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16.01.2013
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Börse
Dax dreht nach US-Zahlen ins Plus

Börsenparkett in Frankfurt: Der Dax verharrt im Minus
DPA

Börsenparkett in Frankfurt: Der Dax verharrt im Minus

Die US-Großbanken JP Morgan und Goldman Sachs haben wie erwartet ihre Gewinne gesteigert, doch nur Goldman Sachs schlägt die Erwartungen. Der Dax dreht am späten Nachmittag ins Plus.

Frankfurt am Main - Bis zum späten Nachmittag drehte der Dax Chart zeigen um 0,2 Prozent in die Gewinnzone und notierte bei 7686 Punkten. Die negativ aufgenommenen Eckdaten von SAP für 2012 hatten den deutschen Leitindex am Vortag unter Druck gesetzt.

Dow Jones knapp unter Dreimonatshoch, Nasdaq erholt

Anlass für die Erholung war die Kaufstimmung in den USA: Der tags zuvor auf dem höchsten Stand seit Oktober aus dem Handel gegangene Leitindex Dow Jones Chart zeigen tendierte im frühen Handel kaum verändert.

An der Nasdaq Chart zeigen konnten sich die zuletzt schwächeren Technologietitel indes etwas stabilisieren: Der Composite Index legte um 0,08 Prozent auf 3.113,12 Zähler zu und der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,30 Prozent auf 2.731,28 Punkte. Größter Kurstreiber war die Aktie von Apple Chart zeigen, die mit einem Plus von 3 Prozent einen Erholungsversuch startete.

Probleme beim Dreamliner: Boeing sehr schwach

Deutlich nach unten ging es mit minus 3,31 Prozent für Boeing Chart zeigen . Das Image-Desaster um den Vorzeigejet 787 "Dreamliner" hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Nach einer Notlandung in Japan haben die Fluggesellschaften All Nippon Airways (ANA) und Japan Airlines (JAL) für Mittwoch und Donnerstag alle Flüge mit ihren insgesamt 24 Flugzeugen des Typs gestrichen. Zuvor war in einer Maschine der ANA Rauch bemerkt worden, erste Anzeichen deuten auf ein Batterieproblem hin. Japans Verkehrsministerium wertete die Geschehnisse als schweren Zwischenfall, der auch zu einem Unfall hätte führen können

US-Großbank JP Morgan steigert Gewinn - Aktie sinkt

Die größte US-Bank JPMorgan Chase Chart zeigen hat dank einer höheren Kreditvergabe für Hauskäufe den Gewinn deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis kletterte verglichen zum Vorjahrszeitraum um 53 Prozent auf 5,69 Milliarden Dollar, teilte die Bank am Mittwoch vor US-Börsenbeginn mit. Das Ergebnis enthielt den Angaben nach Sonderposten. Die Einnahmen bezifferte die Bank auf 24,4 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Grund für den Gewinnschub waren neben der Belebung des Immobilienmarktes auch geringere Belastungen durch faule Kredite.

Die Rückstellungen für faule Kredite sanken um 70 Prozent auf 656 Millionen Dollar, wie die Bank mitteilte. Die Aktien von JPMorgan Chase Chart zeigen verloren rund 1 Prozent.

Goldman Sachs gefragt - Gewinn bleibt nicht nur bei den Bankern

Die Aktie von Goldman Sachs Chart zeigen legte dagegen im frühen Handel um mehr als 2 Prozent zu. Nach einem mageren Jahr 2011 verdiente die weltgrößte Investmentbank Goldman Sachs im vergangenen Jahr wieder prächtig - vom Rekordgewinn aus dem Jahr 2009 ist die Bank allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

2012 stieg der Überschuss um 191 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar, wie die Bank am Mittwoch in New York mitteilte. Die Erträge legten um 19 Prozent auf 34 Milliarden Dollar zu.

Anders als vor der Krise gab Goldman Sachs den Zuwachs nicht überwiegend an die Investmentbanker weiter. Die Löhne und Boni stiegen 2012 um 6 Prozent auf knapp 13 Milliarden Dollar - für Banker ist das ein vergleichsweise bescheidener Lohnanstieg.

Goldman-Sachs-Chef Llyod C. Blankfein hatte der Bank 2011 nach einigen Quartalen mit Misserfolgen und teils roten Zahlen eine Rosskur aufgedrückt. Blankfein will die Kosten insgesamt um knapp zwei Milliarden Dollar drücken. Mit den Zahlen übertraf die Bank die Erwartungen deutlich.

Autoverkäufe auf niedrigstem Stand seit 19995

Im Dax Chart zeigen entwickelten sich die Autowerte nach den ACEA-Statistiken gegensätzlich. In der Europäischen Union sank die Zahl der neu zugelassen PKW im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1995. Unter den deutschen Herstellern konnte lediglich BMW Chart zeigen leicht zulegen, was die Aktie mit einem Plus von über einem halben Prozent quittierte

Volkswagen Chart zeigen und Daimler Chart zeigen mussten hingegen teils deutliche Rückgänge hinnehmen. Deren Titel gaben jeweils um rund ein halbes Prozent nach.

Deutliche Abschläge von knapp 2 beziehungsweise fast 1,5 Prozent verzeichneten am Dax-Ende die Aktien von Deutscher Bank Chart zeigen und Commerzbank Chart zeigen. Auch die Versicherertitel Allianz Chart zeigen und Munich Re Chart zeigen gehörten zu den größten Verlierern im Leitindex.

Metro beendet Media-Markt-Abenteuer in China

Im MDax rückten die Metro-Titel Chart zeigen nach vorläufigen Umsatzzahlen um ein halbes Prozent vor. Der Handelskonzern, der zudem den Rückzug der Elektroniktochter Media-Saturn aus China ankündigte, kam im vierten Quartal trotz Weihnachtsgeschäft nicht von der Stelle: Der Umsatz verbesserte sich lediglich um ein halbes Prozent. Auch im Gesamtjahr waren trotz umfangreicher Preissenkungen mit plus 1,2 Prozent keine großen Sprünge drin. Börsianer hatten allerdings mehr oder weniger mit dieser Entwicklung gerechnet. Lob fand zudem das flächenbereinigte Wachstum des Deutschland-Geschäfts von Media-Saturn.

Die Aktien von Deutsche Wohnen zeigten sich nach einer angekündigten Kapitalerhöhung zuletzt knapp im Plus. Der Immobilienkonzern gab 14,6 Millionen neue Aktien mit einem Nennwert von einem Euro aus. Das entspricht circa 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals und bringt dem Unternehmen einen Bruttoemissionserlös von rund 195,1 Millionen Euro. Analysten beurteilten die Kapitalerhöhung und die damit verbundenen Expansionspläne positiv.

Euro fällt unter 1,33 Dollar

Der Euro Chart zeigen rutscht unter die Marke von 1,33 US-Dollar. Händler erklärten die Verluste weiterhin mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Gemeinschaftswährung zu Beginn der Woche ein Elf-Monatshoch knapp über 1,34 Dollar erreichte. Im frühen Handel stand der Euro bei 1,3281 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3327 (Montag: 1,3341) Dollar festgesetzt.

Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank erklärte die Verluste des Euro auch mit Aussagen des Luxemburger Premierministers Jean-Claude Juncker. Der hatte den Euro-Kurs am Vorabend mit Blick auf die europäischen Exportgeschäfte als "gefährlich hoch" bezeichnet. "Klar, dass der Euro im Handel mit dem Dollar auf so eine Meldung reflexartig nachgab", sagte Karpowitz.

Ölpreise erholen sich leicht von kräftigen Vortagesverlusten

Die Ölpreise erholten sich etwas von den kräftigen Verlusten aus dem späten Dienstaghandel. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur März-Lieferung kostete am Morgen 109,95 US-Dollar. Das waren 32 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Auslieferung im Februar stieg um 18 Cent auf 93,90 Dollar.

Am Ölmarkt zeige sich eine leichte Gegenreaktion nach dem deutlichen Preisrutsch vom Vortag, hieß es von Händlern. Die Weltbank hatte ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft in Aussicht gestellt und damit die Ölpreise unter Verkaufsdruck gesetzt. Im weiteren Handelsverlauf dürften die neuen Daten zu den Ölreserven in den USA in den Fokus der Anleger rücken. Die Daten werden am Nachmittag von der US-Regierung veröffentlicht.

krk/dpa

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