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20.02.2013
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Insiderhandel
Ketchup-Deal ruft FBI auf den Plan

Heinz Ketchup: Einen Tag vor der Übernahme durch Warren Buffettt wetteten Anleger ungewöhnlich hoch auf steigende Kurse
Getty Images

Heinz Ketchup: Einen Tag vor der Übernahme durch Warren Buffettt wetteten Anleger ungewöhnlich hoch auf steigende Kurse

Nach der US-Börsenaufsicht SEC hat sich nun auch das FBI in den mutmaßlichen Insiderfall rund um die milliardenschwere Übernahme von Heinz Ketchup eingeschaltet. Die Konten der Verdächtigen sind eingefroren, die Spuren führen nach Zürich.

New York - Die US-Behörden verstärken ihre Jagd auf mutmaßliche Insiderhändler, die an der Milliardenübernahme der Ketchupfirma Heinz mitverdienen wollten. Nach der Börsenaufsicht SEC hat sich nun auch die Bundespolizei FBI in den Fall eingeschaltet.

Die Behörden gehen dem Verdacht nach, dass Anleger vorzeitig Wind von dem Kauf bekommen hatten und mit Finanzwetten daran verdienen wollten. Derartiger Insiderhandel aber ist verboten, weil er andere Investoren benachteiligt. "Das FBI beratschlagt sich mit der SEC, um zu ergründen, ob ein Verbrechen verübt wurde", erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der "New York Times". Damit droht den bislang unbekannten Anlegern nun auch die strafrechtliche Verfolgung.

Starinvestor Warren Buffett hatte zusammen mit dem Finanzinvestor 3G Capital am vergangenen Donnerstag seinen Plan verkündet, den amerikanischen Ketchupkönig H.J. Heinz Chart zeigen für 23 Milliarden Dollar zu schlucken. Daraufhin war die Aktie in die Höhe geschossen. Bei einer Überprüfung stellte die SEC fest, dass Anleger just am Tag zuvor ungewöhnlich viele Finanzwetten auf steigende Kurse abgeschlossen hatten und damit 1,7 Millionen Dollar an Gewinnen machten - zumindest auf dem Papier.

Schwerer Schlag für Buffett

Denn an das Geld kommen die Verdächtigen derzeit nicht heran. Die SEC hatte am Freitag mit einem Eilbeschluss das Vermögen auf dem Konto einfrieren lassen, über das die auffälligen Börsengeschäfte liefen. Weil die Transaktionen jedoch über Zürich abgewickelt wurden, konnten die Besitzer des Kontos bislang nicht festgestellt werden.

Die Frage ist aber nicht nur, wer die besagten Anleger sind. Die Ermittler würden auch gerne wissen, woher der Tipp kam, dass Warren Buffett die Ketchupfirma kaufen will. Neben den Managern auf beiden Seiten könnten auch beteiligte Anwälte oder Banker etwas ausgeplaudert haben.

Sollte sich der Verdacht des Insiderhandels erhärten, wäre das für Warren Buffett ein Schlag. Der Chef der Investmentholding Berkshire Hathaway Chart zeigen legt besonderen Wert auf saubere Geschäfte. Schon vor zwei Jahren trennte er sich wegen zweifelhafter Aktienkäufe von seinem wichtigen Manager und möglichen Nachfolger David Sokol.

mg/dpa

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