Freitag, 26. August 2016

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Rückkehr der Börsenbullen Warum der Dax wieder mit 10.000 Punkten flirtet

Dax 2016: Die Gewinner und Verlierer im Dax
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DPA

Der Dax nimmt nach seinem tiefen Sturz die Marke von 10.000 Punkten wieder in den Blick. Nach drei schwachen Börsenmonaten hoffen Anleger auf einen Börsenfrühling: Mit guten Gründen.

War da was? Um knapp 20 Prozent war der Dax Börsen-Chart zeigen im Börsenjahr 2016 zeitweise abgestürzt, Mitte Februar fiel der deutsche Leitindex bis auf 8752 Punkte. Doch seit etwa drei Wochen geht es an den Börsen wieder aufwärts: Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer ist seit dem 11. Februar um mehr als 10 Prozent gestiegen und nimmt nun sogar die Marke von 10.000 Zählern wieder in den Blick. Was ist passiert?

Dabei haben die politischen Risiken auf der Welt eher zugenommen. Der Bürgerkrieg in Syrien und die Flüchtlingskrise in Europa eskalieren, der Demagoge Donald Trump triumphiert bei den Vorwahlen in den USA, und die Konjunktur in China kühlt sich weiter ab: Erst am Montag meldete Peking einen weiteren Rückgang der Industrieproduktion.

Dass Anleger an der Börse dennoch neue Hoffnung schöpfen, hat mit einer Handvoll Faktoren zu tun, von denen sich die wenigsten mit harten Zahlen untermauern lassen. Nach dem Absturz der vergangenen Monate - der Dax beendete die Monate Dezember, Januar und Februar jeweils im Minus - kommen derzeit vor allem psychologische Faktoren zum Zuge.

Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten

Wochenlang haben schwache Konjunkturdaten aus China und aus Europa für Verkäufe an den Börsen gesorgt, inzwischen bewirken sie das Gegenteil. Der Hintergrund: Mit jeder weiteren schlechten Nachricht von der Konjunkturfront steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die People´s Bank of China und die EZB mit einer weiteren Geldschwemme dagegenhalten.

An diesem Montag hatte die chinesische Notenbank PBoC ihre Geldpolitik bereits weiter gelockert, nachdem die Industrieproduktion erneut zurückgegangen war.

In der Euro-Zone waren die Preise im Februar gefallen, das Risiko einer Deflation ist gestiegen: Daher gehen Anleger fest davon aus, dass EZB-Chef Mario Draghi in der kommenden Woche (10. März) die Geldschleusen weiter öffnen wird. Bislang gibt die EZB 60 Milliarden Euro pro Monat für den Kauf von Anleihen aus.

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