Sonntag, 16. Dezember 2018

Börse Dax gibt Gewinne ab, Dow rutscht erneut ins Minus

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Die Entlassung des US-Außenministers Rex Tillerson verunsichert Börsianer. Der Dax startet nach dem Kursrutsch vom Vortag einen Erholungsversuch - doch Anleger bleiben nervös. An der Wall Street rutscht der Dow Jones erneut ins Minus.

Donald Trump verunsichert Anleger: Nach der abrupten Entlassung von US-Außenminister Rex Tillerson haben der Dollar Börsen-Chart zeigen und die Indizes weltweit deutlich nachgegeben. Der Dax Börsen-Chart zeigen , der am Vortag bereits um mehr als 200 Punkte gestürzt war, setzte am Mittwoch seinen Kursrutsch zunächst fort und fiel am Morgenunter die Marke von 12.200 Punkten.

Da die US-Börsen am Mittwoch jedoch wieder mit Gewinnen in den Handel starteten, startete auch der Dax einen Erholungsversuch und kletterte kurzzeitig wieder über die Marke von 12.300 Punkten. Doch der Dax gab den Großteil seiner Gewinne umgehend wieder ab, da der US-Leitindex Dow Jones am Nachmittag wieder die Verlustzone rutschte.

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Für ein wenig Stabilität im Dax waren vor allem die deutlichen Kursgewinne von Adidas Börsen-Chart zeigen und RWE Börsen-Chart zeigen verantwortlich, die um 12 Prozent bzw. 5 Prozent zulegten.

Dow Jones fällt zurück ins Minus

An der Wall Street ist der Dow Jones Börsen-Chart zeigen nach einer Stunde Handel leicht ins Minus gerutscht. Nachdem sich der US-Leitindex zunächst noch von dem abrupten Wechsel des Außenministers der Vereinigten Staaten am Dienstag erholt hatte, rückten zuletzt wieder eher durchwachsene Konjunkturdaten in den Blick.

Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im Februar überraschend gefallen. Sie seien um 0,1 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch in Washington mit. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Allerdings sind die Umsätze im Vormonat weniger stark gesunken als bisher gedacht. Im Januar waren sie um 0,1 Prozent gefallen. Zunächst war ein Rückgang von 0,3 Prozent ermittelt worden.

Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gab zuletzt um 0,4 Prozent auf 24 921 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 bewegte sich zur Wochenmitte mit minus 0,05 Prozent auf 2763,92 Punkte kaum vom Fleck. Der technologielastige Nasdaq 100 Börsen-Chart zeigen pendelte um den Vortagesschluss. Am Dienstag hatte der Index noch im frühen Handel ein Rekordhoch erreicht, bevor er letztlich um mehr als 1 Prozent ins Minus rutschte.

Adidas sprintet vorneweg

Der Sportartikelhersteller Adidas Börsen-Chart zeigen will in den kommenden Jahren noch profitabler werden. Bis 2020 werde der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Schnitt jährlich um 22 bis 24 Prozent zulegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Bislang hatte sich der Nike- und Puma-Konkurrent 20 bis 22 Prozent Gewinnsteigerung zugetraut. Die operative Marge soll bis 2020 auf bis zu 11,5 Prozent klettern. Auch die Dividende steigt kräftig von 2 auf 2,60 Euro. Die Aktie vollzog einen Kurssprung.

MDax: Rheinmetall steigen nach Panzer-Großauftrag

Im MDax sackten dagegen die Papiere des Chemikalienhändlers Brenntag sowie des Aromenproduzenten Symrise um gut dreieinhalb beziehungsweise fast 7 Prozent ab. Beide Unternehmen konnten mit ihren jüngsten Geschäftszahlen die Marktteilnehmer nicht überzeugen.

Für die Papiere des Rüstungskonzerns und Autozulieferers Rheinmetall ging es dagegen nach einem Großauftrag aus Australien für Boxer-Transportpanzer um fast 3 Prozent hoch. Damit waren sie der beste Werte im MDax.

Dax charttechnisch angeschlagen

Doch für eine Entwarnung ist es zu früh. Sollten die Indizes an der Wall Street am heutigen Mittwoch weiter nachgeben, droht dem Dax Börsen-Chart zeigen am Nachmittag ein erneuter Test der 12.000-Punkte-Marke. Die kurzfristig wohl wichtigste Marke für den Leitindex dürfte das Tief vom Montag vergangener Woche bei 11.831 Punkten sein. Kurse darunter bedeuten neue Tiefstände seit mehr als einem Jahr.

Der Dax ist auch charttechnisch angeschlagen: Nach Einschätzung von Christoph Geyer von der Commerzbank könnte der Leitindex die Unterstützungszone um 11.900 Punkte ansteuern. Erst mit einem Anstieg des Dax Börsen-Chart zeigen über das jüngste Hoch von Ende Januar bei rund 12 600 Zählern würde sich die charttechnische Situation des Leitindex wieder verbessern, so Geyer.

Verluste auch in Asien - Japan und Hongkong unter Druck

In Japan und Hongkong rutschen die Leitindizes am Mittwoch etwas stärker ab; in Festland-China und Südkorea fielen die Kursverluste moderat aus.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei Börsen-Chart zeigen 0,87 Prozent niedriger bei 21 777 Punkten. In Hongkong rutschte der Hang Seng Börsen-Chart zeigen im späten Handel um fast anderthalb Prozent ab. Die Investoren seien der Personalquerelen und der gefühlten Instabilität im Weißen Haus überdrüssig, sagte ein Beobachter.

Am Devisenmarkt legte der Euro Börsen-Chart zeigen weiter zu und kletterte über die Marke von 1,2403 Dollar. Zur japanischen Währung notierte der Dollar mit 106,46 Yen etwas schwächer.

Inflationsrate in USA steigt auf 2,2 Prozent - 0,2 Prozent Anstieg im Februar

In den USA haben sich die Verbraucherpreise im Februar unterdessen wie erwartet entwickelt. Die Jahresinflationsrate sei von 2,1 Prozent im Vormonat auf 2,2 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten damit gerechnet. Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie stiegen die Verbraucherpreise wie schon im Januar um 1,8 Prozent im Jahresvergleich. Auch dies war von Ökonomen erwartet worden.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Auch dies war erwartet worden. Im Januar hatten sie noch um 0,5 Prozent zugelegt. Die Kernverbraucherpreise stiegen im Februar ebenfalls um 0,2 Prozent zum Vormonat.

Euro legt gegenüber Dollar wieder zu

Der Kurs des Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen hat wieder deutlich zugelegt. US-Präsident Trump setzte mit seiner per Tweet bekannt gegebenen Entlassung des US-Außenministers Rex Tillerson den Dollar unter Druck. Der Euro legte zum Dollar entsprechend deutlich zu und kletterte wieder über die Marke von 1,24 US-Dollar. Ein steigender Euro belastet tendenziell die europäischen Börsen.

mit Material von Reuters und dpa

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