Sonntag, 21. Oktober 2018

Dow auf Rekordhoch, Kursrally im Dax Anleger feiern schon mal Trumps Steuergeschenke

Steuerreform in Sicht: Unternehmen profitieren, sozial Schwache zahlen nach Berechnungen des Tax Policy Centers mittelfristig drauf
Getty Images
Steuerreform in Sicht: Unternehmen profitieren, sozial Schwache zahlen nach Berechnungen des Tax Policy Centers mittelfristig drauf

Der Dax baut seine Gewinne am Nachmittag aus. An der Wall Street nähert sich der Dow Jones dem Rekordhoch von 25.000 Punkten: Anleger erwarten, dass die Steuersenkung für US-Unternehmen noch in diesem Jahr beschlossen wird. Die Kryptowährung Bitcoin nähert sich 20.000 Dollar.

Erholung an den deutschen Börsenplätzen: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Montag kräftig zugelegt und sein Rekordhoch von 13.520 Punkten wieder in den Blick genommen. Der deutsche Leitindex baute seine Gewinne bis zum Schluss des Xetra-Handels (18.30 Uhr) auf 1,6 Prozent aus und schloss bei 13.312 Punkten. Er erreichte so den höchsten Stand seit sechs Wochen.

Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten die Aktie von RWE Börsen-Chart zeigen und die Aktie der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen, die den höchsten Stand seit sechs Monaten erreichte.

Damit könnte sich der Dax Börsen-Chart zeigen nun oberhalb der seit Wochen umkämpften Marke von 13.200 Punkten abzusetzen - falls die US-Börsen ihre Rekordjagd fortsetzen. Trotz mehrerer Angriffe war der Dax an dieser Marke zuletzt immer wieder gescheitert. Auch die Nebenwerte-Indizes MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax Börsen-Chart zeigen verbuchten am Montag deutliche Gewinne.

Dow Jones nahe 25.000 Punkten - Anleger feiern Steuerreform

Die Aussicht auf drastische Steuersenkungen für Unternehmen hat die Wall Street zum Handelsstart am Montag unterdessen auf neue Rekordstände getrieben. Der US-Standardwerteindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen stieg in den ersten Minuten um 0,8 Prozent auf 24.845 Punkte. Das Börsenbarometer S&P 500 kletterte 0,7 Prozent auf 2694 Zähler, der technologielastige Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen auf 6981 Stellen.

In den USA soll die größte Steuerreform seit den 1980er Jahren vor Weihnachten verabschiedet werden. "Bis dahin werden Anleger alle Äußerungen von Unternehmen zu den Auswirkungen der Reform auf die Ergebnisse aufmerksam verfolgen", sagte Mike van Dulken, Chef-Analyst des Brokerhauses Accendo Markets. Die erste Abstimmung im Kongress ist für Dienstag Abend geplant.


Dax Realtime: Sehen Sie Dax, Dow und andere Indizes in Echtzeit


Vonovia dreht nach Buwog-Offerte ins Plus

Auf Unternehmensseite standen die Aktien von Vonovia Börsen-Chart zeigenwegen eines Übernahmeangebots für den österreichischen Konkurrenten Buwog im Mittelpunkt. Geboten werden 29,05 Euro je Aktie, was die Transaktion mit rund 5,2 Milliarden Euro bewertet. Händler verwiesen angesichts eines 18-prozentigen Aufschlags auf den Schlusskurs vom Freitag auf eine "ordentliche" Prämie. Nach schwächerem Start konnten sich die Vonovia-Papiere aber mit 1,4 Prozent ins Plus vorarbeiten. Buwog standen derweil in Wien mit einem kräftigen Sprung bei 28,88 Euro nur um einige Cent unter dem Angebotspreis.

RWE startet nach Kurssturz Erholungsversuch, Thyssenkrupp gefragt

Auf der Gewinnerseite des Leitindex standen die Aktien von RWE Börsen-Chart zeigenmit 3,6 Prozent Plus. Sie starteten einen weiteren Erholungsversuch, nachdem sie an den vergangenen drei Tagen wegen einer Gewinnwarnung der Ökostrom-Tochter Innogy um rund 19 Prozent eingebrochen waren. Stark gefragt waren auch Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigenmit einem Aufschlag von 2,77 Prozent. Die Papiere des Industriekonzerns knüpften so an ihren jüngsten Lauf an. Zwischenzeitlich erreichten sie bei 24,065 Euro den höchsten Stand seit etwa zehn Wochen.

Kursrally: Thales will Chipkarten-Hersteller Gemalto kaufen

Börsianer in Paris und Amsterdam deckten sich mit Aktien von Thales Börsen-Chart zeigen und Gemalto ein, sie stiegen um bis zu 9,6 und 6,7 Prozent. Der französische Rüstungskonzern Thales will den Chipkarten-Hersteller Gemalto kaufen. Analysten von Kepler Cheuvreux hoben den Daumen: Die Übernahme von Gemalto passe in die Strategie von Thales. Zudem profitiere der französische Staat, da es wohl keinen Jobabbau gebe.

Bitcoin peilt 20.000 Dollar an

Der Höhenflug der Kryptowährung Bitcoin Börsen-Chart zeigen ist unterdessen nicht zu bremsen: Der Preis für die älteste und größte Kryptowährung kletterte am Wochenende an einigen Handelsplätzen zeitweise über 20.000 Dollar. Am Montag kam der Bitcoin-Kurs wieder etwas zurück und schwankte zuletzt wieder um die Marke von 19.000 US-Dollar.

Getrieben wird die immer weiter steigende Nachfrage von einem weiteren Future auf die Cyberdevise, mit dem sie leichter handelbar wird.

Seit Sonntag können Investoren den Bitcoin-Terminkontrakt der renommierten Derivatebörse CME handeln. Damit kommt innerhalb einer Woche ein zweites solches Finanzprodukt an den Markt. Börsianer erwarten, dass sich dadurch die bislang völlig unregulierte, virtuelle Währung weiter etabliert. "Durch die Future steigt die Nachfrage", sagte Fondsmanager Shane Chanel vom Vermögensverwalter ASR Wealth Advisors.

Der Handel an der CME startete mit vergleichsweise niedrigen Umsätzen. Die Nachfrage nach dem Future der CBOE vor einer Woche war Börsianern zufolge höher. "Ich denke, viele Investoren lehnen sich erstmal zurück und wollen sehen, wie es läuft, bevor sie sich in den Markt wagen", sagte Spencer Bogart vom Wagniskapital-Spezialisten Blockchain Capital. Der Januar-Terminkontrakt stieg an der CME zeitweise auf 20.650 Dollar, fiel dann aber auf 19.290 Dollar. Der Referenzkurs war mit 19.500 Dollar bestimmt worden.

Mit den Futures können Investoren auf steigende oder fallende Bitcoin-Kurse wetten. Es wird damit für viele Anleger leichter, sich in dem Markt zu engagieren. Bitcoin Börsen-Chart zeigen sind seit Jahresbeginn um fast 2000 Prozent gestiegen, weil sich die Kryptowährung immer mehr etabliert. Die US-Technologiebörse Nasdaq und die Deutsche Börse denken ebenfalls über Bitcoin-Handelsprodukte nach.

Euro etwas fester

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Montag zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kletterte zeitweise deutlich über die Marke von 1,18 US-Dollar, kam zuletzt aber wieder etwas zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,1806 (Donnerstag: 1,1845) Dollar festgesetzt.

Positiv für den Euro hat sich laut Händlern die Hochstufung der Bonität des einstigen Krisenlandes Portugal durch die Ratingagentur Fitch ausgewirkt.

Portugals Staatsanleihen haben damit den sogenannten Ramschbereich verlassen, in dem ein Investment als spekulativ gilt. Nicht nur portugiesische Anleihen, sondern auch die Papiere anderer südlicher Länder der Eurozone profitierten von der Entscheidung.

mit Nachrichtenagenturen

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH