Montag, 18. Juni 2018

Aktienprofi Thomas Grüner rät Ruhe bewahren - und über Öl, Gold und China nachdenken

4. Teil: Automobilwerte

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Das Jahr 2016 könnte für die weltweiten Automobilhersteller zu einer Belastungsprobe werden. Zwar steigen die Absatzzahlen in Europa (gerade auch in den südlichen Staaten der Eurozone) und in den Vereinigten Staaten stabilisiert sich der Absatz, jedoch der mit Abstand wichtigste Markt für Kraftfahrzeuge ist mittlerweile China. Dort werden aktuell mehr Autos verkauft als in den USA und in der Eurozone zusammen.

Sowohl Massen- als auch Premiumhersteller haben in den vergangen Jahren auf die dortige rasant steigende Nachfrage reagiert und ihre Kapazitäten deutlich ausgebaut. Was passiert jedoch mit den chinesischen Autokäufern angesichts der Turbulenzen an den Börsen in Shanghai und Shenzhen?

Der wachsende chinesische Mittelstand, der durch die Regierung in den heimischen Kapitalmarkt fast schon gedrängt wurde, muss nun die herben Vermögensverluste verkraften und wird wohl nicht so konsumfreudig wie bisher die Nachfrage nach Automobilen anheizen.

Deswegen befinden sich viele Autobauer schon seit dem vergangen Sommer im Abwärtstrend - auch unabhängig von hausgemachten Problemen wie bei VW - und auch 2016 dürfte diese Branche vor einigen Herausforderungen stehen.

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