Samstag, 3. Dezember 2016

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Börse Dax schließt auf 14-Monats-Tief

Dax 2016: Die Gewinner und Verlierer im Dax
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DPA

Zum Ende einer erneut schwachen Börsenwoche gibt der Dax weiter nach. Nach enttäuschenden US-Jobdaten schließt der deutsche Leitindex unter 9300 Zählern und damit auf dem tiefsten Stand seit Dezember 2014.

Anleger bleiben nervös: Der Dax Börsen-Chart zeigen hat am Freitag in Reaktion auf einen enttäuschenden Bericht vom US-Arbeitsmarkt stark geschwankt und letztlich erneut im Minus geschlossen. Zum Handelsschluss auf Xetra notierte der deutsche Leitindex 1,1 Prozent im Minus bei 9286 Zählern. Damit hat der Index in der ersten Februar-Woche einen Verlust von rund 5 Prozent erlitten. Seit Jahresbeginn hat der Dax mehr als 13 Prozent an Wert verloren.

An der Wall Street notierte der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen zum Handelsschluss in Europa 1,1 Prozent im Minus bei 16.214 Punkten. Grund für die Zurückhaltung der Anleger: In der US-Wirtschaft sind zu Jahresbeginn weniger Stellen entstanden als erwartet.

Nur 150.000 neue Jobs, doch Arbeitslosenquote auf Achtjahrestief

Die Zahl der neuen Jobs stieg im Januar um 151.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag bekanntgab. Ökonomen hatten mit 190.000 gerechnet. Der Vormonatswert wurde zugleich um 30.000 auf 262.000 nach unten revidiert. Die getrennt erhobene Arbeitslosenquote fiel im Dezember um einen Tick auf 4,9 Prozent, den niedrigsten Stand seit rund acht Jahren.

Obwohl praktisch Vollbeschäftigung herrscht, hat die Notenbank Fed es nach der Zinswende vom Dezember nicht eilig mit weiteren Erhöhungen.

Euro gibt wieder etwas nach

Für etwas Entspannung im Dax Börsen-Chart zeigen sorgte der jüngste Rückschlag des Euro zum US-Dollar. In den vergangenen Tagen hatte der Sprung der Gemeinschaftswährung auf den höchsten Stand seit drei Monaten dem Markt schwer zugesetzt, bremst ihre Aufwertung doch die Gewinnaussichten im Export.

Der Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen kletterte am Freitag Mittag zunächst auf ein Dreieinhalb-Monats-Hoch von 1,1243 Dollar und rauschte anschließend auf 1,1115 Dollar herunter. Die Ölpreise schwankten vom Plus ins Minus.

Daimler, BMW und VW im Vorwärtsgang

Zu den wenigen Gewinnern gehörten in Folge der Euro-Schwäche die Autotitel, die sich nach den Verlusten der vergangenen Tage berappeln konnten. Bei Daimler Börsen-Chart zeigen , denen tags zuvor nicht einmal starke Geschäftszahlen geholfen hatten, stützte auch der rekordhohe Januar-Absatz die Stimmung.

Für BMW Börsen-Chart zeigen ging es ebenso aufwärts wie für VW. Die Vorzugsaktien vo Volkswagen Vz. Börsen-Chart zeigen gewannen rund 2 Prozent. Dass die Wolfsburger wegen des Abgas-Skandals die Vorlage ihres Jahresabschlusses und die Hauptversammlung verschieben, schockte die Anleger nicht.

ThyssenKrupp unter Druck

Zu den Verlierern am hiesigen Aktienmarkt gehörten ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen, die ein halbes Prozent einbüßten. Börsianer sahen schlechte Nachrichten eines Konkurrenten als Belastung, erinnerten aber auch daran, dass die Aktie vortags zu den Favoriten der Anleger gehört hatten. Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal streicht seinen Aktionären nach einem Verlustjahr die Dividende und geht eine milliardenschwere Kapitalerhöhung an.

LinkedIn-Aussagen belasten Xing

Die Aktien des Online-Karrierenetzwerks Xing waren mit fast 4 Prozent Minus größter vorbörslicher Verlierer im Technologiewerte-Index TecDax . Sie litten einem Händler zufolge darunter, dass US-Konkurrent Linkedin am Donnerstag nach der Schlussglocke an der Wall Street einen Verlust für das Schlussquartal 2015 berichtet und einen überraschend schwachen Ausblick gegeben.

Daraufhin brach die US-Aktie am Freitag um rund 40 Prozent ein. "Normalerweise hat Linkedin nur einen begrenzten Einfluss auf Xing, aber diese Nachricht ist gewiss nicht positiv", sagte der Händler.

Unsere Börsenseite: Hier sehen Sie Dax und Dow in Echtzeit


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ts/dpa-afx/Reuters

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