Donnerstag, 21. September 2017

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Dax im Minus Starker Euro bremst Dax aus

Der Euro ist auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren geklettert. Dax-Anleger zogen sich deshalb zum Wochenauftakt zurück. Im Fokus standen die Aktien von Bayer und von Versicherern.

Der weiter starke Euro hat dem Dax Börsen-Chart zeigen am Montag kaum eine Chance für Kursgewinne gelassen. Während eines insgesamt lustlosen Verlaufs lugte der deutsche Leitindex nur einmal kurz in die Gewinnzone hinein, stand zum Handelsschluss dann aber 0,37 Prozent tiefer bei 12.123 Punkten.

Der MDax Börsen-Chart zeigen mit den Aktien mittelgroßer Unternehmen sank um 0,49 Prozent auf 24.642 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax Börsen-Chart zeigen verlor 0,48 Prozent auf 2255 Zähler.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi hatte auf der internationalen Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole Ende vergangener Woche kaum Hinweise auf den kurzfristigen Kurs seiner Geldpolitik gegeben und sich auch nicht zur Kursstärke des Euro geäußert.

Daraufhin war der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung mit über 1,19 US-Dollar auf den höchsten Stand seit gut zweieinhalb Jahren geklettert. Am Montag rückte er zuletzt auf 1,1969 Dollar vor. Eine starke Gemeinschaftswährung kann die Exporte der hiesigen Unternehmen in Länder außerhalb der Eurozone erschweren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1925 (Freitag: 1,1808) US-Dollar festgesetzt.

Im Fokus der Anleger standen Studiendaten zu Bayers Verkaufsschlager Xarelto sowie die Auswirkungen des Wirbelsturms "Harvey" in Südtexas auf die Versicherungsbranche.

Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die Versicherer unterschiedlich beeindruckt von Wirbelsturm "Harvey": Aktien des weltgrößten Rückversicherer Munich Re Börsen-Chart zeigen rutschten um 1,1 Prozent ab, Papiere der Hannover Rück Börsen-Chart zeigen verloren sogar 2 Prozent. Besser hielten sich die Aktien der Allianz Börsen-Chart zeigen, die lediglich rund 0,5 Prozent schwächer aus dem Handel gingen. Das "Wall Street Journal" wusste die Anleger zu beruhigen: Die Versicherer stünden insgesamt finanziell so gut da, dass sie der Wirbelsturm nicht allzu schwer treffen werde, hieß es.

Die Titel des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer Börsen-Chart zeigen profitierten nur kurzzeitig von einem weiteren Studienerfolg mit seinem wichtigsten Mittel Xarelto - zum Handelsschluss stand im schwachen Marktumfeld ein leichtes Minus von 0,05 Prozent. In einer großangelegten klinischen Studie konnte das Risiko von Schlaganfällen und Infarkten bei chronisch herz- und gefäßkranken Patienten deutlich gesenkt werden, wie Bayer mitteilte. Analysten trauen dem Blutgerinnungshemmer in diesem Bereich weitere Milliardenumsätze zu.

Gewinnmitnahmen bei Stada und BVB

Bei einigen zuletzt gut gelaufenen Titeln machten Beobachter Gewinnmitnahmen aus. Betroffen war der Arzneimittelhersteller Stada Börsen-Chart zeigen , dessen Aktien im MDax um fast 4 Prozent schwächer aus dem Handel gingen. Davor hatten sie dank der laufenden Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven allerdings in nur sechs Handelstagen fast ein Drittel an Wert gewonnen.

Einen ähnlich starken Kursanstieg haben seit Anfang August die Anteilsscheine des börsennotierten Fußballvereins Borussia Dortmund Börsen-Chart zeigen (BVB) hinter sich, die zuletzt vom guten Saisonauftakt und der Hoffnung auf hohe Transfererlöse für den stark umworbenen Jungstar Ousmane Dembélé profitiert hatten - nun ging es als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax um 4,71 Prozent bergab.

Zum Handelsschluss in Deutschland notierte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen 0,14 Prozent leichteranc. Der Technologiewerte-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen hingegen rückte um rund 0,3 Prozent vor.

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mg/rei/dpa-afx/rtr

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