Donnerstag, 24. Mai 2018

5 US-Techriesen und 4 Dax-Konzerne melden Zahlen Amazon, Apple, FB, Alphabet - die Woche der US-Techriesen

VW-Werk: US-Bank Merrill Lynch vollzieht 180-Grad-Wende und verdoppelt das Kursziel für die Aktie

Der Dax schließt knapp im Minus. Anleger nehmen vor dem Zahlenreigen erst einmal Gewinne mit. Im Blick bleibt der starke Euro - und der Zahlenreigen im Dax und an der Wall Street in dieser Woche.

Der Dax Börsen-Chart zeigen ist am Montag nach einem zunächst festeren Wochenstart ins Minus gerutscht. Damit brach der deutsche Leitindex seinen Erholungsversuch vom Freitag wieder ab. Noch am vergangenen Dienstag hatte der Dax Börsen-Chart zeigen bei 13.596 Punkten ein Rekordhoch markiert, anschließend aber zwei Tage in Folge klar nachgegeben. Anleger wagen sich vor dem Zahlenreigen nicht aus der Deckung.

"Ob der Dax Börsen-Chart zeigen jetzt den Anschluss an die Wall Street völlig verliert oder etwas Boden gutmachen kann, wird von der Berichtssaison und dem Euro abhängen", sagte Analyst Milan Cutkovic vom Berliner AxiTrader.

Zahlen von SAP, Siemens, Daimler und Deutscher Bank in dieser Woche

In den nächsten Tagen legen aus dem deutschen Leitindex unter anderem SAP Börsen-Chart zeigen (Dienstag), Siemens Börsen-Chart zeigen (Mittwoch), Daimler Börsen-Chart zeigen (Donnerstag) und die Deutsche Bank (Freitag) Börsen-Chart zeigen ihre Quartalszahlen vor. Zudem lassen sich zahlreiche Unternehmen aus anderen europäischen Ländern in die Bücher schauen.

Etwas Entspannung für die europäischen Aktienmärkte kam vom Euro. Er notierte mit 1,2407 Dollar gut einen US-Cent unter seinem Drei-Jahres-Hoch von vergangener Woche. Ein starker Euro drückt tendenziell die Aktienkurse von exportorientierten Unternehmen, da Investoren Wettbewerbsnachteile für die Firmen im Welthandel fürchten.

Wall Street: Alphabet, Apple, Amazon, Microsoft und FB mit Zahlen

In den USA ist die Bilanzsaison schon in vollem Gang und nimmt im Laufe der Woche mit Tech-Schwergewichten wie der Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen , Microsoft, Apple Börsen-Chart zeigen, Amazon Börsen-Chart zeigen (beide Donnerstag) und Facebook Börsen-Chart zeigen (Mittwoch) noch einmal Fahrt auf.

Anleger halten sich vor dem Zahlenreigen zunächst zurück. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen und der S&P 500 verloren je 0,3 Prozent. Der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen büßte 0,4 Prozent auf 7463 Zähler ein. Gegen den Trend setzten Netflix Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen ihre Klettertour fort.

Allein in der vergangenen Woche legte der Dow-Jones-Index zwei Prozent zu, der breiter gefasste S&P-500 sogar 2,2 Prozent. Nach Berechnungen von Reuters haben 80 Prozent der 133 Unternehmen aus dem S&P-500, die bereits ihre Zahlen vorgelegt haben, die Erwartungen von Analysten übertroffen.

Chipaktien im TecDax gefragt - AMS sorgt für Schub

Bei den Einzelwerten stachen Konzerne aus der Chipindustrie hervor. Der aus der Schweiz stammende Chip- und Sensorbauer AMS verdoppelte im vergangenen Jahr seinen Umsatz und stellte ein schnelleres Wachstum in Aussicht. AMS-Titel schossen in Zürich um 20 Prozent in die Höhe. Bei den Investoren schürte das Hoffnungen auf ähnliche Umsatzverbesserungen bei der Konkurrenz: Die Aktien der Münchner Infineon legten 1,2 Prozent zu, die Papiere von Dialog Semiconductor im TecDax Börsen-Chart zeigen um 5,2 Prozent.

