Dienstag, 17. Oktober 2017

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Börse Schwacher Euro stützt den Dax

An den Börsen sehen Anleger einer quälend langen Regierungsbildung in Deutschland entgegen. Der Euro gibt weiter nach. Der Dax hält sich über der Marke von 12.600 Punkten.

Die Nordkorea-Krise und die Ungewissheit über die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl haben am Dienstag die Anleger nicht nachhaltig aus der Ruhe gebracht. Der Dax Börsen-Chart zeigen drehte am Vormittag leicht ins Plus und kletterte wieder über die Marke von 12.600 Zählern. Auch die Nebenwerte-Indizes MDax Börsen-Chart zeigen und TecDax legten jeweils leicht zu. Vor allem der schwächere Euro sorgte für Rückenwind an den deutschen Handelsplätzen.

Zu den Kursgewinnern im deutschen Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen zählten die Aktien von Linde Börsen-Chart zeigen, Vonovia, Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen und RWE Börsen-Chart zeigen , die jeweils zwischen 1,5 und 3,5 Prozent zulegten. Die Aktien des Pharmakonzerns Merck Börsen-Chart zeigen gaben am Nachmittag dagegen einen Großteil ihrer frühen Gewinne wieder ab. Die Aktien von Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen , Henkel Börsen-Chart zeigen und Deutscher Börse fanden sich am Dax-Ende wieder.

US-Techwerte starten Erholungsversuch

Anleger nutzen die jüngsten Kursverluste von Apple Börsen-Chart zeigen, Amazon Börsen-Chart zeigen, Tesla Börsen-Chart zeigen & Co. zum Wiedereinstieg in US-Technologiewerte. An der Wall Street stieg der Nasdaq zur Eröffnung am Dienstag um 0,5 Prozent. In seinem Windschatten legten der Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen und S&P 500 jeweils 0,2 Prozent zu. Apple-Titel gewannen 1,2 Prozent und machten ihren Verlust vom Montag wieder wett. Facebook, die zum Wochenauftakt um 4,5 Prozent abgerutscht waren, kletterten 1,2 Prozent.

Der anhaltende Streit zwischen Nordkorea und den USA verhindere größere Kursgewinne, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Brokerhauses First Standard Financial. Einige Anleger überdächten ihre Engagements unmittelbar vor Ablauf des Quartals. Nordkorea drohte mit dem Abschuss amerikanischer Langstreckenbomber, weil die USA dem kommunistischen Land den Krieg erklärt hätten. Die USA wiesen dies zurück.

Siemens verhandelt mit Alstom über Zuggeschäft

Die Aktie von Siemens Börsen-Chart zeigen zeigte sich am Dienstag kaum verändert. Siemens und der französische Konkurrent Alstom steuern derzeit wegen großer Konkurrenz aus China auf eine Zusammenlegung ihrer Zugsparten zu. Nach dpa-Informationen dürfte der Siemens-Aufsichtsrat das Bündnis bereits an diesem Dienstag in einer außerordentlichen Sitzung beschließen. Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge gilt laut einem Pressebericht als aussichtsreicher Kandidat für die Führung eines möglichen gemeinsamen Zuggeschäfts. Der 48-jährige Manager solle den Vorstandsvorsitz übernehmen, während Siemens-Technikvorstand Roland Busch den Verwaltungsratsvorsitz bekommen dürfte, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"/Dienstag) unter Berufung auf französische Informanten.

Thyssenkrupp erschreckt Anleger

Marktanalyst Michael Hewson von CMC Markets UK macht die politische Unsicherheit nach der Bundestagswahl für die Zurückhaltung der Anleger verantwortlich. "Abgesehen von einem Scheitern von Angela Merkel hätte es für die politische Stabilität nicht schlimmer kommen können", so Hewson. Eine schnelle Regierungsbildung sei unwahrscheinlich, zumal die Landtagswahl in Niedersachsen in gut zwei Wochen zunächst wohl Priorität genieße.

Unternehmensseitig steht einmal mehr Thyssenkrupp Börsen-Chart zeigen im Fokus. Der Industriekonzern hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der europäischen Stahlsparte mit der von Tata Steel gut eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt besorgt. Der Kurs verlor vorbörslich gut 1 Prozent auf 24,37 Euro und somit nahe an den Platzierungspreis von 24,30 Euro je Aktie. Mit dem frischen Kapital will der Konzern das Wachstum im Industriegütergeschäft forcieren. Thyssenkrupp-Titel waren mit einem Abschlag von 1,7 Prozent größter Verlierer im Dax.

Euro notiert unter 1,19 Dollar

Die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen Börsen-Chart zeigenhat am Morgen Wandelschuldverschreibungen über 800 Millionen Euro am Markt platziert, um so die eigene Finanzierung günstiger zu gestalten. Wandeln die Käufer der Schuldscheine diese später in Aktien um, erhöht sich die Aktienzahl. Das lastete auf dem Kurs, der vorbörslich um 2 Prozent nachgab.

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Dienstag weiter unter der Marke von 1,19 US-Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1850 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1867 Dollar festgesetzt.

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mit Nachrichtenagenturen

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