Konsumgütermanager magazin RSS  - Konsumgüter

Alle Artikel und Hintergründe


15.02.2013
Twitter GooglePlus Facebook

Verdacht auf Insiderhandel
SEC durchleuchtet Heinz-Ketchup-Deal

Verdächtige Optionsscheingeschäfte: Hat jemand geplaudert? Kurz bevor die milliardenschwere Übernahme von Heinz-Ketchup durch Starinvestor Buffett bekannt wurde, hatten Investoren auf einen kräftigen Kursanstieg der Aktie gewettet.
Getty Images

Verdächtige Optionsscheingeschäfte: Hat jemand geplaudert? Kurz bevor die milliardenschwere Übernahme von Heinz-Ketchup durch Starinvestor Buffett bekannt wurde, hatten Investoren auf einen kräftigen Kursanstieg der Aktie gewettet.

Die 23 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Ketchup-Königs H.J. Heinz könnte einen üblen Beigeschmack bekommen. Sollte sich der Verdacht des Insiderhandels erhärten, wäre das für Starinvestor Warren Buffett ein heftiger Schlag.

New York - Wie die "New York Times" und die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg berichten, schaut sich die US-Börsenaufsicht SEC ungewöhnliche Handelsbewegungen kurz vor der Verkündung des Deals an. Der Verdacht des Insiderhandels steht im Raum.

Die US-Medien berufen sich bei ihren Informationen auf eingeweihte Personen. Demnach ist den Börsenaufsehern ein Anstieg sogenannter Optionsgeschäfte am Tag vor der offiziellen Verkündung der Übernahme ins Auge gesprungen. Mit Optionen lässt sich auf ein Kursplus wetten.

Starinvestor Warren Buffett und sein Partner 3G Capital hatten am Donnerstag 72,50 Dollar je Heinz-Aktie geboten. Die Aktie schoss um 20 Prozent im Wert hoch.

Wie es hieß, seien die Untersuchungen aber noch in einem frühen Stadium und es sei unklar, ob es zur Einleitung förmlicher Ermittlungen komme. Insiderhandel ist verboten, weil Börsengeschäfte auf Basis vertraulicher Informationen andere Anleger benachteiligen. Es gab in den USA zuletzt eine ganze Reihe von Verurteilungen in derartigen Fällen.

Buffett legt viel Wert auf saubere Geschäfte

Sollte sich der Verdacht erhärten, wäre das insbesondere für Warren Buffett ein heftiger Schlag - ganz gleich, wer die Übernahme letztlich ausgeplaudert haben sollte. Der 82-jährige Lenker der Investmentholding Berkshire Hathaway legt besonderen Wert auf saubere Geschäfte. Schon vor zwei Jahren trennte er sich wegen zweifelhafter Aktienkäufe von seinem wichtigen Manager und möglichen Nachfolger David Sokol.

Der Name von Buffetts Partnerfirma 3G Capital fiel bereits in einem anderem Fall von möglichem Insiderhandel im vergangenen Jahr. Dieses Mal ging es um die Übernahme der Fastfood-Kette Burger King im Jahr 2010. Die Börsenaufsicht SEC ließ vergangenen September das Vermögen eines Bankers einfrieren, weil sie verbotenen Handel witterte. Der Insidertipp soll dabei von einem Geschäftspartner von 3G gekommen sein. Gegen den Finanzinvestor selbst wurden keine Vorwürfe erhoben.

rei/dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Marken-Macht
Diese zehn Konzerne beherrschen unser Essen
Finale ohne Nike
Adidas' schwarz-roter Coup in Brasilien
WM-Werbung mit blutenden Herzen
Adidas greift erneut daneben
Fußball-Weltmeisterschaft
Warum TV-Hersteller sich nicht auf die WM freuen

© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu ...










Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarifvergleich:
Finden Sie den passenden Tarif
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Tablet Tarifvergleich:
Surfen Sie günstiger