Samstag, 22. Juli 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Börse Dax baut Gewinne aus - Dow-Rekord stützt Dax-Erholung

Der Dax steigt wieder über die Marke von 12.600 Zählern. Aussagen von Janet Yellen treiben den Dow auf ein Rekordhoch.

Rekorde in den USA, Erholung im Dax: Die Gewinne an den US-Börsen haben den deutschen Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen am Mittwoch weiter angetrieben. Der deutsche Leitindex baute am Nachmittag seine Gewinne deutlich aus und notierte zuletzt 1,6 Prozent fester bei auf 12.638 Punkten. Zu den größten Gewinnern im Dax zählten am Mittwoch die Aktien der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen, Daimler Börsen-Chart zeigen, Adidas Börsen-Chart zeigen und von BMW Börsen-Chart zeigen, die jeweils mehr als 2 Prozent zulegten.

Für Schub sorgten Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen, dass die US-Notenbank zwar weitere Zinserhöhungen plane, dabei aber behutsam vorgehen werde. An der Wall Street legten Dow Jones Börsen-Chart zeigen und Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen während der Rede Yellens vor dem US-Kongress jeweils 0,5 Prozent zu. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen erreichte im Handelsverlauf mit 21.542 Punkten sogar ein Rekordhoch.

Auch die deutschen Nebenwerte profitierten. Der MDax Börsen-Chart zeigen gewann ebenso deutlich hinzu wie der TecDax Börsen-Chart zeigen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 Börsen-Chart zeigen gewann zugleich rund 1 Prozent.

Deutsche Post 17 Jahre nach Börsengang auf Rekordhoch

Eine positive Studie der Deutschen Bank hat die Aktie der Deutschen Post Börsen-Chart zeigen am Mittwoch auf ein Rekordhoch getrieben. Bei 33,66 Euro erreichte die Aktie Gelb den höchsten Stand seit ihrem Börsengang vor rund 17 Jahren. Zuletzt betrug das Plus noch 1,33 Prozent auf 33,545 Euro.

Die Deutsche Bank hatte am Morgen das Kursziel für die Post-Aktie von 35 auf 40 Euro angehoben und ihre Kaufempfehlung "Buy" bekräftigt. Der Logistikkonzern habe Potenzial, mittelfristig noch deutlich stärker zu wachsen, schrieb Analyst Andy Chu unter Verweis auf das Express- und Paketgeschäft der Sparte DHL. Getrieben durch die Entwicklungen im elektronischen Handel rechnet Chu hier sowohl in Deutschland als auch in Europa mit einem strukturellem Wachstum, das mittelfristig den Markt überraschen dürfte.

Siemens mit Problemen in Russland

Nach dem Bekanntwerden vertrags- und sanktionswidriger Turbinen-Transporte auf die Krim stellt der Elektrokonzern Siemens Börsen-Chart zeigen seine Geschäfte in Russland auf den Prüfstand. "Man muss sicherlich überlegen, was das für die Beziehungen zwischen Siemens und dem Land bedeutet, da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", verlautete es aus Unternehmenskreisen. Am Vortag hatte Siemens erklärt, dass mindestens zwei von Siemens nach Russland gelieferte Gasturbinen vertrags- und sanktionswidrig auf die Krim weitertransportiert worden seien. Die Siemens-Aktie reagierte allerdings kaum.

Fraport mit mehr Passagieren

Im Blick steht auch Fraport Börsen-Chart zeigen , nachdem der Frankfurter Flughafen einen starken Start in den Sommer hatte. Im Juni zählte der Betreiber Fraport an Deutschlands größtem Flughafen rund 5,8 Millionen Passagiere und damit 5,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch im Frachtgeschäft zeigt die Entwicklung weiter aufwärts, was den Anteilsscheinen vorbörslich auf Tradegate ein Plus von etwas mehr als 1 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss bescherte.

Euro steigt auf Jahreshoch

Der Kurs des Euro Börsen-Chart zeigen hat am Mittwoch den Höhenflug der vergangenen Handelstage zunächst fortgesetzt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am frühen Morgen bei 1,1489 US-Dollar den höchsten Stand seit Mai 2016 erreicht hatte, drückten Gewinnmitnahmen den Kurs am Nachmittag vorübergehend unter die Marke von 1,14 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1449 (Dienstag: 1,1405) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8734 (0,8768) Euro.

Bilfinger und Siltronic revidieren Jahresziele

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt stehen Unternehmen mit geänderten Aussagen zu ihren Jahreszielen im Blick. Eine Gewinnwarnung belastete bereits vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate die Aktien von Bilfinger Börsen-Chart zeigen , die im Vergleich zum Xetra-Schluss um fast 3 Prozent nachgaben. Der kriselnde Industriedienstleister hatte am Vorabend wegen hoher Belastungen in den USA seine Prognose für das operative Ergebnis 2017 gesenkt.

Dagegen zeigte der Halbleiter-Zulieferer Siltronic nach einem deutlichen Preisanstieg im laufenden Jahr erneut etwas optimistischer für Umsatz und Profitabilität. Erst Ende April hatte Siltronic-Chef Christoph von Plotho zur Bilanzvorlage zum ersten Quartal die Ziele leicht erhöht. Auf Tradegate sprang das Papier vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss um etwas mehr als 5 Prozent hoch.

Ölpreise höher

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im September 48,21 US-Dollar. Das waren 69 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 75 Cent auf 45,79 Dollar.

Ein laut dem privaten Institut API deutlicher Rückgang der US-Ölreserven gab den Preisen in der Nacht auf Mittwoch deutlichen Auftrieb. Die Rohöllagerbestände sind demnach in der vergangenen Woche um über acht Millionen Barrel gesunken und damit viel deutlicher als erwartet. Auch die Benzinbestände gingen zurück. Der API-Bericht gilt als Vorabindikator für die offiziellen Zahlen zu den Ölreserven, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden.

Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

la/dpa-afx/rtr

Nachrichtenticker

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH