Montag, 6. Juli 2015

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Börse Hoffnung auf diplomatische Lösung lässt Dax springen

Aufwärtstrend: An der deutschen Börse wagen sich wieder Käufer hervor

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Syrien-Konflikt steigt: Das Assad-Regime will seine Chemiewaffen angeblich unter internationale Kontrolle stellen. Der Dax baut seine Gewinne aus und schließt auf dem höchsten Stand seit Ende Mai.

Frankfurt am Main - Ein Militärschlag gegen Syrien lässt sich möglicherweise auf diplomatischem Wege vermeiden: Das Assad-Regime hat den den Vorschlag der Regierung in Moskau angeblich angenommen, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen. Dies meldete Interfax unter Berufung auf den syrischen Außenminister.

Die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Syrien-Konflikts steigen daraufhin weiter und beflügeln auch die Aktienmärkte. Der Dax Börsen-Chart zeigen baute seine Gewinne auf mehr als 2 Prozent aus und notierte zuletzt bei 8446 Zählern. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai.

Wall Street: Obama wartet ab, Dow Jones legt zu

An der Wall Street legten die Indizes ebenfalls zu: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen gewann 0,6 Prozent auf 15.142 Punkte, der S&P500 stieg um 0,4 Prozent auf 1681 Zähler, und der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen kletterte 0,5 Prozent auf 3723 Stellen.

US-Präsident Barack Obama hat eine mögliche Abkehr von einem Militärschlag in Aussicht gestellt: Er begrüßte einen russischen Vorschlag, die Chemiewaffen des Regimes von Machthaber Baschar al-Assad unter internationale Kontrolle zu stellen. Der US-Senat hat inzwischen eine für Mittwoch angesetzte Probeabstimmung über einen Angriff gegen das Land verschoben.

Japan: Nikkei setzt Erholung fort

Gut kamen außerdem positive Konjunkturdaten aus China an, die weiterhin auf eine konjunkturelle Stabilisierung hindeuten. Die Hoffnung auf eine solide Erholung auch der japanischen Wirtschaft nach dem Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020 und guter Konjunkturdaten ließ die Kurse steigen. Der Nikkei 225 Börsen-Chart zeigen schloss mit einem Plus von 1,5 Prozent bei 14.423 Punkten. Der breit gefasste Topix Börsen-Chart zeigen verbesserte sich um 1,47 Prozent auf 1190,22 Punkte.

Dax: Lufthansa und K+S bauen Gewinne aus

Am deutschen Aktienmarkt gehörten Aktien von Infineon Börsen-Chart zeigen und Papiere des Kalidüngerherstellers K+S zu den größten Gewinnern im Dax. Die Entspannung in Syrien kam auch in einem deutlich sinkenden Ölpreis zum Ausdruck, was besonders den Aktien von Lufthansa Börsen-Chart zeigen Auftrieb gab.

IAA stützt Autowerte: Volkswagen sehr fest

Desweiteren rückt die Internationale Automobilausstellung IAA vor allem Autowerte in den Fokus. Die Hersteller sprechen weiterhin von schwierigen Marktbedingungen in Europa. Am Vorabend hatte bereits Volkswagen Börsen-Chart zeigen seine Absatzzahlen bis einschließlich August bekannt gegeben. Die Wolfsburger haben binnen der acht Monate seit Jahresbeginn weltweit 6,2 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ausgeliefert, das waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. VW-Papiere legten um rund 4 Prozent zu.

Verlierer waren dagegen defensive Werte. Der Gesundheitskonzern Fresenius Börsen-Chart zeigen gehörte am Dienstag zu den wenigen Verlierern im Dax.

Der Euro Börsen-Chart zeigen hat am Dienstag weiter über der Marke von 1,32 US-Dollar notiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3270 Dollar und damit so viel wie am späten Montagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,3194 (Freitag: 1,3117) Dollar festgesetzt.

Von den wenigen anstehenden Konjunkturdaten dürften am Dienstag kaum entscheidende Impulse ausgehen.

Die Ölpreise sind am Dienstag weiter gefallen. Händler sprachen von der Hoffnung, dass eine Eskalation der Syrienkrise verhindert werden könnte. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Börsen-Chart zeigen zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 112,72 US-Dollar. Das war genau ein Dollar weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 1,18 Dollar auf 108,34 Dollar.

Rohstoffexperten warnen seit Tagen davor, dass sich ein militärisches Eingreifen der USA in Syrien auf die ölreiche Region im Nahen Osten ausweiten könnte. Der Risikoaufschlag für Rohöl war deswegen in der vergangenen Woche deutlich gestiegen.

ts/dpa-afx/rtr

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