Gesprächsthema in den Handelssälen war auch die 3,9 Milliarden Euro schwere Übernahme von Ablynx. Der französische Pharmakonzern Sanofi Börsen-Chart zeigen setzte sich gegen den dänischen Rivalen Novo Nordisk durch, dessen niedrigeres Gebot von dem belgischen Biotechnologie-Unternehmen abgelehnt wurde. Ablynx-Titel schnellten um 21 Prozent nach oben auf ein Rekordhoch von 45,16 Euro. Die Titel von Sanofi und Novo Nordisk verloren je knapp ein Prozent.

US-Investmentbank verdoppelt ihr Kursziel für Volkswagen

Die Aktie von Volkswagen Börsen-Chart zeigen war trotz des Skandals über Tierversuche bei Diesel-Abgastests mit einem Plus von 1,3 Prozent zunächst der stärkste Wert im Dax, gab im späten Handel ihre Gewinne jedoch wieder ab. Der Grund für den Kursanstieg: Die US-Investmentbank Merrill Lynch hat Volkswagen von "Underperform" auf "Buy" gleich um mehrere Stufen hochgestuft und das Kursziel auf 205 Euro beinahe verdoppelt. Trotz der imposanten Kursrally im vierten Quartal hänge die Aktie dem europäischen Branchenindex noch deutlich hinterher, schrieb Analyst Fraser Hill in einer am Montag vorliegenden Studie.

Einige Anleger nehmen die Merrill-Studie als Vorlage zum Kauf. Andere sehen die Analyse der US-Bank als Beispiel, wie stark und erratisch die Bewertungen von Unternehmen auch bei den so genannten Expertenstudien schwanken - je nach Großwetterlage an den Börsen. In dem Bemühen, die 180-Grad-Wende bei der Einschätzung von VW zu rechtfertigen, bemühte Merrill Lynch den so genannten Konglomeratsabschlag: Nachdem nun Aufspaltungsstrategien in der Branche immer mehr zum Thema würden - Daimler bereitet zum Beispiel Teilbörsengänge vor - erwäge man auch bei VW nun einen Teil-Börsengang der Lkw-Sparte, so Hill. Auf Basis seiner eigenen Berechnungen könnte die Volkswagen Börsen-Chart zeigen -Vorzugsaktie bei separaten Börsennotierungen des LKW-Geschäfts sowie der Premium- und Volumenmarken bis zu 250 Euro wert sein, so Hill.

Euro tritt auf der Stelle bei 1,242 US-Dollar

Derweil trat der Euro Börsen-Chart zeigen mehr oder weniger auf der Stelle: Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2422 US-Dollar, womit sich die jüngst kurzzeitig überwundene Marke von 1,25 Dollar erst einmal als zu hohe Hürde erwies. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2436 Dollar festgesetzt. Ein steigender Eurokurs macht deutschen Exportunternehmen tendenziell das Leben schwer, da er ihre Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums verteuert.

Siemens und Deutsche Bank planen jeweils Teil-Börsengänge

Mit Siemens Börsen-Chart zeigen und der Deutschen Bank planen Kreisen zufolge gleich zwei Dax-Konzerne den baldigen Börsengang von Unternehmensteilen. Die Medizintechnik-Sparte des Industriekonzerns solle unter den Namen Siemens Healthineers vor Ostern den Sprung aufs Parkett wagen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Auf der Handelsplattform Tradegate legten Siemens-Papiere zuletzt 1,5 Prozent zu.

Ebenfalls vor Ostern plane die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen die Erstnotiz ihrer Vermögensverwaltung, schrieb die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). Erwartet wird, dass die Deutsche Bank ein Viertel ihrer Anteile an die Börse bringt. Das soll zum einen geschätzte knapp zweieinhalb Milliarden Euro in die Kasse der Bank spülen, zum anderen der Vermögensverwaltung mehr Freiheiten bei der Gewinnung neuer Kunden eröffnen. Die Aktien des größten deutschen Geldhauses reagierten mit einem moderaten vorbörslichen Plus recht verhalten auf die Meldung.

Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax, Dow und andere Indizes in Echtzeit

UBS sorgt für Gewinnmitnahmen bei Commerzbank

Eine Verkaufsempfehlung der schweizerischen Bank UBS hat am Montagmorgen die Aktien der Commerzbank Börsen-Chart zeigen belastet. Sie fielen am Montag im frühen Handel um 1,37 Prozent auf 13,518 Euro. Der Dax -Konzern werde zwar von höheren Zinsen profitieren und es gebe Fortschritte auf der Ertrags- und Kostenseite, doch sei das bereits mehr als ausreichend in den Aktienkurs eingepreist, begründete Analyst Daniele Brupbacher seine Abstufung von "Neutral" auf "Sell". Vor dem Wochenende hatten die Commerzbank-Papiere bei 13,82 Euro den höchsten Stand seit April 2014 erreicht. Auf Sicht von zwölf Monaten legen sie mit einem Plus vom knapp 66 Prozent auf Platz zwei des Dax Börsen-Chart zeigen .

Nikkei kaum verändert, MSCI Asia mit zwölftem Gewinntag in Folge

In Tokio blieb der Nikkei-Index am Montag fast unverändert bei 23.629,34 Punkten. Der chinesische Shanghai Composite fiel nach seinem Zweijahreshoch am Freitag um 0,9 Prozent auf 3525 Punkte - hier machten Anleger Kasse. Der marktbreite MSCI Asia Pacific (außer Japan) stieg dagegen um 0,3 Prozent: Es ist der zwölfte Handelstag mit Gewinnen in Folge, der Index hat seit Jahresbeginn 8 Prozent gewonnen.

Schwacher Dollar: US-Finanzminister Steve Mnuchin rudert zurück

US-Finanzminister Steven Mnuchin betonte indes in Davos, ein starker Dollar liege im Interesse der USA. Er habe nicht versucht, die Währung mit seinen vorherigen Äußerungen zu bewegen. Mnuchin hatte zuvor mit seinem Kommentar, die Dollar-Schwäche sei erwünscht, die US-Währung unter Druck gesetzt. Trumps protektionistische Haltung nährte zudem zuletzt die Furcht der Anleger vor einem Handelskrieg.

Trotz des Hin und Her, das Mnuchin und Trump inszenieren: Experten halten einen weiteren Anstieg des Euro Börsen-Chart zeigen in Richtung 1,28 Dollar für möglich. Die Gemeinschaftswährung war am Donnerstag zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren über 1,25 Dollar gestiegen und notierte am Freitagabend bei 1,2422 Dollar. Ein starker Euro belastet die hiesigen Aktienmärkte, da sich dann Waren von exportorientierten Firmen im Welthandel verteuern und ihre Wettbewerbschancen sinken.

Ölpreise geben etwas nach - Niveau knapp unter Dreijahreshoch

Die Ölpreise sind am Montag gefallen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März sank am Vormittag unter die Marke von 70 Dollar und kostete im Mittagshandel 69,86 US-Dollar. Das waren 66 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 42 Cent auf 65,72 Dollar.

Obwohl die Ölpreise zuletzt nachgegeben haben, liegen sie weiter in der Nähe der dreijährigen Höchststände, die in der vergangenen Woche erreicht worden waren. Beflügelt wurden die Preise zuletzt vor allem durch den schwächeren amerikanischen Dollar, der Rohöl für Investoren außerhalb des Dollarraums vergünstigt und somit deren Rohölnachfrage erhöht hat.

Tendenzielle Belastung kommt dagegen von der US-amerikanischen Erdölindustrie, die ihre Produktion angesichts deutlich gestiegener Weltmarktpreise Zug um Zug ausweitet. Laut Daten der Ausrüsterfirma Baker Hughes vom Freitagabend gab es in der vergangenen Woche 759 aktive Bohrlöcher in den USA und damit zwölf mehr als in der Woche zuvor.

Weitere Zinserhöhungen der Fed wahrscheinlich

Besser als erwartet fielen die Bestellungen für langlebige Güter in den USA aus. Sie wuchsen im Dezember um 2,9 Prozent zum Vormonat. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich 0,8 Prozent erwartet. Hingegen hat die US-Wirtschaft insgesamt ihr Wachstumstempo vor dem Jahreswechsel verringert. Zwischen Oktober und Dezember 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt nur noch mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent. Aufs Gesamtjahr gerechnet wuchs die Wirtschaft stärker als 2016. "Damit dürfte die Federal Reserve unter Zugzwang bleiben und bereits im März eine weitere Leitzinsanhebung vornehmen."

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH