Montag, 3. August 2015

Börse Dax verliert mehr als 2 Prozent - Commerzbank-Aktien brechen ein

Commerzbank-Filiale und -Zentrale (r.) in Frankfurt: Die Bank weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen winzigen Gewinn aus

Neue Sorgen um Spanien und Italien haben den Dax am Montag tief ins Minus gerissen. Die Aktien der Commerzbank, aber auch viele schwer gewichtete Industrietitel brechen ein. An der Wall Street bauen die Indizes ebenfalls ihre Verluste aus.

New York / Frankfurt am Main - Beschleunigte Talfahrt an den Börsen: Der deutsche Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen riss am Montag die Marken von 7800 und 7700 Punkten. Zum Handelsschluss büßte er 2,5 Prozent auf 7638 Punkte ein und schloss auf dem niedrigsten Stand seit Ende Dezember.

Der MDax Börsen-Chart zeigen fiel um 1,5 Prozent auf 12.560 Punkte, und der TecDax Börsen-Chart zeigen sank um 0,8 Prozent auf 873 Punkte.

Zu den größten Verlierern im Dax gehörten Commerzbank Börsen-Chart zeigen , Volkwagen, Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen und BASF Börsen-Chart zeigen mit Verlusten zwischen 3 und 6 Prozent.

Auch die New Yorker Börse folgte dem Abwärtstrend der europäischen Börsen, wo die Anleger angesichts neuer Spekulationen über die Stabilität Spaniens und Italiens Kasse machten. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen fiel bis 17.45 Uhr MEZ um 0,8 Prozent auf 13.891 Punkte. Der Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigen gab 1,3 Prozent ab.

Korruptionsvorwürfe gegen Regierungspartei in Spanien

Börsianer erklärten den Kursrutsch mit neuen politischen Sorgen in der Euro-Zone, speziell wegen der in Spanien kursierenden Korruptionsvorwürfe gegen die Regierungspartei. "Ein drohendes Ende für Ministerpräsident Mariano Rajoy und seine Partei würde die derzeit laufende Haushaltskonsolidierung in Spanien untergraben", sagte Marktexperte Ishaq Siddiqi von ETX Capital.

Dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy wird vorgeworfen, jahrelang Zahlungen aus Schmiergeldkassen erhalten zu haben. Der Chef der oppositionellen Sozialisten, Alfredo Perez Rubalcaba, forderte Rajoy zum Rücktritt auf. Der Leitindex in Madrid brach um 3,8 Prozent ein.

Bankenskandal in Italien weitet sich aus

In Italien wird unterdessen die Affäre um die Traditionsbank Monte Paschi zunehmend zu einem Thema der Innenpolitik. Anleger fürchten, dass die Affäre dem vom ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geführten Mitte-Rechts-Bündnis Auftrieb gibt. Ende des Monats soll gewählt werden. Angeführt von deutlichen Kursverlusten bei den Finanzwerten stürzte der italienische Leitindex um 4,5 Prozent ab. UniCredit, Banco Popolare und Monte Paschi verloren zwischen 8,3 und 4,3 Prozent.

"Sowohl in Spanien als auch in Italien würden etwaige Regierungswechsel den eingeschlagenen Reform- und Konsolidierungskurs zur Disposition stellen", begründete Marktanalyst Gregor Kuhn von IG Markets die Nervosität der Anleger. Der EuroStoxx50 gab drei Prozent auf 2629 Punkte nach.

Euro fällt unter Marke von 1,37 US-Dollar

Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise auf 1,35434 Dollar zurück, nachdem sie am Freitag noch bei 1,3711 Dollar notiert hatte. Die Renditen der zehnjährigen spanischen und italienischen Renditen zogen auf 5,454 und 4,513 Prozent an. Zu Wochenschluss hatten sie jeweils bei 5,215 und 4,330 Prozent gelegen.

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