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25.01.2013
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Chancen an der Börse
Immobilienfirmen reizen zu Spekulationen

Von Richard Haimann und Christoph Rottwilm

Baustelle in Berlin: Immobilien sind zurzeit bei Investoren beliebt
dapd

Baustelle in Berlin: Immobilien sind zurzeit bei Investoren beliebt

3. Teil: Hoffen auf höhere Immobilienwerte

Ob der Deal allerdings tatsächlich zustande kommt, hängt Investmentbankern zufolge vor allem von den Preisvorstellungen von Fortress ab. Schon einmal musste die Deutsche Wohnen erfahren, wie wenig die Börse überteuerte Übernahmen goutiert. Für 535 Millionen Euro hatte der Konzern 2007 die Berliner Wohnungsgesellschaft Gehag vom US-Investor Oaktree übernommen. Börsianer fanden den Preis viel zu hoch - der Kurs der Deutsche-Wohnen-Aktie brach in den Monaten danach um mehr als 70 Prozent ein.

"Würde Fortress seine Gagfah-Anteile bei einer Übernahme zum gegenwärtigen Börsenwert abgeben, besteht diese Gefahr nicht", sagt allerdings Analyst Thomaschowski mit Blick auf die Börsenbewertung. Hinzu kommt: Dass Fortress beim Preispoker zu hoch reizen würde, erscheint unwahrscheinlich.

"Fortress hat seinen Schnitt bereits gemacht"

"Fortress hat seinen Schnitt bereits beim Börsengang und den hohen Dividendenausschüttungen gemacht", erläutert Georg Kanders, Analyst beim Bankhaus Lampe. Im Gegenzug wurde nach Angaben des Experten wenig in die Modernisierung der Wohnungen investiert. "Bei Teilen der Bestände gibt es deshalb heute einen Investitionsstau", sagt Kanders. Dies müsse ein Käufer bei den Preisverhandlungen berücksichtigen.

So oder so, die Übernahmespekulationen bringen in jedem Fall Phantasie in die Kurse der Immobilienaktien. Und nicht nur das. Die Investmentgesellschaft Schroders beispielsweise glaubt, dass auch ein Abflauen der Euro-Krise die Kurse beflügeln dürfte. Denn das werde dazu führen, dass die Immobilien höher bewertet werden. "Wir rechnen für 2013 mit einer Rendite von 10 Prozent für europäische Immobilientitel", sagt Fondsmanager Jim Rehlaender. "Beinahe die Hälfte davon wird auf Dividenden entfallen."

Sollte es dazu kommen, könnten sich die Aktionäre freuen. Solche Renditen sind mit Sachwerten selbst in guten Zeiten keine Selbstverständlichkeit.

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