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03.02.2013
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Börsenausblick
Kleinanleger gehen ins Risiko

Szene an der Börse in Madrid: Kommt jetzt die Dienstmädchenhausse?
REUTERS

Szene an der Börse in Madrid: Kommt jetzt die Dienstmädchenhausse?

Dow Jones über 14.000 Punkten, Dax nahe 8000 - geht da noch mehr? Nach den jüngsten Höhenflügen der Aktienkurse erwarten manche Börsianer eine Umschichtung von sicheren Geldanlagen in Aktien. In der kommenden Woche könnten weitere Konzernbilanzen Kleinanleger locken.

Frankfurt am Main - Nach der jüngsten Rally mit einem Fünfjahreshoch im Dax rückt Experten zufolge eine Konsolidierung am Aktienmarkt näher. Für den deutschen Leitindex ging es im Januar um mehr als 2 Prozent nach oben. Wenngleich es noch keine Anzeichen einer stärkeren Korrektur gebe, sollte ein Rücksetzer im Laufe des Februars nicht überraschen, schrieben die Experte der Landesbank Berlin (LBB) in einem Wochenkommentar. Allerdings könnten sich Wetten auf einen größeren Rückschlag als verfrüht herausstellen, schränkten sie ein.

Ähnlich sieht es Marktstratege Andreas Hürkamp von der Commerzbank. In seinen Augen erinnert die optimistische Stimmung an den Februar 2012, sodass der Aktienmarkt eine Verschnaufpause einlegen könnte. In diesem Jahr hält er eine ähnlich deutliche Korrektur des deutschen Leitindex - dieser war damals um 15 Prozent gesunken - dank des monetären Rückenwinds durch die Zentralbanken allerdings für unwahrscheinlich.

Zudem bleibt Hürkamp grundsätzlich optimistisch: Nach einer kurzfristigen Konsolidierung könnte der deutsche Leitindex bei einer anhaltenden Erholung der konjunkturellen Frühindikatoren in Richtung seines Rekordhochs auf über 8000 Indexpunkte steigen.

Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank rechnet in der kommenden Woche noch mit einem robusten Bild am Aktienmarkt. Der Fokus der Anleger richtet sich dabei erneut auf die laufende Berichtssaison. Wichtiger als die Resultate seien allerdings die Ausblicke der Unternehmen für 2013, fuhr Halver fort. Diese dürften insbesondere für die zweite Jahreshälfte mit Blick auf die dann vermutlich wieder gefestigte Weltkonjunktur freundlicher ausfallen.

Die Bilanztermine der Woche: Munich Re, Daimler, UBS

Am Dienstag berichten unter anderem der Rückversicherer Munich Re Chart zeigen und die schweizerische Großbank UBS Chart zeigen über die Geschäftsentwicklung. Zur Wochenmitte richtet sich der Blick dann auf die Bilanzvorlagen des Stahlkonzerns ArcelorMittal Chart zeigen, der Gea Group Chart zeigen, von GlaxoSmithKline Chart zeigen sowie jenseits des Atlantik auf das Kreditkartenunternehmen Visa Chart zeigen und des Medienkonzerns Time Warner Chart zeigen.

Am Donnerstag legen dann Daimler Chart zeigen, HeidelbergCement Chart zeigen, die Credit Suisse Chart zeigen und Vodafone Chart zeigen Zahlen vor. Interessieren dürften sich die Anleger auch für die Resultate von Wacker Chemie Chart zeigen, nachdem der Solarsektor 2012 deutlich unter Druck gestanden hatte. Tui-Aktionäre Chart zeigen dürften derweil dem Geschäftsbericht der Konzerntochter Tui Travel Chart zeigen Aufmerksamkeit schenken, nachdem die Spekulationen über eine Komplettübernahme durch Tui zuletzt merklich abebbten. Am Freitag schließlich legt die Lufthansa Chart zeigen Januar-Verkehrszahlen vor.

Auf Konjunkturseite steht in den USA der ISM-Index für den Dienstleistungssektor an. Nach dem jüngsten Aufwärtstrend gebe es für den Januar jedoch gemischte Signale, schrieben die Experten der Postbank in einer Studie. Diesseits des Atlantik gibt es Daten zur Auftrags- und Produktionsentwicklung der deutschen Industrie im Dezember. Dabei dürften die zuletzt zu beobachtenden Schwankungen den Postbank-Experten zufolge bei der Auftragslage allmählich abebben. Zudem sollte die sich Produktion leicht beschleunigt haben.

Am Donnerstag rückt der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) in den Mittelpunkt des Geschehens. Experten rechnen aber nicht mit einer Änderung des Leitzinses. "Schließlich zeigen die konjunkturellen Frühindikatoren erste Besserungszeichen", schrieb Investmentanalyst Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg in einem Wochenausblick. Auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag versuchen sich dann die Mitgliedsstaaten auf einen Haushalt für die kommenden Jahre zu einigen, nachdem die Diskussion im November 2012 wegen abweichender Positionen vertagt worden war.

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