Freitag, 27. März 2015

Beherrschungsvertrag mit VW MAN-Aktionäre spekulieren auf Abfindung

Volkswagen will die volle Kontrolle über MAN: Die Akie des Lastwagenbauers profitiert von der Ankündigung.

Volkswagen hält bereits 75 Prozent an MAN. Jetzt wollen die Wolfsburger den Lastwagenbauer ganz unter ihre Kontrolle bringen. Beobachter erwarten eine ordentliche Barabfindung oder Garantiedividende für MAN-Aktionäre. Die Aktie zieht kräftig an. 

Frankfurt am Main - Aktien von MAN Börsen-Chart zeigen sind am Donnerstag als stärkster Wert im MDax Börsen-Chart zeigen in der Spitze um rund 7 Prozent nach oben geschossen. Die Anteile des Konzern profitierten damit deutlich von einer Ankündigung des Großaktionärs Volkswagen (VW), einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit dem Lkw- und Maschinenbauer anzustreben.

Der nächste Schritt sei nun eine Barabfindung oder Garantiedividende für die Vorzugs- und Stammaktionäre von MAN, sagte ein Händler. Da werde aber ein Gutachten erstellt und das könne etwas dauern.

Die Vorzüge des Volkswagen-Konzerns Börsen-Chart zeigen, der bereits eine Dreiviertelmehrheit bei MAN besitzt, gewannen rund 0,5 Prozent auf 172,40 Euro hinzu.

Mit dem Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag werde eine verstärkte und vereinfachte Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und MAN angestrebt und damit die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen, hatte Volkswagen am Mittwoch erklärten.

Einen solchen Vertrag hat VW auch mit Audi abgeschlossen. Damit kann der Autokonzern auch für das Unternehmen nachteilige Entscheidungen im Interesses des Konzernvorteils insgesamt durchsetzen. Dafür reichen 75 Prozent der anwesenden Stimmen auf der Hauptversammlung.

rei/dpa/rtr

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