Donnerstag, 14. Dezember 2017

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Kursrally Starker Euro bremst Dax

Der Dax klettert zum Wochenschluss erneut über die Marke von 13.000 Punkten, nachdem er die runde Marke am Vortag geknackt hatte. Im späten Handel stoppt jedoch der starke Euro den Dax-Höhenflug.

Kursgewinne des Dax-Schwergewichts Bayer Börsen-Chart zeigen haben den Dax am Freitag im frühen Handel erneut über die Marke von 13.000 Punkten getrieben. Bereits am Vortag hat der Index die runde Rekordmarke geknackt, war danach aber wieder zurückgefallen. Leichter Rückenwind für die Kurse kommt aus Asien, wo die Börsen zugelegt hatten. Auch die Nebenwerte-Indizes legten zu.

Am Nachmittag beendete der starke Euro Börsen-Chart zeigen jedoch den weiteren Aufschwung des Dax. Da die Inflation in den USA geringer ausgefallen ist als erwartet, stellen einige Marktteilnehmer nun wieder in Frage, ob die Fed im Dezember tatsächlich die Zinsen anheben wird. Diese Zweifel schwächten den Dollar und trieben den Euro deutlich über die Marke von 1,18 US-Dollar. Die Gewinne im Dax Börsen-Chart zeigen bröckelten daraufhin wieder ab, der deutsche Leitindex beendete den Xetra-Handel kaum verändert bei 12.991 Zählern.

Bayer verkauft Saatgut-Geschäft an BASF

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt gehörten die Titel von Bayer Börsen-Chart zeigen, sie legten um rund 1,5 Prozent zu. Der Chemie- und Pharmakonzern verkauft Teile seines Saatgut- und Herbizid-Geschäfts an BASF für 5,9 Milliarden Euro. Die BASF-Titel Börsen-Chart zeigen eröffneten den Handel ein Prozent schwächer.

Wall Street kaum verändert, Rechtskosten belasten Wells Fargo

An der Wall Street starteten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen kaum verändert in den Handel. Impulse kamen aus der Finanzbranche: Die mit den Folgen eines Scheinkonten-Skandals kämpfende US-Großbank Wells Fargo Börsen-Chart zeigen Fargo hat im dritten Quartal kräftige Geschäftseinbußen verkraften müssen. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss um 19 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar (3,9 Mrd Euro), wie das Geldhaus am Freitag mitteilte. Die Bilanz litt vor allem unter einer milliardenschweren Belastung durch Rechtskosten.

Wells Fargo versucht, nach einem Skandal um fingierte Konten Kundenvertrauen zurückzugewinnen. Es gab zahlreiche Entlassungen sowie Millionenstrafen von US-Behörden und Vergleiche mit Sammelklägern. Doch zuletzt musste die Bank eingestehen, dass die Affäre deutlich größere Ausmaße hat als zunächst angenommen.

US-Bilanzsaison entscheidet über weiteren Verlauf

Ob der Dax Börsen-Chart zeigen den Sprung über die 13.000-Punkte-Marke nachhaltig schafft, hängt Experten zufolge vor allem von den Quartalszahlen und Prognosen der Unternehmen ab. "Dann entscheidet sich, ob die Ampeln wieder auf Grün schalten oder endgültig auf Rot und wir eine Konsolidierung sehen", sagt Aktienhändler Stefan de Schutter vom Brokerhaus Alpha Trading.

Finanzmarktexperte Joachim Goldberg von der Beratungsfirma Goldberg & Goldberg erwartet weiterhin keine großen Sprünge an der Börse. Profi-Investoren seien eher auf dem Rückzug, während Private zukauften. "Während für die institutionellen Anleger das Glas beim Dax Börsen-Chart zeigen halb leer ist, scheinen die Privatanleger völlig anderer Meinung zu sein."

Euro steigt weiter - Inflationsdaten streuen Zweifel an Zinserhöhung in USA

Schwindende Zinserhöhungs-Fantasien in den USA haben am Freitag die Feierlaune der Dax-Anleger gebremst. Der Euro Börsen-Chart zeigen schoss nach schwächer als erwartet ausgefallenen US-Inflationsdaten in die Höhe und bremste den Rekordlauf des deutschen Leitindex, der zuvor auf bis zu 13.036 Punkte geklettert war. Denn durch eine stärkere Gemeinschaftswährung sinken die Absatzchancen der Exportunternehmen.

Die Verbraucherpreise in den USA legten im September wegen höherer Ölpreise zwar um 2,2 Prozent zum Vorjahresmonat zu. Die Kerninflationsrate, also bereinigt um die schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreise, verharrte allerdings bei 1,7 Prozent. Analysten hatten hier mit einem leichten Anstieg gerechnet. Dies dämpfte die Hoffnungen von Investoren auf einen schnellen Zinserhöhungskurs der US-Notenbank Fed.

Der Dollar schwächte sich auf breiter Front ab, wodurch der Euro um mehr als einen halben US-Cent auf 1,1874 Dollar zulegte.

Volkswirt Thomas Gitzel geht dennoch davon aus, dass die US-Währungshüter wie erwartet im Dezember die Zinsen erhöhen. "Es geht letztlich auch um die Glaubwürdigkeit der Fed, denn in den Projektionen der Währungshüter ist noch eine weitere Zinserhöhung im laufenden Jahr vorgesehen." Es sei aber nicht sicher, ob die Fed das Zinserhöhungs-Tempo 2018 halten könne. "Im kommenden Jahr wird das Motto dann einmal mehr lauten: wait and see."

Der Kurs des Euro hat am Freitag im frühen Handel leicht zugelegt. Am Morgen wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1850 US-Dollar gehandelt und damit etwas über über dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,1856 (Mittwoch: 1,1830) Dollar festgesetzt.

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