Dienstag, 17. Oktober 2017

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Börsenschluss Deutsche Bank und Commerzbank ziehen Dax ins Plus

Euro und Dollar: Der Dollar hat nach der Fed-Entscheidung seinen Kursverfall zunächst gestoppt

Die Fed wird im Oktober damit beginnen, ihre billionenschweren Wertpapierbestände langsam wieder abzubauen. Zudem ist eine weitere Zinserhöhung in den USA im Dezember wahrscheinlich. Dies stützt den Dollar und den Dax. Bankentitel legen deutlich zu.

Ausstieg aus der jahrelangen Krisenpolitik: Die US-Notenbank Federal Reserve hat am Mittwochabend den Startschuss für den Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände gegeben und eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende signalisiert. Dies stützte sowohl die US-Börsen als auch den US-Dollar.

Zu richtig großen Sprüngen reichte es am Donnerstag im Dax aber nicht: Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen stieg bis zum Handelsschluss um 0,3 Prozent auf 12.600 Zähler. Der MDax Börsen-Chart zeigen, in dem die Aktien mittelgroßer Konzerne vertreten sind, rückte 0,5 Prozent auf 25.582 Punkte vor. Der TecDax notierte am Abend um 0,1 Prozent leichter.

Commerzbank und Deutsche Bank gefragt

Die Aussicht auf eine Normalisierung der Geldpolitik in den USA verhalf Commerzbank Börsen-Chart zeigen und Deutscher Bank zu einem Kursplus von jeweils rund 3 Prozent. Die Commerzbank Börsen-Chart zeigen wurde außerdem erneut von Investoren-Phantasien gestützt: Erst am Vortag hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, dass die italienische HypoVereinsbank-Mutter Unicredit bei der Bundesregierung Interesse an der Commerzbank Börsen-Chart zeigen signalisiert habe. Demnach befindet sich aber auch dieses Vorhaben noch in einem frühen Stadium. Über Verkäufe des Anteils des Bundes wird seit Monaten spekuliert - allerdings müsste sich der Aktienkurs der Commerzbank noch mehr als verdoppeln, wenn der Bund seine Beteiligung ohne Verluste für den Steuerzahler losschlagen will.

Wall Street kaum verändert

Die Wall Street legte nach ihrer jüngsten Rekordjagd erst einmal eine Verschnaufpause ein. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen notierte zuletzt bei 22.401 Punkten. Damit bewegt sich der US-Leitindex aber weiterhin in der Nähe seines Tags zuvor bei gut 22.413 Punkten erreichten Höchststandes.

Gesprächsthema bleiben zunächst die Entscheidungen der Notenbank vom Mittwoch. Die Fed will an ihren für 2017 und 2018 geplanten Zinserhöhungen festgehalten. Damit erwarten die Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss weiterhin noch eine Leitzinsanhebung in diesem Jahr und drei weitere im kommenden Jahr. Zudem wird die Notenbank im Oktober mit ihrer Bilanzreduzierung beginnen.

An diesem Donnerstag nun rücken frische Konjunkturdaten in den Blick. So hellte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im September überraschend auf.

Google investiert in HTC-Experten

Google holt sich derweil in einer 1,1 Milliarden Dollar schweren Transaktion Experten vom schwächelnden Smartphone-Anbieter HTC und untermauert damit seine Ambitionen im Hardware-Geschäft. HTC steigt insofern entgegen einiger vorheriger Spekulationen nicht aus dem Smartphone-Geschäft aus, sondern betonte, dass das nächste Top-Modell in Arbeit sei.

Fed plant Zinserhöhung im Dezember

Die Fed ließ am Vorabend erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert. Gleichzeitig signalisierten die Notenbanker, dass sie auf Kurs zu einer weiteren Leitzinsanhebung in diesem Jahr bleiben. Diese dürfte im Dezember kommen. An den Finanzmärkten war zuletzt allerdings immer weniger mit einem neuerlichen Zinsschritt in diesem Jahr gerechnet worden.

Viele Investoren dürften nun umdisponieren, schätzen Marktbeobachter. Der US-Dollar wertete nach den Fed-Aussagen am Vorabend kräftig auf, der Euro fiel unter die Marke von 1,19 Dollar zurück, erholte sich dann aber wieder.

Euro gibt nach Fed-Entscheidung nach - und legt dann wieder zu

Die Stimmung der Investoren hellte der Kursverfall des Euro Börsen-Chart zeigen auf, der nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank mehr als einen US-Cent auf 1,1876 Dollar nachgab und damit heimische Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger machte. Am Donnerstag Vormittag kletterte der Euro jedoch wieder über die Marke von 1,19 US-Dollar, so dass auch die Erholung des Dax Börsen-Chart zeigen ins Stocken geriet.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland etwas zugelegt. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen beendete den Handel 0,2 Prozent höher, während der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen 0,1 Prozent verlor. Der S&P500 stieg um 0,1 Prozent.

In Tokio zog der Nikkei Börsen-Chart zeigen am Donnerstag um 0,2 Prozent auf 20.357 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,1 Prozent auf 3371 Punkte.

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