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22.01.2013
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Börse
Bankentitel bremsen Dax aus

Börse in Frankfurt: Der Kursrutsch der Deutschen Bank belastet
DPA

Börse in Frankfurt: Der Kursrutsch der Deutschen Bank belastet

Der Dax notiert im Minus - trotz der Geldschwemme der japanischen Notenbank. Vor allem Finanztitel geraten unter Druck: Gerüchte über ein Trennbankensystem belasten. In den USA zeigen sich Anleger von Immobiliendaten enttäuscht.

Frankfurt am Main - Trotz der jüngsten Geldschwemme der japanischen Notenbank agieren Anleger derzeit mit Vorsicht. Der deutsche Leitindex Dax Chart zeigen baute am Dienstag seine Verluste zeitweise auf 1,4 Prozent aus und fiel auf 7634 Zähler. Zuletzt konnte der deutsche Leitindex seine Verluste jedoch auf 0,6 Prozent begrenzen und schloss auf Xetra bei 7696 Zählern.

Der Anstieg der ZEW-Konjunkturerwartungen auf den höchsten Stand seit Mai 2010 sorgte für eine Begrenzung der Verluste, sagte ein Händler.

Wall Street startet kaum verändert - DuPont gefragt

An der Wall Street startete der US-Leitindex Dow Jones Chart zeigen mit einem Gewinn von 0,1 Prozent auf 13560 Punkte. In den USA war gestern wegen des Feiertags Martin Luther King Day nicht gehandelt worden.

Daten vom Immobilienmarkt drückten auf die Stimmung: Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA ist im Dezember überraschend gefallen. Auf Monatssicht seien die Verkäufe um ein Prozent auf einen annualisierten Wert von 4,94 Millionen Häuser gesunken, teilte die "National Association of Realtors" am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit 5,10 Millionen Verkäufen gerechnet.

Der Chemiekonzern DuPont legte unterdessen zu. Der Konkurrent der deutschen BASF Chart zeigen erlitt zwar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres einen operativen Gewinneinbruch. Dennoch übertraf er die Analystenschätzungen, was die Aktien um knapp ein Prozent Prozent steigen ließ. Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers , dessen Titel sich um über 3Prozent verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen des Wirbelsturms "Sandy" fiel der Quartalsgewinn besser als erwartet aus.

Gerüchte um Trennbankensystem belasten Bankentitel

"Der Handel verlief heute recht schwankungsreich", sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. "Teils wirre Gerüchte wie die über eine Gewinnwarnung bei der Deutschen Bank und einen angeblichen Rücktritt von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatten am Morgen eine starke Abwärtsbewegung ausgelöst. Dank guter ZEW-Daten kam es später dann aber wieder zu einer Erholung."

Die ZEW-Daten erreichten den höchsten Stand seit Mai 2010 und zeigen, dass deutsche Finanzexperten erneut zunehmend zuversichtlich über die Wirtschaftsentwicklung geworden sind.

Unter den Einzelwerten zogen vor allem die Titel der Deutschen Bank Chart zeigen die Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem sie zeitweise um knapp vier Prozent abgesackt waren, schlossen sie mit einem Abschlag von 1,92 Prozent. Auch die Aktien der Commerzbank Chart zeigen gaben deutlich nach.

Der "Börsen-Zeitung" zufolge prüfen die deutschen Bankenaufseher die Auswirkungen des von einer EU-Expertengruppe vorgeschlagenen Trennbankmodells. Im Falle einer solchen Teilung würde das Geschäftsmodell der Deutschen Bank einem Börsianer zufolge in Frage gestellt. Die Ergebnisse im Bereich Investmentbanking würden unter Druck geraten und damit wären die Jahresziele des deutschen Branchenprimus gefährdet.

Schlusslicht im deutschen Leitindex waren die Titel von RWE Chart zeigen mit minus 2,90 Prozent. Sie litten unter mehreren negativen Analystenkommentaren. Unter anderem äußerte sich die Schweizer Bank UBS negativ zum deutschen Versorger. Die Ertragsrisiken bei RWE würden immer größer und sind im Aktienkurs noch nicht vollständig eingepreist, hieß es dort.

Neue Runde im Preiskrieg auf dem Mobilfunkmarkt

Die europäischen Indizes wurden auch von französischen Telekom-Werten belastet, die aus Furcht vor einer neuen Runde im Preiskrieg auf dem Mobilfunk-Markt nachgaben. Als Auslöser nannten Börsianer die Ankündigung von Stephane Roussel, dem Chef der Vivendi -Tochter SFR, die Handy-Tarife um 25 Prozent senken zu wollen. Die Aktien von Vivendi Chart zeigen verbilligten sich an der Pariser Börse um 3,6 Prozent. Die Papiere der Konkurrenten France Telecom Chart zeigen und Bouygues sackten um 3,7 und 3,1 Prozent ab. Die Aktie der Deutschen Telekom Chart zeigen verlor in Frankfurt ein Prozent.

Siemens vor Hauptversammlung gefragt

Gegen den Trend waren von Handelsbeginn an die Titel von Siemens Chart zeigen im Dax gefragt, die in der Spitze um 1,5 Prozent auf 84,75 Euro zulegten. Am Nachmittag notierten sie noch 0,5 Prozent höher. Das "Handelsblatt" hatte von einer stabilen Gewinnentwicklung im ersten Geschäftsjahr berichtet. Siemens gab keine Stellungnahme ab. Doch Insider warnten, die Hoffnungen auf einen stabilen Überschuss erfüllten sich wohl nicht. Der Konzern will am Mittwoch anlässlich der Hauptversammlung seinen Zwischenbericht veröffentlichen.

Nebenwerte: EADS und Drillisch gefragt

Im MDax Chart zeigen standen dagegen EADS Chart zeigen mit einem Aufschlag von 1,5 Prozent ganz oben. Nach Angaben von Konzernchef Tom Enders hat EADS im vergangenen Jahr Umsatz und Betriebsgewinn "deutlich verbessert".

Größter Gewinner im TecDax Chart zeigen waren die Anteilsscheine von Drillisch Chart zeigen , die um 3,6 Prozent zulegten. Der Mobilfunk-Anbieter will für 2012 seine Dividende auf einen Euro je Aktie anheben.

Geldschwemme der japanischen Notenbank schon vorweggenommen

Wenig Einfluss auf die Märkte hatte dagegen die Entscheidung der japanischen Notenbank für unbegrenzte Anleihekäufe ab 2014 und eine Verdoppelung des Inflationsziels. Am Devisenmarkt blieb der gewünschte Effekt einer Yen-Schwächung zunächst aus, da auch hier viele Anleger schon die Entscheidung vorweggenommen hatten. Somit fiel der Dollar unter 89 Yen von einem am Vortag erreichten Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 90,25 Yen.

Euro etwas schwächer

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,28 Prozent am Montag auf 1,30 Prozent. Der Rentenindex Rex büßte 0,05 Prozent auf 133,61 Punkte ein. Der Bund-Future legte 0,03 Prozent auf 142,96 Punkte zu.

Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3317 (Montag: 1,3323) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7509 (0,7506) Euro.

la/reuters/dpa-afx

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