Donnerstag, 19. Oktober 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Börse Dax prallt an Rekordmarke ab - und schließt im Minus

Der Dax hat sich zum Wochenbeginn bis auf wenige Punkte an sein Rekordhoch herangetastet. Doch schwache US-Daten drückten den deutschen Leitindex zurück ins Minus. Tesla erreicht unterdessen ein Rekordhoch.

Erst Rekordjagd, dann der Rückschlag: Der Dax Börsen-Chart zeigen ist am Montagnachmittag nach festem Start zurück ins Minus gerutscht. Zum Handelsschluss auf Xetra (17.30 Uhr) stand ein Verlust von 0,4 Prozent auf 12.257 Punkte zu Buche. Börsianer verwiesen als Belastung auf enttäuschende Stimmungsdaten aus der US-Industrie für den Monat März.

Im frühen Handel hatte sich der deutsche Leitindex noch seiner Bestmarke bei 12.390 Zählern bis auf rund 15 Punkte genähert, bevor die Gewinne schmolzen.

Tesla auf Rekordhoch

An der Wall Street rutschte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen unterdessen um 0,3 Prozent ins Minus. In den USA gehörten die an der Nasdaq notierten Aktien von Tesla zu den größten Kursgewinnern. Tesla Börsen-Chart zeigen hatte im ersten Quartal einen Auslieferungsrekord geschafft. Die Aktie kletterte in den USA auf ein Rekordhoch von 293 US-Dollar.

Bei den Einzelwerten waren Sartorius Börsen-Chart zeigen gefragt. Die Aktien stiegen im Technologie-Index TecDax um 0,8 Prozent auf ein Rekordhoch von 82,93 Euro, nachdem der Laborausrüster sich dank einer Übernahme für 2017 höhere Finanzziele gesetzt hatte..

Aurelius-Aktien setzten ihren Erholungsversuch mit einem Plus von rund 4,5 Prozent fort. Sie waren in der vergangenen Woche nach einem vermuteten Angriff eines vermeintlichen Leerverkäufers massiv eingebrochen. Inzwischen hat Aurelius den Vorwürfen des Hedgefonds Gotham City widersprochen und prüft juristische Schritte gegen das Unternehmen.

Euro stärker, Ölpreise schwächer

Der Euro Börsen-Chart zeigen legte am Montag nach der Talfahrt der vergangenen Handelswoche wieder etwas zu. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0677 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs in der vergangenen Woche noch bis auf 1,0660 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,0691 Dollar festgelegt.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung beim Eurokurs. Im asiatischen Handel habe die Abwärtsdynamik der vergangenen Woche nachgelassen, kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In der vergangenen Woche war der Euro durch einen überraschend starken Rückgang der Inflation im Währungsraum belastet worden. Der Rückgang der Teuerung dämpfte die Spekulationen auf ein frühes Eindämmen der Geldflut durch die EZB.

Die Ölpreise sind am Montag leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Oil Spot Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 53,40 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai fiel um sieben Cent auf 50,53 Dollar.

Die Zahl der Ölbohrlöcher in den USA habe die Preise zum Wochenauftakt belastet, hieß es von Marktbeobachtern. Wie die Ausrüsterfirma Baker Hughes am Freitagabend mitteilte, stieg die Zahl der aktiven Bohrlöcher in der vergangenen Woche um zehn auf 662. Dies ist der höchste Stand seit September 2015.

Trotz der steigenden Ölproduktion in den USA zeigte sich der Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Mohammed Barkindo, nicht besorgt über ein zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt. Barkindo sagte am Sonntag, dass er vielmehr "vorsichtig optimistisch" sei, dass am Ölmarkt Angebot und Nachfrage ein Gleichgewicht finden würden.

Dax Realtime: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit

mg/dpa-afx

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH