Dienstag, 20. November 2018

Zulassung von ETFs vertagt - Kurssturz bei Kryptowährungen Bitcoin verliert eine Milliarde Dollar - pro Stunde

Bitcoin-Kurssturz: Die Kryptowährung ist auf den tiefsten Stand seit Juni gefallen, da die Zulassung von ETFs weiter auf sich warten lässt

In Handel mit Digitalwährungen haben sich die jüngsten Kursverluste am Dienstag fortgesetzt. Neben dem Bitcoin (den aktuellen Bitcoin-Kurs finden Sie hier) kam es auch zu einem Ausverkauf bei anderen bekannten Digitalwährungen wie Ether oder Ripple.

Am frühen Morgen fiel der Kurs des Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp unter 6000 US-Dollar und erreichte bei 5880 Dollar den tiefsten Stand seit Juni. Als Ursache für die Talfahrt gilt die Tatsache, dass die Zulassung von börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETFs) in den USA weiter auf sich warten lässt. Einige Anleger befürchten, dass die Bitcoin-ETFs entgegen erster Ankündigungen doch nicht zugelassen werden.

Innerhalb von neun Handelstagen hat der Bitcoin rund 1000 US-Dollar an Wert verloren. Sollte die bedeutende 6000 Dollar-Marke preisgegeben werden, droht ein weiterer Fall in Richtung Jahrestief bei 5769 US-Dollar. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden ging die Marktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes um 24 Milliarden US-Dollar zurück. Das entspricht einer Milliarde pro Stunde oder einen Rückgang von 12 Prozent in diesem Zeitraum, heißt es in einem Kommentar des Brokers IG.

Bitcoin aktuell: Hier finden Sie den aktuellen Bitcoin-Kurs (in Dollar)

Nach dem Rekordhoch, das der Bitcoin Ende 2017 bei etwa 20.000 Dollar erreicht hatte, folgten in der ersten Jahreshälfte starke Preisrückgänge. Die jüngste Talfahrt vollzieht sich bereits seit Ende Juli. Zuletzt hatte eine Entscheidung der US-Börsenaufsicht SEC den Kurs des Bitcoin belastet. Demnach wurde eine Entscheidung für die Zulassung von Bitcoin-ETFs auf Ende September verschoben.


manager magazin und Mynd erklären: So funktionieren Krypto-Währungen


Wegen der Talfahrt der Preise hat sich die Marktkapitalisierung der Digitalwährungen zuletzt stark verringert. Experten schätzen die Marktkapitalisierung derzeit auf etwa 190 Milliarden Dollar. Im Januar hatte sie demnach in der Spitze noch bei 835 Milliarden Dollar gelegen.

mg/dpa-afx

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH