Freitag, 19. Oktober 2018

George Soros, Marc Faber, James Chanos Die Hausse der Untergangs-Propheten

Niemand sagt es offen, doch es gibt sie - die Moden an der Börse. Derzeit haben Untergangspropheten Hochkonjunktur. Kein Wunder.

Die düsteren Zeichen sind deutlich zu lesen. Der Brexit und die Frage, wie er abläuft und was für wirtschaftliche Schäden er anrichtet. Die Zukunft der USA unter einem neuen Präsidenten Donald Trump. Die Folgen eines weiteren Absinkens des chinesischen Wachstums. Viele Fragen sind offen. Und vor allem düstere Antworten denkbar. Entsprechend haben die Mahner Hochkonjunktur.

Ohne Chinas Nachfrage zum Beispiel tun sich Europas Industrieunternehmen schwer, weiterhin Erfolgsgeschichten zu schreiben. Schreiben nicht nur Journalisten. Auch James Chanos mit seinem Hedgefonds Kynikos ist in Sachen China extrem skeptisch, dort blase sich etwas Ähnliches auf wie in den USA in den Jahren 2007, 2008 - eine Blase aus schlampigen Krediten, basierend auf schwachen Sicherheiten, knurrt er gegenüber "businessinsider".

Ein harter Brexit wiederum könnte dafür sorgen, dass britische Exportunternehmen von einem Pfund profitieren, das möglicherweise noch schwächer ist als der Euro. Ein Problem für die Weltkonjunktur. Fondsmanager weltweit sind daher skeptisch. Das ergibt eine Umfrage, wie sie Bank of America (BoFa) Merrill Lynch regelmäßig unter Fondsmanagern durchführt. Die Stimmung ist fast auf dem Tiefpunkt, fasst "Fonds Professionell" zusammen. Eine ganze Reihe bekannter Finanzexperten kann da nur nicken.

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