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05.04.2013
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Vom Tagesgeld zur Aktie
Die Angst der Vermögenden

Von Lutz Reiche

Angst um das Geld: Seit der Zypern-Krise verspüren Vermögensverwalter Zulauf. Reiche Kunden räumen schlecht verzinste Tagesgeldkonten bei ihrer Hausbank
Corbis

Angst um das Geld: Seit der Zypern-Krise verspüren Vermögensverwalter Zulauf. Reiche Kunden räumen schlecht verzinste Tagesgeldkonten bei ihrer Hausbank

Der Dax ist nicht mehr günstig. Sorgen um die Konjunktur belasten. Doch ausgerechnet der Zypern-Schreck könnte den Aktienmarkt langfristig stützen: Die Angst um ihr Bankkonto treibt viele Vermögende an den Kapitalmarkt.

Hamburg - Die Zypern-Krise scheint vorerst überstanden, der Massenansturm auf die Banken blieb aus. Dennoch hat der Dax seit Mitte März deutlich eingebüßt, die Gewinne seit Jahresbeginn sind aufgezehrt.

Neben dem lautstarken Säbelrasseln von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un erscheint auch das Euro-Kernland Italien wieder auf dem Risikoschirm der Investoren. Sollte in Rom eine Regierung an die Macht kommen, die den Reformprozess verschleppt, könnte das Misstrauen an den Bondmärkten schnell zurückkehren, sagen Beobachter. Dies würde die Refinanzierung der Krisenländer durch steigende Risikoaufschläge wieder verteuern und auch die Aktienmärkte bremsen. "Die Furcht, dass ein für den Zusammenhalt der Euro-Zone systemrelevantes Land in größere Turbulenzen gerät, ist nach wie vor weit verbreitet", meint Markus Zschaber, Chef der Kölner Vermögensverwaltung V.M.Z., mit Blick auf Italien.

Zudem konnten jüngste Konjunkturdaten nicht überzeugen. Diese Woche enttäuschten die Frühindikatoren vor allem aus Italien und Spanien die Ökonomen. Deutschlands Wirtschaft mag den Rest der Euro-Zone abhängen, bleibt als Exportnation aber eng mit ihr verwoben, was tendenziell den Kursanstieg dämpft.

"Aus Europa erwarten wir in diesem Jahr keinen Rückenwind für den Dax. Wir rechnen mit anhaltend negativen Schlagzeilen aus der Euro-Zone", sagt Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp.

Der Dax gilt nicht mehr als günstig

Die Hoffnung vieler Marktteilnehmer ruht einmal mehr darauf, dass deutsche Unternehmen von einer stärker wachsenden Weltwirtschaft profitieren. Hürkamp sieht sie als Bedingung für steigende Firmengewinne und Kurszuwächse des Dax. Denn mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 11 und einem Preis-Buchwert-Verhältnis von 1,35 habe der Index derzeit wieder sein langjähriges Durchschnittsniveau erreicht.

Manche zyklische Werte seien ihrem Durchschnittsniveau sogar schon weit enteilt. Das Argument der Unterbewertung hat für deutsche Aktien also an Schlagkraft verloren.

Um so wichtiger ist, dass die Wirtschaft außerhalb der Euro-Zone stärker wächst, um den Dax-Unternehmen weitere Wachstumschancen zu bieten. Bislang stimmen die Prognosen optimistisch. So sagt die OECD für die weltgrößte Volkswirtschaft USA ein Plus von 3,5 Prozent in diesem Jahr voraus. In dieser Höhe soll auch die Weltwirtschaft insgesamt zulegen.

Autobauer und Maschinenbauer aus Deutschland profitieren schon länger von der besseren Konjunktur außerhalb Europas. "Deutsche Unternehmen sind hervorragend positioniert. Gerade der Mittelstand ist wettbewerbsstark, hat sich in den Regionen positioniert, die ein dynamisches Wachstum ausweisen. Überall ist deutsche Qualität wieder gefragt", sagt Zschaber. Doch neben verbesserten Konjunkturaussichten könnte noch ein weiterer, bislang wenig beachteter Umstand der Aktie Zulauf bescheren.

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