29.01.2013
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Börse
US-Börsen ziehen Dax ins Plus

Börse in Frankfurt: Der Dax behält die Marke von 8000 Zählern im Blick
Getty Images

Börse in Frankfurt: Der Dax behält die Marke von 8000 Zählern im Blick

Gewinne an den US-Börsen haben den Dax zum Handelsschluss ins Plus gehievt. Finanztitel geraten dagegen unter Druck - der Kursrutsch der Royal Bank of Scotland belastet. Im TecDax brechen Software AG ein.

Frankfurt am Main - Spurt im späten Handel: Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen legte am Dienstag um 0,2 Prozent auf 7.848 Punkte zu, nachdem er zwischenzeitlich noch bis auf 7800 Punkte zurückgefallen war. Die runde Marke von 8000 Punkten blieb damit ebenso im Fokus der Anleger wie das am Freitag markierte Fünfjahreshoch.

Der MDax Chart zeigen brach seinen Rekordkurs zunächst ab und fiel um 0,5 Prozent auf 12.697Punkte. Der TecDax Chart zeigen verlor belastet durch den Kurseinbruch der Software AG 1,5 Prozent auf 875 Punkte.

Wall Street legt zu - Hauspreise steigen stark

In den USA waren die Hauspreise im Jahresvergleich so stark wie seit über sechs Jahren nicht mehr gestiegen. Volkswirte hatten allerdings einen noch etwas stärkeren Zuwachs erwartet. Nach einer langen Durststrecke setzt sich damit die Verbesserung der Lage auf dem Immobilienmarkt in den vergangenen Monaten fort.

Dagegen hatte sich die Stimmung der Konsumenten zu Jahresbeginn stark eingetrübt. Das US-Verbrauchervertrauen war um 8,1 Punkte auf 58,6 Zähler gefallen und verfehlte damit klar die Erwartungen.

Der Euro behauptete sich um 1,3440 Dollar. Als sicher geltende Bundesanleihen waren gefragt. Die US-Notenbank Fed will sich am Mittwoch dazu äußern, wie sie die aktuelle konjunkturelle Lage der weltgrößten Volkswirtschaft einschätzt. Analysten erwarten unter anderem Hinweise darauf, ob die Notenbank angesichts der jüngst positiven Daten ihre Hilfen zurückfahren und absehbar weniger Anleihen aufkaufen wird.

Die großzügige Geldversorgung durch die Fed und andere Notenbanken weltweit, die Hoffnung auf eine globale konjunkturelle Erholung sowie Signale, dass die europäische Schuldenkrise an Dramatik verliert, hatten Anleger in den vergangenen Monaten an die Aktienmärkte zurückgelockt.

"Nach vier Jahren, in denen Privatanleger Aktien hauptsächlich verkauft haben, liegen nun neun Wochen hinter uns, in denen sie in Dividendentitel investiert haben", sagte Aktienstratege Peter Sullivan von der HSBC. Seiner Erkenntnis nach flossen die Gelder hauptsächlich in Schwellenländer und nach Europa.

Trotz der insgesamt zurückhaltenden Stimmung gab es auch Ausreißer am Aktienmarkt: So brachen im TecDax Chart zeigen die Aktien der Software AG Chart zeigen ein, nachdem ein Strategiewechsel dem Konzern die Bilanz verhagelt hat. Die Papiere sackten um bis zu 15,5 Prozent ab und notierten um 29,39 Euro auf dem niedrigsten Stand seit fast vier Monaten.

Bankenwerte unter Druck - RBS bricht ein

Unter den europäischen Werten fielen die Titel der Royal Bank of Scotland Chart zeigen Bank of Scotland mit einem Minus von 5,4 Prozent auf. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge stehen die Verhandlungen der Bank mit britischen und US-Behörden wegen der von ihren Händlern falsch übermittelten Libor-Sätze kurz vor einem Abschluss.

Auch gesenkte Anlageempfehlungen von Goldman Sachs und der Espirito Santo Investment Bank drückten Händlern zufolge den Kurs.

Auch um französische Banken machten Anleger einen Bogen. Aus Furcht vor schwachen Geschäftszahlen trennten sie sich von BNP Paribas Chart zeigen, Credit Agricole und Societe Generale (SocGen), die in Folge zwischen 1,2 und 3,2 Prozent nachgaben. Damit zählten sie zu den schwächsten Werten im europäischen Branchenindex.

Börsianern zufolge strichen viele Analysten angesichts der trüben Aussichten für die französische Konjunktur ihre Erwartungen an die Quartalsergebnisse zusammen.

Spekulationen helfen ThyssenKrupp

Im Dax Chart zeigen standen ThyssenKrupp Chart zeigenmit einem Plus von fast 2 Prozent im Fokus. Händler sprachen mal wieder von Hoffnungen auf einen baldigen Verkauf des defizitären Amerika-Geschäfts. Genährt würden die Spekulationen von einem Medienbericht, wonach der potenzielle Käufer - die brasilianische CSN - auf einen Milliarden-Kredit zur Finanzierung hoffen könne. Im Fahrwasser von Thyssen legten auch Salzgitter und Klöckner & Co. (KlöCo) zu.

Infineon vor Zahlen schwach

Größter Dax-Verlierer waren Infineon Chart zeigenmit einem Abschlag von 2,8 Prozent. Der Konzern legt am Donnerstag Zahlen vor, denen Anleger mit einer gewissen Skepsis entgegenschauen. Immerhin hat Konzernchef Reinhard Ploss selbst für schwierige Zeiten Gewinne versprochen. Angesichts des insgesamt eher finsteren Stimmung in der Chipbranche sind Aktionäre nun sehr gespannt.

Leichte Erholung bei Staatsanleihen

Deutsche Staatsanleihen knüpften nach starken Kursverlusten der vergangenen Handelstage an die leichte Erholung vom Montagabend an. Händler sprachen von einer Gegenbewegung, nachdem der richtungsweisende Euro-Bund-Future seit vergangenem Donnerstag von etwa 144,10 Punkten auf zeitweise rund 141,60 Punkten am Vortag abgerutscht war. Am Morgen stieg der Future um 0,08 Prozent auf 141,91 Punkte. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 1,69 Prozent.

Ölpreise leicht gestiegen

Die Ölpreise sind mit der Hoffnung auf einen stärkeren Aufschwung in den USA leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur März-Lieferung kostete am Morgen 113,63 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 34 Cent auf 96,78 Dollar.

Der Ölmarkt reagiere weiter auf überraschend gute Konjunkturdaten aus den USA vom Vortag, hieß es von Händlern. In der größten Volkswirtschaft der Welt war der Auftragseingang langlebiger Güter im Dezember deutlich stärker als erwartet gestiegen. Außerdem hatte sich der Generalsekretär der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Abdallah Salem El-Badri, zuletzt positiv zur weiteren Entwicklung der Ölpreise geäußert. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass die Preise in diesem Jahr fallen werden.

mg/dpa-afx

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