Mittwoch, 20. September 2017

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Börse Dax verteidigt Wochengewinn - trotz Euro-Rally

Der deutlich gestiegene Euro bremst den Dax nur leicht

Der Dax verliert zum Wochenschluss an Schwung, verteidigt aber die Marke von 12.300 Zählern. Trotz der weiteren Aufwertung des Euro hat der Dax in dieser Woche um mehr als 200 Punkte zugelegt.

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben zum Wochenschluss keine großen Sprünge mehr gewagt. Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen machte bis zum Freitagmittag anfängliche Verluste wett und schloss zum Handelsschluss des Computerhandels Xetra (17.30 Uhr) 0,1 Prozent höher bei 12.303 Punkten. An der Wall Street notierte der Dow Jones Börsen-Chart zeigen am frühen Abend ebenfalls 0,1 Prozent im Plus, während der Technologie-Index Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen um 0,3 Prozent nachgab.

Tags zuvor hatte der Dax Börsen-Chart zeigen noch seinen jüngsten Anstieg zeitweise bis auf 12.363 Punkte fortgesetzt, bevor die Gewinne letztlich zusammenschmolzen. Auf Wochensicht bedeutet das aber immer noch ein Plus von knapp 2 Prozent an. Zu den Gewinnern im Dax zählten zum Wochenschluss die Aktien von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen und der Commerzbank.

Hurrikan Irma nimmt Kurs auf Florida

Im Blick behielten die Anleger auch die jüngsten Wetterextreme und Naturkatastrophen. So schwächte sich der Hurrikan "Irma" auf seinem Weg durch die Karibik zwar von einem Sturm der höchsten Warnstufe fünf auf Stufe vier ab, bleibt damit aber weiter sehr gefährlich. Zudem wurde Mexiko von einem der bisher schwersten Erdbeben erschüttert.

Im Dax notierten die Aktien von ThyssenKrupp Börsen-Chart zeigen an der Dax-Spitze. Der Industriekonzern hatte tags zuvor mit dem endgültigen Abschluss des Verkaufs seines brasilianischen Stahlwerks einen Schlussstrich unter eine milliardenschwere Fehlinvestition gezogen. Analyst Bastian Synagowitz von der Deutschen Bank sprach nun von einem wichtigen Schritt, der die finanzielle Belastung und die Unsicherheit um die Umstrukturierung des Unternehmens verringere.

Volkswagen gefragt, Medigene sehr schwach, Evotec steigt weiter

Die Vorzugsaktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen gewannen zuletzt noch rund 0,6 Prozent. Der Autobauer will die interne Umstrukturierung des Konzerns weiter vorantreiben. Ein neues Team arbeite an dem Verkauf von Bereichen, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählten, sagte Unternehmenschef Matthias Müller dem "Wall Street Journal".

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt gehörten Medigene Börsen-Chart zeigenmit einem Kursminus von mehr als 5 Prozent. Die Biotech-Firma gibt neue Aktien aus, um eine zwei Millionen Euro schwere Zahlung für einen Erfolg bei der Medikamenten-Entwicklung zu finanzieren. Dagegen setzten die ebenfalls im TecDax notierten Aktien von Evotec Börsen-Chart zeigen ihre Kursrally fort und gewannen knapp 3 Prozent hinzu.

Euro weiterhin über 1,20 US-Dollar

Auf der Stimmung lastete auch am Freitag die kräftige Aufwertung des Euro Börsen-Chart zeigen, die Waren heimischer Firmen auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig macht. Die Gemeinschaftswährung war mit 1,2092 Dollar so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren. Darüber hinaus rechnen einige Börsianer mit weiteren Provokationen Nordkoreas in Richtung USA, weil das Land am Wochenende seinen Unabhängigkeitstag feiert.

Ölpreise steigen

Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im November 54,75 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 15 Cent auf 49,24 Dollar.

Am Markt wurden die Preiszuwächse von Rohöl vor allem mit dem deutlich schwächeren US-Dollar begründet. Ein schwacher Dollar vergünstigt Rohöl für Nachfrager außerhalb des Dollarraums. Gestützt werden die Ölpreise zudem durch die weiter anlaufende Produktion der US-Raffinerien im Golf von Mexiko, die wegen des Wirbelsturms Harvey zeitweise geschlossen werden mussten. Der schwere Hurrikan Irma, der am Wochenende Florida erreichen soll, hat bisher kaum Auswirkungen auf den Ölmarkt, heißt es.

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