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17.01.2013
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Niedrigere Zinsen
Euro-Krisenstaaten erhalten Kredite billiger

Entspannung auf dem Geldmarkt: Euro-Krisenstaaten erhalten derzeit leichter neue Kredite als noch vor einigen Monaten
REUTERS

Entspannung auf dem Geldmarkt: Euro-Krisenstaaten erhalten derzeit leichter neue Kredite als noch vor einigen Monaten

Die Euro-Krisenländer Irland und Spanien haben sich erneut frisches Geld zu günstigen Konditionen am Markt besorgt - und lässt auch bei anderen Wackelkandidaten damit Hoffnung aufkommen. Portugal einem Pressebericht zufolge darüber nach, schon bald an den Kapitalmarkt zurückzukehren.

Hamburg - Ist das ein zeichen dafür, dass in 2013 tatsächlich die Wende in der Euro-krise gelingen kann? Zumindest die ersten Tage des jahres zeiggen, dass internationale Kreditgeber mehr Vertrauen in die Rückzahlungsfähigkeiten der Krisenstaaten für ihre Staatsschulden fassen. Aktuell sinken deren Risikoaufschläge.

Spanien zahlte für Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren noch im Dezember eine Rendite von 3,36 Prozent, jetzt bei einer vergleichbaren Auktion 2,71 Prozent. Eine Auktion fünfjährige Anleihe schloss mit einer Rendite von 3,77 Prozent und damit etwa 0,22 Punkte niedriger als zuletzt Anfang Januar. Die durchschnittliche Rendite eines Papieres mit der langen Laufzeit von 30 Jahren lag bei 5,7 Prozent.

Nahezu zeitgleich spülte in Irland eine Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von drei Monaten 500 Millionen Euro zu einem Zinssatz von 0,2 Prozent in die Staatskasse. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war nach Angaben der nationalen Schuldenbehörde sehr stark. Die Versteigerung der Geldmarktpapiere war die erste von drei geplanten Auktionen im Laufe des ersten Quartals. Irland steht nach wie vor unter dem Rettungsschirm, will sich aber im Laufe des Jahres wieder selbständig am Kapitalmarkt refinanzieren.

Beide Auktionen lassen andernorts in Europa die Hoffnung aufkeimen, ebenfalls langsam verbesserte Bedingungen für sich an den Kreditmärkten vorzufinden - und sich wieder Geld zu bezahlbaren Preisen leihen zu können.

Portugals Premiere

Das Euro-Krisenland Portugal beispielsweise denkt einem Pressebericht zufolge darüber nach, schon bald an den Kapitalmarkt zurückzukehren. Wie die portugiesische Wirtschaftszeitung "Diario Economico" berichtet, bereite das Land die Emission einer fünfjährigen Staatsanleihe vor. Es wäre der erste Auftritt Portugals am Kapitalmarkt, seit das Land im Frühjahr 2011 unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft ist.

Die Versteigerung der Anleihen und Geldmarktpapiere aus den Euro-Ländern fanden vor dem Hintergrund einer spürbaren Entspannung in der Euro-Schuldenkrise statt. In den vergangenen Handelstagen waren die Risikoaufschläge von Staatsanleihen aus den Euro-Krisenstaaten kräftig gesunken. Zuletzt sorgte der Internationale Währungsfonds (IWF) für gute Nachrichten in der Schuldenkrise. Der IWF hatte weitere Tranchen aus den Hilfspakten für Griechenland und Portugal frei gegeben und insbesondere die Fortschritte in Griechenland ausdrücklich gelobt.

kst/dpa-afx

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