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10.02.2013
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Börsenausblick
Da ist noch Luft nach oben

Bullen nach vorn: Der Dax hat noch Potenzial, sagen Analysten
DPA

Bullen nach vorn: Der Dax hat noch Potenzial, sagen Analysten

Nur ein kleiner Rückschlag war das laut Analysten, was die Märkte Anlegern am Ende der vergangenen Woche zu bieten hatten. Dafür, dass es nun wieder aufwärts geht, sprechen demnach vor allem gute Unternehmensergebnisse. Nur vereinzelt werden Stimmen laut, Gewinne in Sicherheit zu bringen.

Frankfurt - Nach dem Rückschlag in der alten Woche dürften sich die Aktienmärkte schon bald wieder berappeln. Analysten rechnen damit, dass viele Anleger die niedrigeren Kurse nutzen, um ihre Einkaufstour wiederaufzunehmen.

Neue Unsicherheiten rund um die Euro-Schuldenkrise hatten den Dax auf Wochensicht um 2,3 Prozent gedrückt. Korruptionsvorwürfe gegen Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy und die Furcht vor einem Comeback des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bei den Wahlen Ende Februar lasteten auf der Stimmung.

"Auch wenn die näher rückenden Wahlen in Italien für Unsicherheit sorgen könnten, sollte die aktuelle Korrektur als Kaufgelegenheit dienen", zeigten sich indes die Analysten der Landesbank Berlin optimistisch. Aktienstratege Markus Wallner von der Commerzbank riet dazu, vor allem diejenigen konjunkturabhängigen Werte zu bevorzugen, deren Gewinnwachstum überproportional gegenüber zum Gesamtmarkt steigen könnte.

Adidas, BMW, HeidelbergCement und Hochtief legen weltweit zu

"Dies gilt vor allem für Unternehmen, deren Hauptabsatzmärkte sich außerhalb Europas insbesondere in den USA und den asiatischen Schwellenländern befinden, da das Wirtschaftswachstum in Europa weiter hinter dem globalen Wachstum hinterherhinken wird." Als Beispiele führte Wallner Adidas Chart zeigen, BMW Chart zeigen, HeidelbergCement Chart zeigen und Hochtief Chart zeigen an. Die europäischen Sektoren Banken, Telekom und Versorger sollten aus diesem Grund untergewichtet bleiben.

Wie es in der Euro-Schuldenkrise weitergeht, dürfte am Montag und Dienstag Thema an den Finanzmärkten sein, wenn sich die Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel treffen. Auf der Tagesordnung dürfte auch die Diskussion um den Wechselkurs des Euro stehen, die zuletzt insbesondere zwischen Frankreich und Deutschland geführt wurde.

Ob zumindest die Wirtschaft des Währungsraumes wieder Tritt fasst, könnten die Daten zur Industrieproduktion am Mittwoch zeigen. Aus den USA stehen in der kommenden Woche nur wenige Konjunkturdaten an. Lediglich am Freitag könnte mehr Bewegung in den Markt kommen, wenn Zahlen zur Industrieproduktion in der weltgrößten Volkswirtschaft sowie der Empire-State-Index und das von der Universität Michigan ermittelte Verbrauchervertrauen präsentiert werden.

Auf Unternehmensseite stehen in der neuen Woche nur wenige Bilanzen aus der ersten Börsenliga an. Im Fokus der Anleger dürfte unter anderem die Bilanzpressekonferenz der Commerzbank Chart zeigen am Freitag stehen. Das Geldhaus hatte zuletzt seine Aktie mit der Verkündung eines 700 Millionen Euro schweren Verlusts im vierten Quartal auf Talfahrt geschickt.

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