28.03.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Börse
Dax knapp im Plus- Chaos in Zypern bleibt aus

Händler in Frankfurt: Der befürchtete Banken-Run in Zypern ist ausgeblieben
DPA

Händler in Frankfurt: Der befürchtete Banken-Run in Zypern ist ausgeblieben

Die Erleichterung über die erfolgreiche Wiedereröffnung der zyprischen Banken hat den Dax am Donnerstag gestützt. Allerdings rückt nun die politische Lähmung in Italien wieder in den Blick.

Frankfurt am Main - Die Erleichterung über die erfolgreiche Wiedereröffnung der zyprischen Banken hat dem Dax Chart zeigen am Donnerstag ein knappes Plus beschert. Unterdessen gibt es bei der Regierungsbildung in Italien keine sichtbaren Fortschritte. Der Leitindex Dax Chart zeigen schloss vor dem verlängerten Osterwochenende 0,1 Prozent höher bei 7795 Punkten. Auf Wochenbasis büßte der Damit damit zwar knapp anderthalb Prozent ein - die Quartalsbilanz jedoch fiel mit einem Plus von 2,4 Prozent zum dritten Mal in Folge positiv aus.

Zyperns Banken haben die Wiedereröffnung gut überstanden. Vor den Instituten fanden sich zuletzt immer weniger Menschen ein. Vom 16. März bis zu diesem Donnerstag konnten sich die Menschen im griechischen Teil der Insel nur noch aus Geldautomaten mit Bargeld versorgen. Hintergrund der fast zweiwöchigen Schließung der Banken war der Beschluss eines Rettungspakets, mit dem ein Zusammenbruch des Bankensystems und der Staatsfinanzen verhindert werden sollte.

Daimler und BMW unter Druck

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser sagte: "Der Aktienmarkt schlägt sich momentan angesichts der politischen Nachrichtenlage ganz gut. Nach den Osterfeiertagen dürften die Anleger wieder zur Tagesordnung übergehen. Schließlich haben politische Börsen nur kurze Beine."

Unter Druck standen die Aktien der Autobauer Daimler und BMW. Die deutlichsten Verluste verzeichneten die Papiere von BMW Chart zeigen. Händler begründeten dies mit schlechten Nachrichten vom chinesischen Joint-Venture-Partner Brilliance, der mit seinem Jahresergebnis die Analystenerwartungen verfehlt habe. Die Brilliance-Aktie rutschte in Hongkong um etwa zehn Prozent ab.

Die Titel von Daimler Chart zeigen gaben um 1,78 Prozent nach. Analyst Michael Punzet von der DZ Bank rechnet weiter damit, dass die Stuttgarter ihre Gewinnschätzungen im operativen Geschäft reduzieren müssen, und bleibt bei seiner vorsichtigen Haltung.

Bayer gefragt

Spitzenreiter im Dax Chart zeigen waren die Aktien des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer Chart zeigen. Im MDax kletterten die Anteilsscheine von Kabel Deutschland zeitweise um 3,18 Prozent nach oben. Händler verwiesen auf positive Nachrichten von Ziggo, die die Papiere in Amsterdam nach oben katapultierten und die Kabel-Aktien mitzogen. Der US-Medienkonzern Liberty Global hatte sich bei dem niederländischen Kabelbetreiber eingekauft.

Euro stärker

Der Euro Chart zeigen erholte sich etwas von seinen starken Verlusten seit Wochenbeginn. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2810 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als im Tief am Vortag. Ein Dollar war zuletzt 0,7805 Euro wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag auf 1,2768 (Dienstag: 1,2861) Dollar festgesetzt.

Trotz der leichten Erholung bleibt der Euro in Reichweite seines viermonatigen Tiefstands. Allein seit Wochenbeginn betragen die Verluste zum Dollar drei US-Cent. Die Hauptgründe finden sich in Südeuropa: Während in Italien die Suche nach einer halbwegs stabilen Regierung keine Fortschritte macht, ist die Unsicherheit unter Investoren wegen des in der Euro-Rettung erstmaligen Rückgriffs auf Bankkunden in Zypern hoch.

Ölpreise höher

Die Ölpreise bauten ihre Gewinne vom Vortag leicht aus. Im frühen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Mai-Lieferung 109,95 US-Dollar. Das waren 26 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 96,77 Dollar.

Händler sprachen von einem zuletzt ruhigen Handel ohne nennenswerte Impulse. Für leichte Unterstützung sorgte der Dollar, der etwas schwächer tendierte. Eine günstigere US-Währung verbilligt Rohöl für Investoren außerhalb des Dollarraums. Das stützt die Nachfrage.

mg/dpa-afx/rtr

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif