Mittwoch, 24. Januar 2018

Börse Ölpreis klettert auf höchsten Stand seit 2014, Dax fällt

Ölpumpen in Ohio (USA)
Getty Images
Ölpumpen in Ohio (USA)

Der Ölpreis steigt und steigt: Am Mittwochmorgen stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar um 50 Cent auf 63,46 US-Dollar. Zeitweise erreichte der US-Ölpreis bei 63,53 Dollar den höchsten Stand seit Ende 2014.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch beim Preis für Rohöl aus der Nordsee. Ein Fass der Sorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im März wurde zuletzt für 69,16 Dollar gehandelt. Das sind 34 Cent mehr als am Vortag. In der vergangenen Nacht hatte der Brentpreis bei 69,29 Dollar zeitweise den höchsten Stand seit Mai 2015 erreicht.

Als Grund für die steigenden Ölpreise gilt die Entwicklung der Ölreserven in den USA. Diese waren zuletzt mehrfach und zum Teil deutlich gefallen. Das kann ein Hinweis für ein geringeres Angebot oder eine steigende Nachfrage sein und stützt in der Regel die Ölpreise.

An der Börse gehen Dax-Anleger am Mittwoch unmittelbar vor Beginn der US-Bilanzsaison offenbar auf Nummer sicher und machen Kassen. Nach fünf Tagen mit Kursgewinnen in Folge verlor der deutsche Leitindex zur Eröffnung am Mittwoch 0,2 Prozent auf 13.355 Punkte.

Wegen der US-Steuerreform hätten zwar zahlreiche Firmen ihre Ergebnisziele zurückgeschraubt, sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. "Doch handelt es sich dabei um Einmaleffekte, die die Berichtssaison als Ganzes kaum verderben dürften. Aktuell zeichnet sich ein prozentual zweistelliges Gewinnplus im Vergleich zum Schlussquartal 2016 ab, getrieben von Tech- und Finanzwerten. Außerdem sollte die Steuerreform langfristig die US-Gewinne stärken." Am Freitag läuten die Banken JPMorgan und Wells Fargo die US-Bilanzsaison ein.

Bei den deutschen Aktienwerten gehörte Nordex mit einem Kursplus von 3,2 Prozent zu den Favoriten. Börsianern zufolge stuften die Analysten der Bank MM Warburg die Papiere des Windkraftanlagen-Bauers auf "Buy" von "Hold" hoch.

nis/dpa-afx

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