24.01.2013
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Börse
Dow auf Fünfjahreshoch, Nokia und Apple brechen ein

Handelssaal in Frankfurt: Der Dax hält sich im Plus. Defensive Titel sind gefragt
DPA

Handelssaal in Frankfurt: Der Dax hält sich im Plus. Defensive Titel sind gefragt

Standardtitel gefragt, Techtitel unter Feuer: In den USA klettert der Dow Jones auf ein Fünfjahreshoch. An der Nasdaq dagegen geraten Technologietitel unter Druck. Die Titel von Apple und Nokia verlieren jeweils rund 10 Prozent an Wert.

Frankfurt am Main - Erfreuliche Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag zu Gewinnen verholfen. Die im Januar aufgehellte Wirtschaftsstimmung in der Industrie und bei den Dienstleistern der Eurozone sorgte bereits im frühen Handel für Zuversicht. Weitere positive Impulse kamen am Nachmittag aus den USA, denn nicht nur die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren erfreulich ausgefallen, sondern vor allem die wichtigeren Frühindikatoren.

Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen schloss mit plus 0,5 Prozent bei 7.748 Punkten und damit nur knapp unter Tageshoch. Der MDax Chart zeigen beendete den Handel auf einem neuen Rekordhoch bei 12.675 Punkten.

"Ein solides Bündel an Konjunkturdaten hat die enttäuschenden Apple-Zahlen in den Hintergrund rücken lassen", kommentierte ein Händler das Auf und Ab der Börsen an diesem Tag.

Wall Street: Dow Jones auf Fünfjahreshoch, Nasdaq leidet unter Apple

An der Wall Street notierte der Dow Jones Chart zeigen am Abend ebenfalls leicht im Plus und erreichte den höchsten Stand seit 5 Jahren.

Der Technologieindex Nasdaq Composite Chart zeigen gab dagegen nach: Die Aktie von Apple Chart zeigen verlor im frühen Handel rund 11 Prozent an Wert. Zuvor hatte im EuroStoxx auch die Aktie des finnischen Handyherstellers Nokia Chart zeigen nach Zahlen ihre Verluste auf 9,8 Prozent ausgebaut.

Kursrutsch von Apple - Warten auf Microsoft

Apple Chart zeigen hatte im abgelaufenen Quartal zwar so viele iPhones und iPads verkauft wie noch nie und gut 13 Milliarden US-Dollar Gewinn eingefahren. Die Sorgen um das weitere Wachstum gewinnen nun aber trotz der Rekordergebnisse die Oberhand. Gleich mehrere Banken senkten die Kursziele für die Apple-Aktien.

Nach Börsenschluss kommen die Zahlen von Microsoft Chart zeigen. Die Aktie des Softwarekonzerns war bereits in den vergangenen drei Monaten unter Druck geraten, da Analysten ihre Erwartungen gesenkt hatten.

Mischkonzern 3M legt nach Umsatzrekord zu

Anders dagegen in der klassischen Industrie. Der US-Mischkonzern 3M erzielte im Schlussquartal einen Umsatzrekord. Auch der Gewinn stieg. Vor allem das Gesundheitsgeschäft legte organisch beim Umsatz zu. Treiber war das Geschäft in den Schwellenländern. Die Erlöse lagen über den Erwartungen der Analysten.

Old Economy gefragt: Henkel an der Dax-Spitze

An der deutschen Börse waren vor allem defensive Titel gefragt. Favorit im Dax waren Henkel Chart zeigen mit plus 2,15 Prozent. Analyst Seth Peterson von der Berenberg Bank hob die Papiere als lohnendes Investment im europäischen Sektor für Körperpflege- und Haushaltsprodukte hervor. Zudem habe der Kurs eine wichtige Widerstandsmarke nach oben durchbrochen, sagte ein Händler.

Gewinnmitnahmen nach Beiersdorf-Bilanz

Beiersdorf Chart zeigen verloren nach anfänglichen Gewinnen 0,8 Prozent. Der Nivea-Produzent habe zwar die Umsatzerwartungen des Marktes im Jahr 2012 erfüllt, kommentierte ein Börsianer. Nach dem Rekordhoch vom Vortag dürften die Anleger zudem einige Gewinne mitnehmen.

Nach einem schwachen Auftakt ging es für Commerzbank Chart zeigen zuletzt um 0,55 Prozent nach oben. Der Finanzkonzern hatte den einen Abbau von 4000 bis 6000 Stellen bestätigte.

Nebenwerte: ProSieben legt zu

Die Aktien von ProSiebenSat.1 Chart zeigen verteuerten sich um 1,21 Prozent, nachdem Barclays die Titel auf "Overweight" hochgestuft und sie als einen ihrer bevorzugten Werte im europäischen Mediensektor bezeichnet hatte.

Die im TecDax notierten Anteilsscheine von Dialog Semiconductor sackten um 4,64 Prozent ab. Hier verwiesen Börsianer auf enttäuschende Quartalszahlen des iPhone-Herstellers Apple als Belastungsfaktor. Dialog gilt als Zulieferer.

Euro reagiert kaum auf Fristverlängerung bei US-Schuldengrenze

Der Euro Chart zeigen hält sich weiter stabil über der Marke von 1,33 US-Dollar. Nach Einschätzung von Experten fehlen dem Devisenmarkt die Impulse, die ein Ausbrechen aus der Seitwärtsbewegung der vergangenen Handelstage möglich machen. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3340 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3330 (Dienstag: 1,3317) Dollar festgesetzt.

Der Devisenmarkt laufe "weiter orientierungslos", kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen den frühen Handel. Selbst die Nachricht, dass das US-Repräsentantenhaus einer Verlängerung der Frist für die Anhebung der Schuldengrenze zugestimmt hat, "wurde nur mit einem Schulterzucken gewürdigt". Erneut dürften die meisten Anleger "ohnehin auf eine Einigung in allerletzter Minute setzen". Im weiteren Handelsverlauf könnten allerdings die neusten Daten zur Stimmung der Einkaufsmanager in der Euro-Zone für Bewegung am Devisenmarkt sorgen, so die Expertin.

mg/dpa-afx

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