngsten Kursrekorden in dem Sektor sei ein Rücksetzer überfällig.

Die Datenschutzbehörde Großbritanniens (ICO) gab am Dienstag bekannt, gegen Facebook zu ermitteln. Die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica, die Donald Trump im Wahlkampf 2016 unterstützt hatte, soll sich ohne Erlaubnis Zugriff zu den Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft und diese für Wahlwerbung verwendet haben.

Nach einem Kurssturz von fast sieben Prozent am Montag stabilisierten sich die Facebook-Titel im vorbörslichen US-Handel, nachdem sie am Montag bereits um knapp sieben Prozent eingebrochen waren.

ZEW-Index fällt - Angst vor Handelskrieg

Über allem schwebte laut Händlern aber die Angst vor einem eskalierenden internationalen Handelskonflikt. Dies machte sich auch im ZEW-Konjunkturindex bemerkbar, der im März überraschend stark fiel. Der Euro sank daraufhin um etwa einen halben US-Cent unter 1,23 Dollar.

Der Rückgang des ZEW sei eine Enttäuschung und auf den drohenden Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt zurückzuführen, sagte Altmann. "Die Marktteilnehmer rechnen offenbar mit massiven Einbußen durch die US-Zölle." Der Handelsstreit ist auch Thema beim Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industriestaaten und Schwellenländer (G20).

Chartexperten weisen auf "Todeskreuz" im Dax hin

Im Dax Börsen-Chart zeigen hat sich Chartexperten zufolge am Vortag ein sogenanntes "Todeskreuz" ausgebildet. Dabei hat der gleitende 50-Tage-Durchschnitt sein 200-Tage-Pendant von oben geschnitten. "Wie der Name bereits andeutet, drohen im weiteren Verlauf deutliche Kursverluste, sofern in den kommenden Tagen weitere Bestätigungen auftreten", erklärte Experte Christian Schmidt von der Helaba.

Besonders deutlich fielen die Abschläge nach einem derartigen Signal laut Schmidt im September 2000 (für den Dax Börsen-Chart zeigen ging es damals von 7200 auf 3540 nach unten), im Juni 2002 (4900 auf 2188), im Januar 2008 (7700 auf 3589) und im August 2011 (7000 auf 4950) aus.

Im drohenden Handelsstreit mit den USA macht sich derweil etwas Optimismus breit. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht nach einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Wilbur Ross Möglichkeiten für eine Lösung im Streit um Zölle auf Stahl und Aluminium.

Euro gibt zum Dollar wieder nach

Der Euro kostete am Morgen 1,2340 US-Dollar und verlor im Laufe des Nachmittags gegenüber dem Dollar weiter an Wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2309 Dollar festgesetzt.

Die Konjunkturerwartungen des ZEW-Instituts haben sich deutlich eingetrübt, was den Euro zusätzlich belastete. Die Umfrage unter Finanzexperten gilt als loser Konjunkturindikator, der stark durch die Börsenstimmung geprägt ist. Schon im Februar hatten sich die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten in einem Rückgang der Kennzahl bemerkbar gemacht.

Bitcoin unter 10.000 US-Dollar

Die Kryptowährung Bitcoin hat unterdessen ihren Kursrutsch fortgesetzt und fiel am Dienstag unter die Marke von 10.000 US-Dollar. Anfang des Jahres hatte ein Bitcoin Börsen-Chart zeigen noch bei 15.000 US-Dollar notiert. Die steigenden Regulierungsanforderungen in Asien und Europa setzen der Kryptowährung zu. Seit Anfang März hat ein Bitcoin in Dollar rund 10 Prozent an Wert eingebüßt. Auf Sicht von 12 Monaten hat sich der Wert der Kryptowährung Bitcoin jedoch immer noch verzehnfacht.

Mit Nachrichtenagenturen

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