Mittwoch, 20. September 2017

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Börse Dax nähert sich Rekordhoch

Der Dax setzt seine Erholung fort und klettert wieder über die Marke von 12.500 Punkten. Binnen 5 Handelstagen hat der Index rund 4 Prozent an Wert gewonnen. Vom Mitte Juni erreichten Rekordhoch trennen den Dax nur noch rund 300 Punkte.

Die Erholung geht weiter: Die steigende Risikobereitschaft der Anleger hat den deutschen Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen am Dienstag zeitweise über die Marke von 12.500 Punkte gehievt. Zuletzt stand das Barometer 0,4 Prozent höher bei 12.524 Punkten. Zu den Gewinnern gehörten neben den Bankenwerten Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen und Commerzbank Börsen-Chart zeigen auch die Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen: Der Konzern hatte am Vorabend auf der IAA angekündigt, bis 2025 rund 20 Milliarden Euro in 80 neue E-Modelle zu investieren.

Nach seinem bereits starken Wochenauftakt löse sich der deutsche Leitindex nun aus der ängstlichen Phase, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Zum positiven Umfeld trage auch bei, dass der Euro die Marke von 1,20 Dollar zuletzt nicht nachhaltig überwinden konnte.

Wall Street: Apple im Blickpunkt, S&P 500 auf Rekordhoch

An der Wall Street legten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen im frühen Handel um jeweils 0,3 Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 erreichte zugleich ein Rekordhoch. Am Vortag hatte der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen bereits um 1,2 Prozent zugelegt.

Unter den Einzelwerten dürften vor allem die Aktien von Apple Börsen-Chart zeigen im Blick stehen. In wenigen Stunden könnte eine neue iPhone-Generation vorgestellt werden. Viele Details wurden bereits durch Medienberichte sowie einen Software-Leak in letzter Minute bekannt. Vorbörslich stiegen die Apple-Papiere bereits um knapp 1 Prozent auf 163,51 Dollar. Erst Anfang September hatten sie bei knapp unter 165 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht.

Sorgen wegen Nordkorea und Irma lassen nach

Die Erleichterung über den vergleichsweise glimpflich ausgegangenen Wirbelsturm "Irma" ist nach wie vor groß, was sich auch an den jüngsten Kursgewinnen in den USA und in Asien ablesen ließ.

Anleger hofften zudem auf eine diplomatische Lösung des schwelenden Nordkorea-Konflikts und schalteten wieder in den Risikomodus, hieß es unter Händlern. Sie deckten sich am Dienstag mit Aktien ein und warfen die "Antikrisen-Währung" Gold aus den Depots.

Bankenwerte gefragt - Erholung der Renditen an den Anleihemärkten

Zudem präsentierten sich Bankenwerte stark. An der Dax-Spitze gewannen die Papiere der Commerzbank Börsen-Chart zeigen rund zweieinhalb Prozent. Die Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen gewannen auf Platz drei im Dax ebenfalls mehr als 2 Prozent.

Auch europaweit waren die Anteilsscheine von Geldhäusern am stärksten gefragt. Der Stoxx Europe 600 Banks kletterte um rund 1 Prozent nach oben.

Als Begründung für die Rally des Bankensektors wurde die jüngste Erholung der Renditen an den Anleihemärkten genannt. Niedrige Renditen belasten tendenziell die Erträge der Geldhäuser im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren.

Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen gewannen am Dienstag 2,22 Prozent auf 14,015 Euro und bauten ihren Vorsprung seit Donnerstag auf rund 6 Prozent aus.

Lufthansa auf 16-Jahres-Hoch

Mit Gewinnen präsentierten sich auch die Aktien der Lufthansa, die mit 23,14 Euro ihren höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren erreichten.

ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen setzen ihren Höhenflug vom Montag fort und stiegen um rund 1 Prozent. Anleger spekulieren darauf, dass es bald zu der mit Spannung erwarteten Stahlfusion mit dem indischen Rivalen Tata Steel kommt. manager magazin hatte am Vortag von einem Durchbruch bei den Verhandlungenberichtet. Auch die Papiere der Lufthansa Börsen-Chart zeigen waren mit einem Plus von mehr als 2 Prozent gefragt und zählten damit zu den größten Gewinnern.

In Asien präsentierten sich die Märkte überwiegend freundlich. Tokio zog der Nikkei-Index Börsen-Chart zeigen am Dienstag um 1,2 Prozent auf 19.776 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,1 Prozent auf 3380 Punkte.

Euro zum Dollar etwas schwächer

Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen hat sich am Dienstag bis zum Mittagshandel nur wenig bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1960 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1997 Dollar festgesetzt.

Während die Kursbewegung zwischen dem meistgehandelten Währungspaar Euro und Dollar gering blieb, legte das britische Pfund zu beiden Währungen um jeweils fast ein Prozent zu. Auslöser waren Inflationsdaten aus Großbritannien, die nicht nur über den Markterwartungen, sondern auch über der im Inflationsbericht zu findenden Prognose der britischen Notenbank lagen. Mit 2,9 Prozent befand sich die Inflationsrate im August zudem deutlich über dem Preisziel der Bank of England von zwei Prozent.

Am Markt nahmen die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der britischen Notenbank zu, woraufhin das Pfund stieg. Fachleute halten eine Zinsstraffung aber für unwahrscheinlich, weil dadurch die ohnehin schwächere Konjunktur zusätzlich gebremst würde. Allerdings gilt es als denkbar, dass am Donnerstag, wenn die Notenbank neue Entscheidungen bekanntgibt, die Stimmen der Befürworter von Zinsanhebungen lauter werden.

Dax-Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

mg/dpa/afx/rtr

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