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04.02.2013
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Russland
Moskauer Börse treibt IPO voran

Börse Moskau: Bei der vorgesehenen Preisspanne wird das Unternehmen mit 4,6 Milliarden Dollar bewertet
DPA

Börse Moskau: Bei der vorgesehenen Preisspanne wird das Unternehmen mit 4,6 Milliarden Dollar bewertet

Für 55 bis 63 Rubel können Anleger in Russland Aktien der Moskauer Börse zeichnen. Der bevorstehende Börsengang des Handelsplatzes wird damit bis zu 500 Millionen Dollar einspielen. Auch die Deutsche Börse dürfte das IPO mit Spannung beobachten.

Moskau - Der Börsengang des wichtigsten russischen Marktplatzes nimmt konkrete Formen an: Die Moskauer Börse legte am Montag die Preisspanne für die Aktien vor dem Debüt am 15. Februar fest. Damit könnten der Marktbetreiber sowie die bisherigen Eigentümer bei dem Gang ans Parkett etwa eine halbe Milliarde Dollar einnehmen.

Das Unternehmen wird insgesamt mit bis zu 4,6 Milliarden Dollar bewertet. Je nach Nachfrage könnte das Volumen noch aufgestockt werden. Wie die Börse mitteilte, soll die Preisspanne für die Aktien bei 55 bis 63 Rubel (1,36 bis 1,55 Euro) je Papier liegen. Insgesamt soll knapp 2,2 Milliarden Papiere auf den Markt kommen.

In Russland dürfen sich sowohl institutionelle als auch private Anleger an dem IPO beteiligen. Auch für ausländische Anleger ist das Angebot offen. Der endgültige Ausgabepreis wird am ersten Handelstag festgelegt. Die Titel starten unter dem Kürzel MOEX.

Von den angepeilten Einnahmen in Höhe von 500 Millionen Dollar sollen 60 Prozent an die Alteigentümer gehen, 40 Prozent an die Firma. Die Moskauer Börse will nach früheren Angaben das Geld in IT-Infrastrukutr und den Abwicklungsbereich (Clearing) stecken.

Das Unternehmen ist noch vergleichsweise jung. Die Börse entstand erst 2011 durch die Fusion der beiden Hauptstadthandelsplätze MICEX und RTS. Größter Anteilseigner ist die russische Zentralbank mit 24,3 Prozent. An der Beteiligung soll sich durch den Börsengang nichts ändern.

Auch die Deutsche Börse dürfte den IPO mit Spannung beobachten. Vergangenen Herbst vereinbarte sie mit der Moskauer Börse eine strategische Zusammenarbeit. Die Deutsche Börse hofft darauf, das russische Unternehmen dank der Kooperation künftig in Frankfurt und nicht in London an die Börse gehen. Zudem sollen sich russische Handelsteilnehmer ans Handelsnetz der Deutschen Börse anschließen.

cr/rtr

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