Sonntag, 4. Dezember 2016

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Kurseinbruch an der Börse Dax verliert 1000 Punkte in 8 Tagen

Abwärts: Der Dax brach am Freitag erneut ein

Der Dax Börsen-Chart zeigen ist am Freitag erneut stark unter Druck geraten. Der Index fiel mit einem Minus von 2,4 Prozent auf 10.340 Punkte und sank damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Seit der EZB-Sitzung am 3. Dezember hat der Dax damit rund 1000 Punkte verloren, das ist ein Minus von mehr als 8 Prozent.

Alle Dax-30-Werte notierten im Minus - größte Verlierer waren Eon, Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen mit Verlusten zwischen 3 und 4 Prozent.

Ölpreis auf Siebenjahrestief

Druck auf die Börsen brachte neben der schwachen Wall Street vor allem der extrem schwache Ölpreis, zumal die Internationale Energieagentur IEA nicht von einem raschen Abebben der Ölschwemme ausgeht. Die Preise für Brent und WTI sanken am Freitag auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren. Brent verbilligte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 38,90 Dollar je Fass. WTI wurde mit 36,12 Dollar je Barrel zeitweise 1,7 Prozent tiefer gehandelt. Der schwache Ölpreis wird als Indiz für weltweite Konjunktursorgen gesehen.

Euro bei 1,0953 US-Dollar

Zudem legte der Kurs des Euro in Dollar Börsen-Chart zeigen weiter zu. Eine starke Gemeinschaftswährung wieder erschwert deutschen Firmen den Export von Gütern außerhalb der Eurozone und drückt auf die Gewinne. Der Euro wurde bei 1,0959 US-Dollar gehandelt.

Wall Street mit Verlusten - Aktien der Chemieriesen schwächer

An der Wall Street startete der Dow Jones Börsen-Chart zeigen 1,2 Prozent tiefer bei 17 367 Punkten. Auf Wochensicht läge er damit knapp 3 Prozent im Minus.

Die zuletzt spekulierte Mega-Fusion in der Chemiebranche wurde am Freitag vor Börsenstart bestätigt: Die Großkonzerne Dupont und Dow Chemical Börsen-Chart zeigen schließen sich zusammen. Dabei entsteht ein Branchengigant mit einer Marktkapitalisierung von rund 130 Milliarden Dollar. Dies ist die größte Firmenhochzeit in der Branchengeschichte. Vor Börsenstart gaben die Aktien von Dupont um rund fünf Prozent nach, Papiere von Dow Chemical Börsen-Chart zeigen um anderthalb Prozent.

Internationale Energieagentur geht von noch höherer Ölförderung aus

Ein Grund für die erneuten Verkäufe am Ölmarkt war eine Prognose der Internationalen Energieagentur (IEA). Ihre Experten gehen davon aus, dass die Opec-Staaten ihre Ölförderung 2016 um 1,6 auf 31,3 Millionen Barrel pro Tag anheben werden. Daher werde trotz der rückläufigen Fördermengen in den USA das Angebot die Nachfrage noch bis mindestens Ende kommenden Jahres übersteigen.

Rohstoffpreise unter Druck: Aurubis bricht ein

Im Nebenwerteindex MDax Börsen-Chart zeigen brachen die Aktien von Aurubis um 9,7 Prozent ein. Die Kupferhütte stellte für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein "deutlich geringeres" operatives Ergebnis in Aussicht. DZ Bank-Analyst Dirk Schlamp bemängelte zudem, dass die Prognose "recht unpräzise" sei. Die Titel des Aurubis-Großaktionärs Salzgitter büßten 1,7 Prozent ein.

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ts/la/rei mit Nachrichtenagenturen

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