Frankfurt am Main/Düsseldorf - Sollte Frick aufgrund einer neuen Anzeigen der Bafin verurteilt werden, droht ihm eine Haftstrafe. Er war im April 2011 wegen Marktmanipulation zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der Schaden für Anleger in dem neuen Fall wird auf etwa fünf Millionen Euro geschätzt.
Frick soll laut einem Bericht der "Wirtschaftswoche" für die Versendung von Börsenbriefen mitverantwortlich gewesen sein. Die Abonnenten sollten demnach ein Musterdepot nachbilden. Dabei versprachen die Macher des Newsletters, diese Aktien ebenfalls kaufen zu wollen. Die angedeutete Kaufabsicht soll aber nur vorgetäuscht worden sein.
In Wahrheit sollen Hintermänner des Börsenbriefes Aktien überteuert an Anleger verkauft haben. Frick wird vorgeworfen, Aktien über einen Mittelsmann verkauft zu haben. Fricks Strafverteidiger Daniel Krause wollte sich auf Anfrage nicht äußern.
Von der mutmaßlichen Manipulation sollen laut Bericht mindestens drei Nebenwerte betroffen gewesen sein. Sie wurden vor den Empfehlungen kaum gehandelt. Nach den Börsenbrief-Tipps stieg der Handel teilweise um das 15-fache an, der Wert einer Aktie erreichte mehr als fünf Euro. Inzwischen notieren diese Papiere bei unter 40 Cent.
Frick war durch die TV-Sendung "Make Money - Die Markus Frick Show" auf N24 bekanntgeworden.
cr/dpa-afx
© manager magazin online 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH