Sonntag, 20. Mai 2018

Börse Weitere Rekorde an der Wall Street treiben Dax ins Plus

Gute Stimmung: An der US-Börse geht es weiter aufwärts.
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Gute Stimmung: An der US-Börse geht es weiter aufwärts.

Der Dax startet einen Erholungsversuch, da die US-Börsen ihre Rekordjagd fortsetzen. Für Gegenwind am europäischen Aktienmarkt sorgt jedoch der kräftig steigende Euro.

Die Fortsetzung der Rekordjagd an der Wall Street gibt auch dem Dax Börsen-Chart zeigen wieder Aufwind. Der deutsche Leitindex drehte am Freitagnachmittag ins Plus und notierte zuletzt 0,2 Prozent höher bei 13.234 Punkten.

Rückenwind bekamen die Kurse hierzulande offenbar von Übersee, wo an der Wall Street der Rekordlauf weiterging. Erstmals übersprang der Dow Jones Börsen-Chart zeigen am Freitag die Marke von 25 700 Punkten. Zum Auftakt der Unternehmensberichtssaison verzeichneten alle vier wichtigen Indizes Bestmarken. Die leichte Verunsicherung nach einem vorübergehend deutlicheren Anstieg der Renditen am Markt für US-Staatsanleihen ist rasch verflogen. Die Konjunkturdaten an diesem Tag lieferten zugleich ein gemischtes Bild, weshalb Impulse von dieser Seite her eher ausblieben.

Ungeachtet aktueller US-Inflationsdaten, die Analysten zufolge ein "gutes Inflationsjahr" in den USA erwarten lassen und die US-Notenbank zu mehr Zinsschritten verleiten könnten, stieg das Wall-Street-Barometer bereits kurz nach dem Handelsstart auf ein Rekordhoch und gewann zuletzt 0,6 Prozent auf 25.716,1 Punkte. Erst vor einer Woche war die 25 000-Zähler-Marke erstmals gefallen.

Die kurz vor Weihnachten beschlossene US-Steuerreform hatte den Kursen frischen Schwung verliehen und Investoren setzen nun auf höhere Unternehmensgewinne. JP Morgan und Blackrock überzeugten mit ihren Quartalsberichten. Mögliche Risiken, etwa durch eine stärker als erwartete Straffung der US-Geldpolitik, finden derzeit wenig Beachtung.

Euro auf Dreijahreshoch - Dämpfer für den Dax

Am Geldmarkt haben indes die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB) im laufenden Jahr 2018 zugenommen. Inzwischen wird dort die Wahrscheinlichkeit auf 70 Prozent taxiert, dass die EZB ihre Strafzinsen für Geschäftsbanken im Verlauf von 2018 etwas abmildert. Diese Erwartung hängt vor allem mit dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll der Notenbank zur Dezember-Zinssitzung zusammen. Darin wird angedeutet, dass die EZB möglicherweise schon früh in diesem Jahr ihren geldpolitischen Ausblick überprüfen könnte. Die Zentralbank hatte letztmalig im Jahr 2011 einen ihrer Schlüsselsätze erhöht.

Für einen Dämpfer an den europäischen Aktienmärkten sorgte weiterhin der starke Euro Börsen-Chart zeigen, der am Freitag über die Marke von 1,21 US-Dollar und damit auf ein Dreijahreshoch zum Dollar kletterte. Dies dämpft die Exportchancen europäischer Unternehmen.

Durchbruch bei Sondierungsgesprächen zwischen SPD und Union

Der Durchbruch bei den Sondierungsgesprächen für eine große Koalition in Berlin bewegte die Aktienkurse dagegen zunächst nicht. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitagmorgen in Berlin aus Teilnehmerkreisen erfuhr, haben sich CDU, CSU und SPD darauf geeinigt, ihren Parteien die Aufnahme von offiziellen Koalitionsverhandlungen zu empfehlen.

Puma bricht ein - Kering steigt aus

Für Aufsehen sorgten die Aktien von Puma Börsen-Chart zeigen . Sie stürzten um 14 Prozent ab, weil der französische Luxusmarken-Konzern Kering seine Mehrheitsbeteiligung an dem Sportartikelhersteller abgeben will. Händler führten den Kurssturz unter anderem darauf zurück, dass dadurch die Fantasie auf ein Übernahmeangebot für Puma zunichte gemacht worden seien. Mittelfristig sei aber positiv, dass Puma nun Chancen habe, in den Nebenwerteindex MDax Börsen-Chart zeigen aufzusteigen.


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Bitcoin fällt unter 14.000 US-Dollar-Marke

Die Kryptowährung Bitcoin/Dollar Börsen-Chart zeigen gab zuletzt wieder nach. Am Dienstag hatte die Digitalwährung nach ihrem jüngsten Kursrutsch wieder die Marke von 15.000 US-Dollar zurückerobert, rutschte nun aber unter die 14.000 Dollar Marke.

Chinas politische Führung hat laut einem Medienbericht Bitcoin Börsen-Chart zeigen -Schürfern die Beendigung ihrer Tätigkeit angeordnet. Es gehe um Kapazitäten, die für einen hohen Anteil des weltweiten Bitcoin-Angebots stehen, berichtete die US-Zeitung "Wall Street Journal" am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit Bezug auf mit der Sache vertraute Personen. Eine Task Force unter Federführung der Notenbank habe vergangene Woche die lokalen Behörden angewiesen, die Schließungen zu koordinieren. Der Ausstieg soll demnach "geordnet" und ohne eine festgelegte Deadline stattfinden. Die Notenbank habe auf Anfrage nicht reagiert.

Ein Vertreter einer lokalen Regulierungsbehörde in der westlichen Region Xinjiang hat laut dem Bericht am Mittwoch bestätigt, dass seine Behörde die Anordnung erhalten habe und befolgen werde. Für den Bitcoin Börsen-Chart zeigen bedeutet das Vorgehen Chinas einen schweren Schlag, der allerdings nicht ganz überraschend kommt. Bereits vergangene Woche hatten Medien über ein entsprechendes Vorhaben berichtet. Dabei war von einer möglichen Beschränkung des Stromverbrauchs die Rede.

Das krisengeschüttelte Venezuela treibt derweil die Pläne für eine eigene Digitalwährung zur Linderung seiner Finanznot voran. Die Kryptodevise mit dem Namen "Petro" solle in den nächsten Tagen ausgegeben werden, kündigte der linke Präsident Nicolas Maduro am Freitag an. Dabei gehe es um 100 Millionen "Petro" und damit ein Volumen von rund 5,9 Milliarden Dollar.

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