Dienstag, 30. August 2016

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Heftige Kursverluste Warum China schon wieder die Weltbörsen beben lässt

Schock zum Jahresauftakt: Chinas Börsen brechen um 7 Prozent ein und ziehen den Dax mit

So einen Jahresauftakt wünscht sich niemand: Die Börse in China bricht gleich am ersten Handelstag um 7 Prozent ein und zieht die Aktienmärkte rund um den Globus mit nach unten. In Frankfurt notiert der Dax Börsen-Chart zeigen am frühen Nachmittag mit etwa 4,5 Prozent im Minus. Der deutsche Leitindex hat damit binnen weniger Stunden bereits beinahe die Hälfte seiner Gewinne des gesamten vergangenen Jahres eingebüßt.

Als unmittelbarer Auslöser für den Kursrutsch in Fernost werden Daten zur chinesischen Industrieproduktion genannt. Sie schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge, wie eine Umfrage ergab. Das nährt einmal mehr Sorgen um den Zustand der chinesischen Volkswirtschaft - und veranlasste Investoren offenbar zu Aktienverkäufen.

Der wahre Grund für den Neujahrsschock dürfte jedoch tiefer liegen. Das zeigt ein Blick auf die Entwicklung der chinesischen Aktienmärkte in der Vergangenheit. Seit dem Sommer 2014 hatte sich in der Volksrepublik eine breite Aktieneuphorie entwickelt. Vom Taxifahrer bis zum Bankangestellten entdeckten viele Chinesen die Börse als Ort, an dem sich das schnelle Geld machen ließ. Vor allem private Anleger trieben die Kurse in Shanghai und Shenzhen bis zum Sommer 2015 um 150 Prozent und mehr in die Höhe.

Es erfordert nicht viel Expertise, um zu erkennen, dass die Kursgewinne zum großen Teil übertrieben waren. Sprich: An den Börsen Chinas hatten sich Spekulationsblasen gebildet. Und die begannen im Sommer 2015 zu platzen.

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