Montag, 17. Dezember 2018

Möglicher Wechsel treibt Aktie von Juventus auf Rekordhoch Juventus Turin will bis zu 350 Millionen Euro für Christiano Ronaldo zahlen

Christiano Ronaldo: Zumindest auf dem Feld immer unter Hochspannung

Der italienische Meister Juventus Turin will offenbar bis zu 350 Millionen Euro für einen Transfer von Weltfußballer Cristiano Ronaldo investieren. Die Verhandlungen mit dem spanischen Champions-League-Sieger Real Madrid seien in vollem Gange, berichteten Marca und die Gazzetta dello Sport.

Laut Gazzetta will Juve für einen Vierjahresvertrag mit dem 33-jährigen Portugiesen 120 Millionen Euro an Gehalt bieten. Ronaldos Manager Jorge Mendes habe bereits mit Reals Boss Florentino Perez gesprochen, um die Möglichkeiten eines Wechsels abzuklopfen. Laut Marca sind die Verhandlungen schon weit gediehen.

Die Gerüchte über Ronaldos Wechsel zur alten Dame beflügelten die Aktien von Juventus Turin an der Mailänder Börse. Diese legte am Donnerstagvormittag in der Spitze um bis zu 10 Prozent auf das Rekordhoch von 0,8 Euro zu. In den letzten vier Tagen hat das Juve-Papier seinen Wert um 18 Prozent gesteigert.

"Es ist die Zeit gekommen, sich in Freundschaft zu trennen. Das ist das Beste für alle Beteiligten", schrieb Marca. Juves Coach Massimiliano Allegri unterbrach seinen Urlaub, um an einem Treffen mit Klubchef Andrea Agnelli und dem Management am Donnerstagvormittag in Turin teilzunehmen. Schwerpunkt des Treffens sei der bevorstehende Ronaldo-Transfer.

Aktie von Juve schießt um bis zu 10 Prozent hoch

Schon seit geraumer Zeit wird in Madrid darüber spekuliert, dass CR7 nach drei Champions-League-Triumphen in Folge den Königlichen den Rücken kehren möchte. Der Stürmerstar selbst hatte zuletzt mehrmals durchblicken lassen, Real Madrid verlassen zu wollen. Eigentlich läuft Ronaldos Vertrag noch bis 2021, darin ist eine Ablöseklausel von einer Milliarde Euro verankert.

Der in der Regel über Real Madrid sehr gut informierte Marca zufolge soll die Summe aber deutlich nach unten gesenkt worden sein und Real sich unter Umständen auch mit 100 Millionen Euro zufrieden geben.

Juve hofft ohnehin, diesen Betrag drücken zu können. Ex-Juve-Sportdirektor Luciano Moggi, der immer noch gute Verbindungen zum Verein hat, berichtete, dass Ronaldo sich bereits medizinischen Untersuchungen bei den Turinern unterzogen habe.

Der Trainer der italienischen Nationalmannschaft, Roberto Mancini, hofft, dass Juve die Verpflichtung des Portugiesen umsetzen kann. "Es wäre eine sehr wichtige Sache für die italienische Liga. Es könnte der Anfang davon sein, zur Pracht von vor 15 Jahren zurückzukehren, als alle Spitzenspieler in der Serie A waren", sagte Mancini.

sid/rei

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