Freitag, 4. September 2015

Alle Artikel und Hintergründe

Aktienhausse Deutsche Wirtschaft bullenstark

Bulle vor der Frankfurter Börse: Am Aktienmarkt haben derzeit die Optimisten das Sagen

In dieser Woche hat die deutsche Wirtschaft einmal mehr ihre Stärke demonstriert: Reihenweise legten Firmen Geschäftsergebnisse vor - und reihenweise erweisen sie sich als resistent gegen Schuldenkrise und Euro-Rezession. Davon profitieren vor allem die Aktionäre.

Hamburg - Frank Lübberstedt ist Optimist. Auch bei 8500 oder 9000 Punkten, so der Fondsberater der Investmentfirma Acatis, sei der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen "fundamental noch nicht überbewertet". Zur Erinnerung: Zurzeit versucht sich der Dax gerade daran, die magische Marke von 8000 Punkten dauerhaft zu knacken.

Die Botschaft lautet also: Es gibt an der Börse immer noch Luft nach oben. Grund dafür ist zum Beispiel die viele Liquidität, die von Notenbanken seit Jahren in die Finanzmärkte gegeben wird. Weil Anlegern im Niedrigzinsumfeld die Alternativen fehlen, landet ein Großteil des Geldes offenbar am Aktienmarkt.

Speziell in Frankfurt haben die Investoren aber noch ein anderes Motiv für den Griff zur Aktie: Die besondere Stärke der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich. Viele hiesige Unternehmen strotzen vor Kraft, trotz Schuldenkrise und Rezession in Euro-Land. Die Global-Player Volkswagen Börsen-Chart zeigen und BASF Börsen-Chart zeigen sind nur zwei Beispiele dafür.

Wie stark hiesige Konzerne aufgestellt sind, zeigt sich gerade in diesen Tagen. Börsianer nennen es die Earning Season: Die Unternehmen legen ihre Karten auf den Tisch, sprich, sie berichten über ihre Geschäftsergebnisse. Schon in der Vorwoche meldeten Dax-Größen wie Bayer Börsen-Chart zeigen, Henkel Börsen-Chart zeigen, Continental Börsen-Chart zeigen oder Linde Börsen-Chart zeigen Rekordgewinne für 2012 - ein Jahr immerhin, in dem die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal offiziell um 0,6 Prozent schrumpfte.

Und auch in dieser Woche gaben Firmen aus den verschiedensten Branchen erfreuliches bekannt. Einige Beispiele:

  • Die Aktien des Windanlagenbauers Nordex Börsen-Chart zeigen schossen am Montag um beinahe 15 Prozent nach oben. Zwar bescherten die Kosten für den Konzernumbau dem Hamburger Unternehmen im vergangenen Jahr erneut einen Verlust. Der Umsatz stieg jedoch deutlich - und der Vorstand äußerte sich zuversichtlich für das laufende Jahr.
  • Der Medizintechnikanbieter Drägerwerk Börsen-Chart zeigen meldete für das vergangene Jahr einen kräftigen Gewinnanstieg um 8 Prozent. Die Aktionäre können sich zudem über eine höhere Dividende freuen. Für 2013 stellt die Firma ein Umsatzplus zwischen 2 und 4 Prozent in Aussicht. Die Ebit-Marge werde voraussichtlich zwischen 8 und 10 Prozent liegen.
  • Die Aktien des Rückversicherers Munich Re Börsen-Chart zeigen notierten am Dienstag nach der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse an der Dax-Spitze. Drei Milliarden Euro will der Konzern 2013 verdienen - mehr als von Analysten geschätzt.
  • Auch der Spezialchemiekonzern Evonik erreichte 2012 einen Rekordgewinn - und will in Kürze endlich den vielfach angekündigten Börsengang durchziehen.
  • "Die Perspektiven für 2013 und die folgenden Jahre bleiben erfreulich positiv", sagte am Mittwoch Roland Koch, Chef des Baudienstleisters Bilfinger Börsen-Chart zeigen. Koch bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr. Ergebnis, Umsatz und Profitabilität werden steigen, so der ehemalige CDU-Ministerpräsident Hessens.

Zwar gibt es auch Unternehmen, denen die derzeitige Wirtschaftslage mehr Mühe bereitet. Der erfolgsverwöhnte Autobauer Audi Börsen-Chart zeigen etwa berichtete am Dienstag von einem Gewinnrückgang trotz Rekordverkäufen. Grund sei die Autokrise in Europa, so das Unternehmen, das auch auf das laufende Jahr nur verhalten optimistisch blickt. Zurückhaltend äußerten sich zudem der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport Börsen-Chart zeigen sowie Deutschlands größter Versorger Eon Börsen-Chart zeigen.

Seite 1 von 2
Mehr manager magazin
Zur Startseite

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH