Montag, 11. Dezember 2017

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Börse Starker Dollar stützt den Dax

Euro-Dollar: Der Dollar erholt sich nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA. Dies hilft auch dem Dax

Der Dax erholt sich von seinen Anfangsverlusten. Der steigende Dollar und die Abwertung des Euro machen deutschen Anlegern Hoffnung. Für einen Kursrutsch im MDax sorgt der Möbelhändler Steinhoff. Der Bitcoin nimmt unterdessen Kurs auf 13.000 Dollar.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Nikolaustag zunächst kräftige Einbußen hinnehmen müssen, sich dann aber wieder erholt. Der Dax Börsen-Chart zeigen fiel zeitweise klar unter die Marke von 12.900 Punkten, konnte dann aber wieder seine Verluste nahezu komplett aufholen und die Marke von 13.000 Punkten wieder in den Blick nehmen. Zuletzt notierte der deutsche Leitindex bei 12.998 Punkten - ein Minus von 0,3 Prozent.

"Vor allem der Erholungsversuch an der Nasdaq Börsen-Chart zeigen sowie die deutliche Aufwertung des Dollar sorgen für Rückenwind an den europäischen Börsen", sagte ein Händler. Ein schwächerer Euro hilft europäischen Exporteuren.

Kursverluste in Asien hatten am Morgen die Stimmung getrübt: Eine Kehrtwende der USA in der Nahost-Politik sorgte für Nervosität bei den Anlegern in Asien. US-Präsident Donald Trump wird Regierungskreisen zufolge am Mittwoch Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen.

Auch die Nebenwerte-Indizes gaben kräftig nach. Der Nebenwerte-Index MDax Börsen-Chart zeigen brach zeitweise um rund 600 Punkte ein - ein Minus von 2,4 Prozent. Ein großer Teil der Kursverluste im MDax geht auf den Crash der Aktie des Möbelhändlers Steinhoff zurück, deren Kurs sich mehr als halbierte.

Dow Jones kaum verändert, Nasdaq im Plus, Dollar wertet auf

Die US-Aktienindizes haben sich am Mittwoch kurz nach dem Handelsstart nur wenig verändert präsentiert. Der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen Jones Industrial rückte um 0,03 Prozent auf 24 188,47 Punkte vor. Zum Wochenauftakt hatte der Dow angesichts der vom US-Senat abgenickten Steuerreform noch einen Rekord bei 24 534 Punkten erreicht. Auch der S&P 500 war auf ein Rekordhoch gestiegen. Danach nahmen die Anleger erst einmal Gewinne mit.

Die Gewinne an der Nasdaq Börsen-Chart zeigen fielen im frühen US-Handel etwas deutlicher aus. Hier wagten Investoren nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder den Einstieg.

Nikkei mit größtem Tagesverlust seit 8 Monaten

In China und Japan verloren die wichtigsten Indizes Nikkei Börsen-Chart zeigen und Hang Seng Börsen-Chart zeigen jeweils rund 2 Prozent. In Japan erlebte der Nikkei damit den größten Tagesverlust seit 8 Monaten. Die drohenden Unruhen im Nahen Osten sowie ein Preisrutsch bei Industriemetallen schlugen Anleger in die Flucht.

Steinhoff-Aktien brechen um mehr als die Hälfte ein

Im Nebenwerte-Index MDax Börsen-Chart zeigen gab es einen Kursrutsch bei Aktien des Möbelkonzerns Steinhoff. Die Titel brachen um 58 Prozent auf ein Rekordtief von 1,26 Euro ein. Am Vorabend hatte die Firma mitgeteilt, dass der Chef Markus Jooste zurückgetreten ist.

Das Unternehmen hatte nach der Untersuchung von Unregelmäßigkeiten durch die Prüfungsgesellschaft PwC die Vorlage der eigentlich angekündigten, ungeprüften vorläufigen Kennziffern für das vergangene Geschäftsjahr abgesagt.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt seit August wegen möglicher Bilanzfälschung gegen aktuelle und ehemalige Verantwortliche des deutsch-südafrikanischen Konzerns. Steinhoff hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Seit Jahresbeginn haben die Aktien rund 40 Prozent an Wert verloren.

Bitcoin steigt erstmals über 12.000 Dollar - 13.000 Dollar im Visier

Der Kurs des Bitcoin Börsen-Chart zeigen ist am Mittwoch erstmals über 12.000 US-Dollar gestiegen. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp kletterte der Wert einer Einheit der Digitalwährung bis zum Mittag sogar auf 12.800 US-Dollar - und nimmt damit binnen wenige Stunden die nächste Tausender-Marke ins Visier.

Die baldige Einführung von Terminkontrakten auf Bitcoins sorgt für einen spekulationsgetriebenen Kaufrausch bei der Digitalwährung - denn damit stößt die Digitalwährung ins traditionelle Finanzgeschäft vor.

Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC grünes Licht für diese Bitcoin-Futures gegeben. Die US-Börse CBOE will bereits Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen. Eine Woche später will der weltweit größte Börsenbetreiber, die Chicago Mercantile Exchange Group (CME), folgen. Auch bei der japanischen Tokyo Financial Exchange wird über die Einführung eines Bitcoin-Futures nachgedacht.

Durch die Einführung der Futures werden Bitcoins für institutionelle Investoren deutlich besser handelbar. Mit Future-Kontrakten werden Rohstoffe oder Finanzprodukte zu einem vorab festgelegten Preis zu einem bestimmten künftigen Zeitpunkt gehandelt. Dadurch können sich Käufer und Verkäufer gegen mögliche Preisschwankungen absichern. Terminkontrakte können aber auch für Spekulationen auf künftige Kursentwicklungen genutzt werden.

Euro gibt nach, Dollar wertet auf

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch in einem nervösen Handel wieder unter die Marke von 1,18 US-Dollar gefallen. Bereits am Vortag hatte der Euro Börsen-Chart zeigen deutlich nachgegeben.

Der November-Bericht zur Entwicklung der US-Beschäftigung im privaten Gewerbe sorgte für eine Aufwertung des US-Dollar. Er gilt als Indikator für den weitaus wichtigeren offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag.

Bayer wegen Xarelto-Streit unter Druck

Ein drohender langwieriger Rechtsstreit in den USA um den Gerinnungshemmer Xarelto setzte indes Bayer Börsen-Chart zeigen unter Druck: Vorbörslich verloren die Titel des Pharmakonzerns gut zweieinhalb Prozent. Ein Händler nannte das Urteil einer Jury in Philadelphia, die einer Frau insgesamt fast 28 Millionen US-Dollar zugesprochen hatte, ein "neues Damoklesschwert". Angesichts des enorm hohen Umsatzes des Medikaments sei die Entscheidung ein schwerer Schlag für die Leverkusener. Sie wollen gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Bei ProSiebenSat.1 Börsen-Chart zeigen nahmen die Anleger die Präsentation der neuen Unternehmensstrategie indes vergleichsweise gelassen auf: Auf Tradegate notierten die Anteilsscheine des Medienkonzerns moderat im Plus.

Die Titel von Delivery Hero Börsen-Chart zeigen büßten gut 6 Prozent ein, nachdem der Essenslieferant angekündigt hatte, sich am Kapitalmarkt frisches Geld für mögliche Übernahmen verschaffen zu wollen. Der Zeitpunkt für eine solche Maßnahme bereits wenige Monate nach dem Sprung aufs Parkett sei "recht ungewöhnlich", merkte ein Börsianer an.

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Mit Nachrichtenagenturen

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