Mittwoch, 20. März 2019

Von "Betrug" zum "Heiligen Gral" Bitcoin über 10.000 Dollar - und JP Morgan denkt ganz fix um

Bitcoin: Für JP Morgan erst Teufelszeug, jetzt heiliger Gral

Erholung nach dem Kurssturz: Die Digitalwährung Bitcoin Börsen-Chart zeigen ist an der Handelsplattform Bitstamp wieder über die Marke von 10.000 Dollar gestiegen. In der Nacht zu Freitag notierte sie mit 10.063 Dollar rund sechs Prozent im Plus. Die Investoren steigen wieder ein, nachdem die Cyberwährung rund 70 Prozent von ihrem Rekordstand im Dezember gefallen war und zeitweise wieder unter 6000 Dollar notierte.

Cyberwährungen hatten zuletzt eine Berg- und Talfahrt hingelegt. So kostete kurz vor Weihnachten 2017 ein Bitcoin Börsen-Chart zeigen rund 20.000 Dollar und legte damit binnen eines Jahres fast 2000 Prozent zu. Kurz danach ging es steil bergab und auch wieder aufwärts. Politiker und Finanzaufseher warnen auch wegen der Kursschwankungen vor einem Investment.

Vom Teufelszeug zum "heiligen Gral" - JP Morgan denkt um

Zu den größten Kritikern von Bitcoin gehörte noch vor wenigen Wochen JP Morgan-Chef Jamie Dimon, der Bitcoin als Betrug und Teufelszeug bezeichnete. Er würde jeden feuern, der mit der Cyberwährung Handel treiben würde, so Dimon.

Umso bemerkenswerter nun der Sinneswandel, der offenbar auch in den Handelsabteilungen von JP Morgan Einzug hält: In einer Mitteilung vom 9. Februar an Kunden des Bankhauses bezeichnen Analysten von JP Morgan Bitcoin-ETFs als "heiligen Gral".

Exchange Traded Funds (ETF), die auf Bitcoin basieren, haben nach Ansicht der JP Morgan Analysten mehrere Vorteile: Sie bieten Investoren Zugang zur Kursentwicklung des Bitcoin, ohne dass diese die Kryptowährung physisch erwerben müssten. Sie seien leichter handelbar und böten Anlegern die Chance, auf einfache Weise an der Bitcoin-Kursentwicklung teilzuhaben. Zudem seien Bitcoin-ETFs "in hohem Maße transparent". Käufer von ETFs gingen zudem nicht das Risiko ein, dass ihnen Bitcoin aus ihrer Wallet entwendet würde. Die Einführung von Bitcoin-ETF könnte auf die Entwicklung der Cyberwährung eine ähnlich starke Auswirkung haben wie damals die Einführung von Gold-basierten-ETF auf den Goldpreis hatte.

Derzeit befinden sich verschiedene Bitcoin- und Kryptogeld-ETF in Genehmigungsverfahren der US-Finanzaufsicht. Beobachter halten es nur für eine Frage der Zeit, bis der erste Bitcoin ETF zugelassen wird.

Goldman Sachs: Die meisten der 1500 Digitalwährungen werden untergehen

Ein Großteil der derzeit rund 1500 Kryptowährungen wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen nicht lange existieren. Vielmehr dürfte nur eine kleine Anzahl wettbewerbsfähiger Arten überleben, schreibt Steve Strongin, Chef für "Investment Research" bei Goldman Sachs, in einer Studie. Die starken Kursschwankungen von Bitcoin Börsen-Chart zeigen und Co. sprechen laut Strongin für eine Preisblase, also ein nicht nachhaltiges Kursniveau. Derzeit stehen faktisch alle Digitalwährungen unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend sind in erster Linie Regulierungsbestreben in vielen Industrie- und Schwellenländern.

Raus oder rein: Die Psychologie der Bitcoin-Bullen

Die Meinungen zu Digitalwährungen gehen grundsätzlich stark auseinander: Befürworter preisen den technischen Fortschritt und schätzen die Unabhängigkeit von staatlicher Kontrolle. Kritiker monieren, bei Bitcoin Börsen-Chart zeigen und anderen Kryptowährungen handele es sich nicht um Währungen im klassischen Sinne, weil zentrale Eigenschaften wie Wertstabilität fehlten. Außerdem wird die hohe Missbrauchsgefahr aufgrund der Anonymität des Zahlungsprozesses moniert.

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