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17.04.2013
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Kursrutsch
Dax stürzt auf tiefsten Stand des Jahres - Anleger fliehen

Dax taucht ab: Anleger gehen in Deckung
REUTERS

Dax taucht ab: Anleger gehen in Deckung

Kurssturz: Der Dax fällt auf den tiefsten Stand des Jahres und fällt im späten Handel sogar unter die Marke von 7500 Zählern. Händler verweisen auf Verkaufprogramme und die "Macht der Maschinen". An der Wall Street tauchen Bank of America und Yahoo nach Zahlen ab.

Frankfurt am Main - Börsianer haben am Mittwoch wieder einmal die Macht der Maschinen zu spüren bekommen. Zum Ende der ersten Handelsstunde war der Dax Chart zeigen binnen weniger Minuten um fast 200 Punkte abgesackt und hatte damit für Aufregung in den Handelsräumen gesorgt.

Mit dem schwachen Handelsbeginn an den US-Börsen baute der Dax Chart zeigen seine Verluste sogar auf 2,4 Prozent aus und notierte zum Handelsschluss auf Xetra bei 7503 Zählern. Es ist der vierte Verlusttag in Folge. Vor drei Wochen hatte der Dax noch über der Marke von 8000 Punkten notiert.

Für den MDax Chart zeigen ging es um 0,8 Prozent auf 12.988 Punkte bergab, während der TecDax Chart zeigen um 1,46 Prozent auf 898 Punkte fiel.

Etliche Händler hatten den Kursrutsch am Morgen noch mit technischen Faktoren. "Ein Gruß an die Algotrader", sagte einer von ihnen. "Wir haben heute den Lemminge-Effekt gesehen: Einer fängt an und alle ziehen mit."

Börsianer verwiesen darauf, dass zunächst die Futures auf die US-Indizes ins Minus gerutscht seien und dann ein größeres Verkaufsprogramm die europäischen Märkte offenbar unter Druck gebracht habe. Mit dem Fall wichtiger Unterstützungen hätten dann charttechnische Gründe die Talfahrt verstärkt.

Wall Street deutlich schwächer: Enttäuschende Quartalsberichte

An der Wall Street baute der Dow Jones Chart zeigen seine Verluste auf 1,2 Prozent aus. Es herrscht Vorsicht am Markt, denn im Handelsverlauf wird die Notenbank Fed ihren Konjunkturbericht vorstellen und zudem gilt es, einige Quartalsberichte zu verarbeiten. Neben dem Internetkonzern Yahoo Chart zeigen enttäuschte auch die Großbank Bank of America Chart zeigen mit ihren Zahlen. Beide Titel geben mehr als zwei Prozent nach.

"Investoren machen nun die Schotten dicht, nachdem der Markt so stark ach oben gelaufen ist", sagte Aktienstratege Nick Xanders von BTIG in London der Nachrichtenagentur Bloomberg. Nach den Börsenrallys werde verkauft, da zum Teil Ergebnis- und Wachstumserwartungen gesenkt worden seien.

Aktien des Chipriesen Intel Chart zeigen gaben 0,9 Prozent nach. Die Flaute im PC-Markt ließ den Gewinn des weltgrößten Chipherstellers im ersten Jahresviertel um 25 Prozent einbrechen. Intel blickt aber weiter zuversichtlich auf das Jahr. Der Kreditkartenkonzern American Express berichtet nachbörslich über sein Geschäft und auch das Internetauktionshaus Ebay Chart zeigen wird dann Zahlen vorlegen.

Goldpreis gibt leicht nach - Nachfrage nach Münzen und Barren steigt

Die Nachfrage von Kleinanlegern nach Gold- und Silbermünzen ist nach dem Preisrutsch vom Montag Goldhändlern zufolge massiv gestiegen. "Ein Verkäufer steht heute 20 Käufern gegenüber", erklärte Robert Hartmann, Geschäftsführer beim Edelmetall-Handelshaus pro aurum in München.

Auch in Asien berichten Händler von einem hohen Aufpreis. So liege der Preisaufschlag für Goldbarren in Singapur mit 1,70 Dollar so hoch wie seit 18 Monaten nicht mehr, erklärten Händler in Singapur.

Die knappen Münzvorräte der Banken und Gold-Händler können laut Hartmann dem Goldpreis aber nur wenig Unterstützung bieten. "Dafür ist das Volumen der vielen Kleinanleger einfach zu gering - im Vergleich zu den Umsätzen an der Comex", erklärte er. An der Comex waren am Freitag und vor allem am Montag die Umsätze dramatisch gestiegen, was den Druck auf den Goldpreis noch erhöht hatte.

Am Mittwoch notierte der US-Gold-Future mit 1375,9 rund ein Prozent im Minus. Der Goldpreis war am Freitag und Montag auf Basis der Schlusskurse so stark wie seit 30 Jahren nicht mehr eingebrochen. Das Rekordhoch vom September 2011 liegt mit 1921 Dollar fast 30 Prozent über dem aktuellen Preisniveau.

Autotitel und Zulieferer rutschen nach ACEA-Zahlen ins Minus

Auch die Autowerte drehten nach gutem Start ins Minus. Die Verkäufe in Europa haben im März zum 18. Mal in Folge nachgegeben. Die im Dax notierten Hersteller Daimler Chart zeigen, Volkswagen Chart zeigen und BMW Chart zeigen gerieten daraufhin ebenso unter Druck wie der Zulieferer Continental Chart zeigen.

Die Aktien von Daimler Chart zeigen büßten vergleichsweise nur wenig ein, nachdem der Stuttgarter Autobauer den Verkauf seiner verbliebenen Beteiligung an EADS Chart zeigen bekannt gegeben hatte. Dies stützte den Kurs.

Infineon leidet unter schwacher Autoindustrie

Die Titel von Infineon Chart zeigen bauten ihre Verluste auf mehr als 2 Prozent aus. Laut Händlern belasteten die Zulassungsdaten vom europäischen Automarkt auch den Chiphersteller, der auch ein wichtiger Zulieferer für die Autobranche ist. Sie verwiesen zudem auf die schwachen Zahlen und den gesenkten Margenausblick des US-Halbleiterunternehmens Cirrus Logic.

Patentverlust bremst Bayer

Für die Titel von Bayer Chart zeigen ging es um rund 2 Prozent bergab. Ein Berufungsgericht in den USA hält das Patent des Pharma- und Chemiekonzerns für seine Verhütungspillle Yaz für ungültig, da dieses nur eine Abwandlung sei. Bayer erklärte auf Anfrage, man stimme nicht mit der Entscheidung überein und prüfe rechtliche Schritte.

RWE startet Erholungsversuch

Die Dax-Gewinnerliste war mit RWE Chart zeigen und Deutscher Telekom Chart zeigen sehr kurz. Die Versorgertitel gewannen ein Prozent und machten damit ihre Vortagsverluste teilweise wett. RWE profitiert Händlern zufolge stärker als Konkurrent Eon Chart zeigen von der überraschenden Blockade einer Reform des CO2-Emissionshandels durch das Europäische Parlament.

RWE Chart zeigen erzeuge deutlich mehr Strom aus Kohlekraftwerken und braucht daher auch erheblich mehr Zertifikate, die sich nach der Parlamentsentscheidung stark verbilligten. Eigentlich sollten die Verschmutzungsrechte verteuert werden.

Kabel Deutschland: Liberty Global bereitet Übernahmeangebot vor

Im MDax setzten sich die Aktien von Kabel Deutschland Chart zeigen an die Spitze, die von Übernahmefantasien zeitweise um 8,7 Prozent nach oben katapultiert wurden. manager magazin hatte berichtet, der Medienkonzern Liberty Global bereite ein Übernahmeangebot vor. Der Münchener Konzern lehnte eine Stellungnahme ab.

Euro nahe Sieben-Wochen-Hoch

Der Euro Chart zeigen hat am Mittwoch die starken Vortagesgewinne nahezu halten können. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3177 US-Dollar und damit nur knapp unter dem Sieben-Wochen-Hoch, das der Euro am Dienstagabend bei 1,32 Dollar erreicht hatte. Die Aussicht auf eine weiterhin extrem expansive Geldpolitik in den USA habe den Dollar unter Verkaufsdruck gesetzt und dem Euro im Gegenzug Auftrieb gegeben, hieß es von Händlern. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,3129 (Montag: 1,3081) Dollar festgesetzt.

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