Freitag, 9. Dezember 2016

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Delisting zu teuer Borussia Dortmund bleibt an der Börse

Sportlich und wirtschaftlich erfolgreich: Der BVB hat an diesem Wochenende in Nürnberg zwar nur ein Remis geholt, die Schwarz-Gelben führen aber weiter die Tabelle an

Der Fußball-Erstligist Borussia Dortmund hat über einen Rückzug von der Börse nachgedacht, bleibt aber weiter notiert. Ein Delisting hätte Vorteile, wäre aber zu teuer, so das Fazit. Die Fans und Aktionäre wird es freuen. Sie sollen eine deutlich höhere Dividende bekommen.

Berlin - Borussia Dortmund (BVB) hat über einen Rückzug von der Börse nachgedacht, hält diesen Schritt derzeit aber nicht für sinnvoll. "Ein Delisting hätte durchaus Vorteile, würde aber bei unserem aktuellen Kurs von rund 3,50 Euro sehr teuer werden", sagte BVB-Geschäftführer Hans-Joachim Watzke.

"Deshalb belassen wir es bei der Notierung", sagte der Manager "Euro am Sonntag". Watzke machte zugleich deutlich, dass die Aktie kein klassisches Börseninvestment ist. "Jeder BVB-Aktionär muss wissen, dass er in eine GmbH und Co. KG auf Aktien investiert", erläuterte er.

"Diese GmbH gehört zu 100 Prozent dem eingetragenen Verein. Und das typische Mitglied dieses Vereins möchte maximalen sportlichen Erfolg ohne Schulden - der interessiert sich nicht für Shareholder Value."

Die vergangene Saison war für den BVB aus wirtschaftlicher Sicht die beste in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Die Anteilseigner - darunter viele hartgesottene Anhänger des Clubs - sollen zehn Cent Dividende je Aktie bekommen. Im vergangenen Jahr waren es sechs Cent gewesen. Es war die erste Ausschüttung seit dem Börsengang im Jahr 2000.

Watzke sieht weiteres Wachstumspotenzial. Er setzt dem Bericht zufolge auf steigende TV- und Sponsoreneinnahmen sowie Zusatzerträge, wenn der BVB wie geplant ab 2015 das Catering im heimischen Stadion in Eigenregie betreibt.

rei/rtr

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