Montag, 27. Juni 2016

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Börse Dax und Dow tendieren fester

Im Dax haben derzeit die Bullen die Oberhand

Nach den drastischen Verlusten des Vortags steigt der Dax wieder. Einmal mehr beflügelt die Hoffnung auf billiges Notenbank-Geld die Fantasien der Investoren.

Die überraschende Einführung von Negativzinsen seitens der japanischen Notenbank sowie ein Erlahmen der US-Konjunktur hat am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der Dax Börsen-Chart zeigen stand am späten Nachmittag 1 Prozent im Plus bei 9737 Punkten.

Auch die US-Aktienmärkte setzten ihren Erholungskurs fort. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen sprang um 1,2 Prozent auf 16.270 Zähler. Die US-Konjunktur lahmt und lässt die Aussichten auf eine rasche Zinserhöhung schwinden. Ende 2015 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet nur um 0,7 Prozent zu, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Sommer gab es noch ein Plus von 2,0 Prozent. Der starke Dollar setzt der Wirtschaft immer mehr zu, da sich US-Produkte auf dem Weltmarkt verteuern. Die Exporte schrumpften dementsprechend um 2,5 Prozent.

Die an den Kapitalmärkten weitgehend unerwartete Einführung von Negativzinsen in Japan sowie der Beschluss, die jährliche Geldmenge weiterhin unverändert auszuweiten, trieb bereits die Märkte in Asien hoch. "Es ist klar, dass sie nicht die letzte Notenbank sein wird, die in den kommenden Monaten zu solchen Maßnahmen greifen wird", sagte Analyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. "Die EZB hat bereits angedeutet, dass sie die Geldpolitik bei ihrer Ratssitzung im März weiter lockern wird."

Für positive Stimmung an den Aktienmärkten sorgte außerdem der wieder steigende Ölpreis. Dank der Hoffnungen auf ein geringeres Überangebot verteuerte sich die richtungsweisende Sorte Brent Börsen-Chart zeigen aus der Nordsee um bis zu 2,8 Prozent auf 34,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Russischen Angaben vom Vortag zufolge hat Saudi-Arabien eine Drosselung der Ölproduktion um bis zu fünf Prozent vorgeschlagen. Die Experten der ANZ Bank warnten jedoch vor überzogenen Erwartungen. "Die Wahrscheinlichkeit einer Einigung ist extrem gering. Ohne eine Förderkürzung besteht das Risiko weiterer Preisrückgänge." Seit Mitte 2014 hat sich Erdöl um rund 70 Prozent verbilligt.

Deutsche Bank erholen sich etwas

Im Dax erholte sich die Papiere der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen nur zeitweise. Zuletzt verloren sie 0,5 Prozent und blieben damit in Sichtweite ihres Rekordtiefs von vor 7 Jahren. Nachdem der deutsche Branchenprimus vor etwas mehr als einer Woche einen milliardenschweren Rekordverlust für 2015 gemeldet und am Donnerstag nun einen radikalen Umbau angekündigt hatte, sind zunehmend mehr Analysten skeptisch gestimmt. Immer noch folgen täglich neue Abstufungen oder Kurszielsenkungen.

In den Fokus unter den Einzelwerten rückten vor allem die Immobilienaktien: Um 1,8 Prozent legten die Anteilsscheine des größten deutschen Wohnimmobilienkonzerns Vonovia Börsen-Chart zeigen zu. Im Übernahmekampf mit der Deutschen Wohnen hatte Vonovia erst kürzlich die formale Mindestannahmeschwelle von 57 auf 50 Prozent gesenkt. Die Annahmefrist zur Andienung von Deutsche-Wohnen-Aktien wurde zudem um zwei Wochen verlängert.

Unsere Börsenseite: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit


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