Mittwoch, 20. März 2019

Börsenturbulenzen Warum jetzt auch an der Wall Street die Kurse purzeln

Aktienhändler in New York: Für die Kursverluste am Montag gibt es viele Gründe.

Wie so oft bei größeren Ereignissen im Weltgeschehen hat einer sofort eine einfache Erklärung parat: US-Präsident Donald Trump. Als am Montag an der US-Börse die Aktienkurse abrutschten, twitterte der Mann im Weißen Haus sogleich den Grund, den er dafür angeblich ausgemacht hatte: Die Möglichkeit, die nach den Midterm-Wahlen erstarkten Demokraten könnten den Präsidenten mit Untersuchungen oder gar einem Amtsenthebungsverfahren bedrängen, bereite der Börse Kopfschmerzen, so Trump.

Ganz so simpel funktioniert die Börsenwelt dann doch nicht. Tatsächlich spricht einiges dafür, dass Trump mit seiner These, die Schuld für die jüngsten Kursverluste dem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben, falsch liegt. Schließlich hatten sich an der Wall Street die wichtigen Indizes wie der Dow Jones Börsen-Chart zeigen oder der breitere S&P 500 unmittelbar nach den Midterm-Wahlen, die ja bereits am 6. November stattgefunden haben, bereits merklich erholt, bevor es dann am Montag zum Kursrutsch kam. Zudem zeigt auch die Erfahrung mit vorherigen Amtsenthebungsverfahren in den USA: Den Aktienmarkt kümmert so etwas kaum.

Tatsächlich gibt es für die Kursverluste, die nach den heftigen Turbulenzen in Europa nun auch die US-Börse erfasst haben, gleich ein ganze Bündel anderer Gründe. Dies sind die wichtigsten:

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