Dienstag, 22. August 2017

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Zittern an der Börse - Anleger in Angst  Ist der Trump-Trade wirklich vorbei? Hiervon hängt es ab

Dollar, Gold, Öl und Co: Wo die heiße Trump-Luft schon entwichen ist
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War's das nun mit der Trump-Euphorie an der Börse? Die aktuellen Turbulenzen am Aktienmarkt sind die heftigsten, seit Donald Trump die US-Wahl gewonnen hat. Seinerzeit brach insbesondere am US-Aktienmarkt eine unerwartete Euphorie aus, weil Investoren auf eine wirtschaftsfreundliche Politik der neuen US-Regierung mit Steuererleichterungen, Reformen und umfangreichen staatlichen Investitionen setzten.

Rückschläge gab es zwar in den vergangenen Monaten immer wieder. Angesichts der aktuellen Entwicklung in Washington ist der Glaube an Trumps Wirtschaftsagenda unter Aktieninvestoren nun aber offenbar besonders stark ins Wanken geraten.

Die Entlassung des FBI-Chefs James Comey, den Trump zuvor offenbar bat, Ermittlungen gegen den früheren nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn in Bezug auf dessen Russland-Kontakte zu unterlassen; die umstrittene Weitergabe von Geheimdienstinformationen an den russischen Außenminister - Donald Trump muss derzeit viele Brände löschen. Für die Umsetzung seiner angekündigten Wirtschaftsreformen bleibt da kaum die Zeit, so die Befürchtung, die sich offenbar an der Börse breit macht.

Die Folge: Die Aktienkurse an der Wall Street und an anderen wichtigen Handelsplätzen brechen ein. Sowohl der hiesige Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen als auch der US-Blue-Chip-Index Dow Jones Börsen-Chart zeigen verbuchten am Mittwoch die größten Verluste seit der US-Wahl. Am Donnerstag setzt sich die Abwärtsbewegung weiter fort.


Euro, Gold, Öl und Co: Wo die heiße Trump-Luft schon entwichen ist


Damit könnte nun am Aktienmarkt eintreten, was anderswo am Finanzmarkt schon länger zu beobachten ist: Die Zeit des so genannten "Trump-Trade", der bereits beschriebenen Euphorie über zu erwartende Impulse für die US-Wirtschaft also, sowie der daraus resultierenden Positionierung am Finanzmarkt, ist offenbar abgelaufen.

Denn während Aktienkäufer weiter auf steigende Kurse setzten, ist anderswo bereits seit Wochen und Monaten anderes zu beobachten: Kursbewegungen, die unmittelbar nach der Wahl des US-Präsidenten einsetzten, drehten vielfach kurz nach dem Jahreswechsel ins Gegenteil. Inzwischen sind sie zum Teil bereits wieder komplett von der Bildfläche verschwunden.

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