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18.01.2013
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Logistikinvestment
Die Post geht ab

Von Lutz Reiche

Deutliches Wachstum: Der boomende Online-Handel treibt auch das Paketgeschäft der Deutschen Post
dpa

Deutliches Wachstum: Der boomende Online-Handel treibt auch das Paketgeschäft der Deutschen Post

3. Teil: Dividendenrendite gilt als attraktiv

Davon will die Post natürlich profitieren. Das muss sie auch, denn das Internet hat ebenso seine Kehrseite für den Konzern: E-Mails ersetzen immer öfter den Brief, Online-Werbung die traditionelle Flugblattwerbung im Postkasten. Im abgelaufenen Jahr dürfte das Briefvolumen um bis zu 5 Prozent zurückgefallen sein, schätzen Experten. Ablesen ließ sich die Entwicklung zuletzt im dritten Quartal: Der Umsatz der Briefsparte "Mail" rutschte um rund 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal ab, das operative Ergebnis der Sparte gar um mehr als 18 Prozent.

Gleichwohl sehen die meisten Analysten die Post mit den Wachstumstreibern Paketgeschäft im deutschsprachigen sowie dem rasant steigenden Expressgeschäft im asiatischen Raum gut für die Zukunft aufgestellt. Dabei versteht es der Konzern auch, seine Logistikkompetenz weiter auszubauen und in klingende Münze umzusetzen, wie Analyst Volker Sack von der NordLB betont. So vermeldete die kräftig wachsende DHL-Sparte "Supply Chain" Mitte dieser Woche, dass der Konzern die Lager- und Transportaktivitäten von Panasonic in Großbritannien betreuen wird. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 120 Millionen Euro.

Keine Experimente - Hoffen auf Anziehen der Konjunktur in Europa

Operativ ist der Konzern also auf einem guten Weg, wächst aus eigener Kraft und will das auch künftig so halten. An einer Übernahme im Expressgeschäft ist die Post nicht interessiert, "auch nicht an TNT", stellt das Management klar. "Die Post ist in den wichtigen Märkten sehr gut aufgestellt, sie braucht solche Experimente nicht", sagt auch Schmidt. Zieht die Konjunktur in Europa wie erhofft im zweiten Halbjahr 2013 an und sollte auch Chinas Wirtschaft wieder an Tempo gewinnen, wird die Deutsche Post Chart zeigen davon profitieren und dies die Aktie weiter antreiben, ist der Experte überzeugt.

Die NordLB hat in dieser Woche ihr Kursziel für die Aktie von 17 auf 19 Euro heraufgesetzt. Goldman Sachs traut ihr gar 22,50 Euro zu - auf gegenwärtiger Basis wäre das ein stolzer Aufschlag von rund 5 Euro. Eine ganze Reihe von Analysten begründet ihre Kaufempfehlung für die Aktie "Gelb" auch mit der attraktiven Dividendenrendite.

Bleibt die Ausschüttungsquote konstant bei 55 Prozent und hebt der Konzern die Dividende für 2012 leicht auf 75 Cent (2011: 70 Cent) an, was Analysten vermuten, betrüge die Dividendenrendite aktuell rund 4,5 Prozent. Erst kürzlich begebene Anleihen des Unternehmens werfen nicht einmal die Hälfte ab. In dem gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld sei dies ein "starkes Argument" für die Post-Aktie, sind sich die Experten einig, zumal der Titel überdies mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp über 12 gegenüber ihren Wettbewerbern als günstig bewertet gilt.

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