Dienstag, 11. Dezember 2018

Aktienprofi Thomas Grüner rät Ruhe bewahren - und über Öl, Gold und China nachdenken

2. Teil: Ölpreis

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Auch der Ölpreis kommt 2016 nicht aus den Startlöchern. Bereits seit Mitte 2014 ist ein stetiger Abwärtstrend intakt und die gängige Nordseesorte Brent Crude Oil Börsen-Chart zeigen hat mit dem jüngsten Preis von etwa 35 US-Dollar pro Barrel ein 7-Jahrestief erreicht.

Der Gründe für diesen Preisverfall liegen zum einen beim Schiefergas-Boom in den USA und der daraufhin zunehmenden Rohstoffunabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Zum anderen hat sich die OPEC unter der Führung Saudi-Arabiens beharrlich darauf festgelegt, die Förderquote nicht zu verringern, um ihren Marktanteil zu halten und die teureren Schiefergaskonkurrenten in die Knie zu zwingen.

Ob der Ölpreis nun seinen Boden gefunden hat, ist noch nicht klar. Allerdings ist es ebenso unwahrscheinlich, dass schnell wieder alte Höhen von 60-70 US-Dollar erreicht werden, sofern große geopolitische Risiken am Persischen Golf ausbleiben. An der Zapfsäule können die Kunden allerdings nicht vom aktuellen Literpreis Rohöl von 20 Euro-Cent profitieren. Bei einem Liter Benzin von 1,25 Euro behält der Fiskus etwa 84 Euro-Cent ein.

Wenn schon die Autofahrer kaum vom günstigen Ölpreis partizipieren können, dann ist das aktuelle Marktniveau immerhin für Käufer von Ölwerten interessant. Werte wie BP oder Royal Dutch Shell bieten Aufwärtspotential und schütten mit einer Dividendenrendite von 7-8 Prozent relativ viele Gewinne aus.

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